Pandemie-Panik ausgenutzt: Die dreisten Corona-Tricks der Telefonbetrüger

Verbraucher aufgepasst: Corona-Themen halten auch bei Telefonbetrügern Einzug
Verbraucher aufgepasst: Corona-Themen halten auch bei Telefonbetrügern Einzug
© Pixbay

Nürnberg, 23. April 2020: Von Fake-Corona-Instituten über Datenabfrage bis zu falschen Anrufen vom Gesundheitsamt: Telefonbetrüger machen sich die Corona-Krise mit verschiedenen Tricks zunutze. Insgesamt scheinen Spammer außerdem auszunutzen, dass mehr Menschen als sonst zuhause sind – einige Nutzer melden, dass bei ihnen mehr unerwünschte Anrufe eingehen als sonst. Thomas Wrobel, Experte für Anruferkennung und Spam-Schutz von Clever Dialer, gibt nun einen Überblick über die Corona-Tricks der Telefonbetrüger und stützt sich dabei auf aktuelle Fälle. 

Umfragen und Gewinnspiele - vieles wird auf Corona gemünzt 

Mehr oder weniger seriöse Umfragen oder angebliche Gewinnausschüttungen gehören zum Standard-Repertoire von Spam-Anrufern. In der Corona-Zeit werden diese bereits bekannten Strategien einfach flugs zum Corona-Thema passend gemacht - und schon sind die Angerufenen hellhörig.  Betrüger rufen beispielsweise im Namen eines renommierten Institutes wegen einer "Corona-Umfrage" an und versuchen auf diese Weise, an private Daten zu kommen. 

Angerufene berichten: "Ein Mann meldet sich mit Institut sowieso wegen Corona-Umfrage. Stellt unsinnige Fragen und behauptet völlig falsche Sachen." Auch bei Gewinnspielen werden Betrüger in Bezug auf das Corona-Virus kreativ: Beispielsweise wird behauptet, dass die Postzustellung wegen der Corona-Gefahr derzeit nicht möglich sei - die perfekte Masche, um Verbrauchern die IBAN für eine Auszahlung des Gewinnpreises abzuknöpfen oder andere private Daten abzufragen: "Angeblich hätte ich gewonnen. Kannte meine Adresse, wollte mein Geburtsdatum und meine Email-Adresse wissen. Argumentierte ziemlich hinterlistig, dass man das bräuchte, weil man wegen Corona nichts per Post schicken könnte..."

Das "Gesundheitsamt" ruft an - und hat die Zahnversicherung auch gleich im Gepäck 

Verlässliche Informationen und seriöse Quellen rund um medizinische Fakten sind in diesen Zeiten sehr gefragt. Das haben auch Telefonbetrüger erkannt und geben sich bei Anrufen als das Gesundheitsamt aus. Mit angeblichen Informationen zum Corona-Virus versuchen sie, die Angerufenen in Sicherheit zu wiegen und den Eindruck zu erwecken, der Anruf sei wichtig. Ganz beiläufig wird dann im Laufe des Gesprächs jedoch eine Versicherung angeboten oder ein Vertragsabschluss versucht. 

Angerufene berichten: Über Info-Post zur Zahnzusatzversicherung - "Diese Nr. meldete sich gerade bei mir und gab sich als das Gesundheitsamt aus bezüglich Corona Virus und ich bekomme die nächsten 3 Tage Info-Post. Nebenbei wollen sie dir eine Zahnzusatzversicherung verkaufen. Also Vorsicht!" Ein weiterer Betroffener äußerte sich: "Dreiste Abzocke. Angeblich das Gesundheitsamt, aber es wird sehr schnell versucht einem eine überteuerte Zahnzusatzversicherung zu verkaufen."

Altbekannte Tricks neu aufgezogen - bei Corona am Telefon ist Misstrauen Pflicht!

In Zeiten der Corona-Krise herrscht viel Verunsicherung bei Verbrauchern - dies machen sich Telefonbetrüger zunutze. Fällt das Stichwort "Corona" am Telefon, sind viele Menschen derzeit hellhörig und eher bereit, der Person am anderen Ende der Leitung Glauben zu schenken, selbst wenn Thema des Anrufes altbekannte Maschen wie eine Umfrage oder angebliche Gewinnspielteilnahme sind.  Clever Dialer-Experte Thomas Wrobel rät, bei Anrufen dieser Art wachsam zu sein und lieber einmal öfter kritisch nachzuhaken, wer hinter der Nummer steckt. Im Zweifel sollten Betroffene auflegen und die korrekte Rufnummer - z.B. des lokalen Gesundheitsamtes - beispielsweise mithilfe der Verzeichnisdienste Das Telefonbuch (Apps für Android und iOS erhältlich) oder Das Örtliche (Apps für Android und iOS erhältlich) überprüfen und diese zurückrufen. Wichtig: Da Telefonbetrüger mit der sogenannten "Spoofing"-Taktik sogar die echte Nummer der Behörde, unter deren Namen sie anrufen, auf dem Display erscheinen lassen können, bringt nur ein Rückruf wirkliche Sicherheit. 

Über Thomas Wrobel: Spam-Schutz-Experte Thomas Wrobel ist CTO der Müller Medien-Tochter validio und Gründer von Clever Dialer. Die App liefert verlässliche Anrufinformationen und schützt Verbraucher vor Spam-Telefonaten.

Über Clever Dialer: Clever Dialer (www.cleverdialer.app) möchte den Nutzern die Kontrolle über ihre Anrufe auf dem Smartphone zurückgeben. Die App dient zur Anruferkennung sowie Spam-Abwehr und macht das Telefonieren für Verbraucher wieder transparent und sicher. Zudem setzen einige renommierte Verzeichnisanbieter, wie Das Örtliche, auf die intelligente Software. Clever Dialer ist derzeit als Android-App, Alexa-Skill sowie als Software Developing Kit (SDK) für Geschäftskunden verfügbar.

Der Startschuss für Clever Dialer fiel im Jahr 2014. Seitdem arbeitet das Team der validio GmbH & Co. KG um CTO und Gründer Thomas Wrobel an neuen Funktionen sowie dem Ausbau des Geschäftsmodells.


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