Obstbäume richtig schneiden - Tipps für Freizeitgärtner: Pflege ist wichtig für die nächste Ernte

Samstag, 25.11.2023 |
Mit einem Rückschnitt der Obstbäume schaffen Gartenfreunde bereits im Herbst die Basis für eine gute Ernte im kommenden Jahr.
Mit einem Rückschnitt der Obstbäume schaffen Gartenfreunde bereits im Herbst die Basis für eine gute Ernte im kommenden Jahr.
© DJD/STIHL

(DJD). Äpfel, Kirschen oder Pflaumen schmecken frisch geerntet aus dem eigenen Garten einfach am besten. Auch wenn die nächste Erntesaison noch weit weg erscheint, können Freizeitgärtner in der kalten Jahreszeit bereits die Voraussetzungen für möglichst viel Naschobst schaffen. Denn die gekonnte Pflege der Obstbäume in der kalten Jahreszeit trägt zu Wachstum und hohen Erträgen im kommenden Sommer und Herbst bei. Vor allem ein kräftiger Rückschnitt nach dem Motto "viel hilft viel" ist jetzt gefragt.

Junge Obstbäume kräftig kürzen

Ein allzu zaghaftes Vorgehen ist beim Rückschnitt der Obstbäume nicht angebracht. Ganz im Gegenteil: Vor allem die Äste jüngerer Bäume können um bis zu zwei Drittel gekappt werden. Etwas Erfahrung braucht es beim Umgang mit dem Altbestand. Hier sind oft sogenannte Wasserschosser zu beobachten, dabei handelt es sich um dünnere Triebe, die keine Früchte tragen. „Es empfiehlt sich, ältere Bäume nicht zu stark zu kürzen, sondern sich auf das Auslichten der Krone, das Entfernen der Wasserschosser und lose Äste im oberen Bereich zu konzentrieren", sagt Stihl-Gartenexperte Jens Gärtner. Ein Rückschnitt ist nach seinen Worten ab Ende November möglich. Allerdings sollten Freizeitgärtner frostige Tage vermeiden, sonst kann es an den Schnittstellen zu Schäden kommen. „Bei entsprechender Witterung ist die Pflege der Obstbäume auch noch im Februar möglich", erläutert Gärtner weiter. Mit Rücksicht auf die heimische Vogelwelt sind kräftige Rückschnitte zwischen März und September hingegen untersagt.

Gekonnt schneiden mit dem richtigen Werkzeug

Mit hochwertigen Werkzeugen gelingt die Pflege der Obstbäume einfach, schnell und sicher. Eine gute Garten- oder Astschere ist für dünnere Äste geeignet, bei kräftigem Geäst kommt eine leichte Motorsäge zum Einsatz. Für Obstbäume ist zudem ein Hochentaster wie das Akku-Modell HTA 50 von Stihl hilfreich. Damit ist es möglich, bequem bis in die Krone hinein zu arbeiten, bei gleichzeitig festem Stand auf dem Boden. Im Fachhandel erhalten Gartenfreunde eine individuelle Beratung, Adressen aus der eigenen Region finden sich etwa unter www.stihl.de. Gartenbesitzer, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt, nutzen das anfallende Schnittgut weiter. Dünne Äste zum Beispiel lassen sich häckseln und für den Kompost, das Befüllen von Hochbeeten oder die Beetabdeckung verwenden. Stärkere Äste werden getrocknet und kommen später als Brennmaterial zum Einsatz. Eine weitere Idee: Mit Totholz und Laub ein stilles Winterquartier für Igel und andere Kleintiere im Garten schaffen.


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