Ostheim: Rhöner Spezialitäten in malerischer Umgebung genießen

Der "Ostheimer Schnaidmart" lädt alljährlich zum geselligen Beisammensein ein.
Der "Ostheimer Schnaidmart" lädt alljährlich zum geselligen Beisammensein ein.
© djd/Tourist-Information Ostheim

(djd). Die Rhön steht nicht nur für klare Luft und weite Landschaften, sondern auch für gute, handwerklich gefertigte Lebensmittel mit vielen Zutaten aus der Region. "Einen reich gedeckten Tisch finden Genießer beispielsweise in Ostheim und seinem Umland vor", empfiehlt Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Dabei zeigen sich die Ostheimer Braumeister als würdiges Vorbild fränkischer Bierkultur. Hergestellt nach dem 500-jährigen deutschen Reinheitsgebot, fließt aus den Sudkesseln dreier örtlicher Brauereien der beliebte Gerstensaft. 

 

Traditionelle Braukunst 

Die älteste Vertreterin dieser Zunft in der Stadt ist die Brauerei Streck, die auf eine fast dreihundertjährige Geschichte zurückblickt. Heute bietet Firmenchef Axel Kochinki sechs verschiedene Biersorten an. Vom Ostheimer Dunkel über ein Bio-Landbier bis hin zum Klassiker, dem preisgekrönten Burgherren-Pils, reicht die Palette. Mit einer alkoholfreien Version tragen die Brauer dem aktuellen Trend Rechnung. Im Sudhaus der Ostheimer Bürgerbräu, in dem auch das Erfrischungsgetränk Bionade entsteht, wird heute ebenfalls noch Bier gebraut. Ein bernsteinfarbiges Vollbier und das Pils "Exquisit", beide biozertifiziert und mit vielen Rohstoffen aus der Region. Mit viel Kreativität beschreitet Braumeister Stefan Kowalsky neue Wege zum schmackhaften Bier. Unter dem Label "Rhönpiraten" braut er Bock- und Vollbier, Weizen und Pils. Sechs Sorten verlassen die Mini-Brauerei im Keller des Wohnhauses. Diese sogenannten Craft-Biere - übersetzt etwa Biere nach handwerklicher Brauart - finden immer mehr Anhänger. Diese können während einer Führung auch ein wenig über die Geheimnisse der Braukunst lernen. 

Frisch aus der Wurstküche

Viele Liebhaber finden auch die zahlreichen Rhöner Wurstspezialitäten. Allein der Ostheimer Leberkäse ist ein Aushängeschild der hiesigen Traditionsmetzgereien. Dieser gehört eigentlich zu den in der Rhön unüblichen Terrinen. Ein Ostheimer Metzger brachte die Idee wohl im 19. Jahrhundert aus Frankreich mit, wo er diese Art der Herstellung schätzen lernte. Er entwickelte ein Rezept, das im Wesentlichen bis heute unverändert ist. Eingeweiht in die Herstellung sind bis heute nur Ostheimer Metzger. Einzigartig im Geschmack sind ebenso die Thüringer Bratwürste, die seit vielen Jahrzehnten vor dem Rathaus angeboten werden. Mit geheimen Rezepten frisch aus der Wurstküche auf den Holzkohlegrill sind sie ein Gaumenschmaus der besonderen Art. Die örtliche Delikatessenwelt können Besucher in den zahlreichen Gastwirtschaften genießen. Zudem lohnt sich ein Bummel durch die lebendige Altstadt, wo in zahlreichen Einzelhandelsgeschäften die regionalen Lebensmittel erworben werden können.

Auf zum Rhöner Wurstmarkt

(djd). Alle zwei Jahre, immer am zweiten Oktoberwochenende, pilgern die Genießer zu Tausenden nach Ostheim. Es herrscht Wurstmarktzeit. 50 Metzger, Bäcker, Brauer präsentieren unter anderem ihre regionalen Produkte - nach alter Handwerkskunst hergestellt, aber durchaus auch offen für neue Ideen. Am 8. und 9. Oktober 2016 können die Besucher wieder viele Gaumenfreuden sehen, genießen und auch kaufen. Mehr Informationen gibt es unter www.ostheim-rhoen.de.


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