• Ratgeberbox
  • Bauen, Wohnen & Garten
  • Nicht warten, sondern sich schon jetzt beraten lassen - Heizungsplanung: Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten für Hausbesitzer

Nicht warten, sondern sich schon jetzt beraten lassen - Heizungsplanung: Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten für Hausbesitzer

Samstag, 24.08.2024 |
Welches regenerative Heizungssystem im Neubau und im Bestand jetzt das effizienteste ist und welche Fördermittel es dafür gibt, wissen am besten die Heizungsbauer vor Ort.
Welches regenerative Heizungssystem im Neubau und im Bestand jetzt das effizienteste ist und welche Fördermittel es dafür gibt, wissen am besten die Heizungsbauer vor Ort.
© DJD/Allianz Freie Wärme/ZVSHK

(DJD). Seit Anfang 2024 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG), oft als "Heizungsgesetz" bezeichnet. Welche Optionen bietet es für Neubau und Modernisierung? Was hat es mit der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) auf sich? Hier die wichtigsten fünf Fragen und Antworten:

1. Was gilt im Neubau?

In Neubauten dürfen nur noch Heizungen installiert werden, die auf einem 65-prozentigen Anteil Erneuerbarer Energien (EE) basieren. Hierzu zählen Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Gas- oder Ölheizungen, die klimafreundliche Energieträger nutzen, Wärmepumpe-Hybridheizungen in Kombination mit einem Öl-/Gasbrennwertkessel und die Solarthermie. Kamin- und Kachelöfen auf Basis nahezu CO2-neutraler Holzenergie sind ebenso möglich.

2. Was gilt im Bestand?

Es besteht keine generelle Austauschpflicht der Heizung, ein weiterer Betrieb und Reparaturen sind erlaubt. Ist die Heizung irreparabel kaputt, können die für den Neubau geltenden 65-Prozent-Optionen für eine Modernisierung gewählt werden. Nach einer Fachberatung darf man mit effizienter Brennwerttechnik auch flüssige oder gasförmige Energieträger nutzen, wenn beginnend ab 2029 der EE-Anteil erhöht wird. Holzfeuerstätten als Hybridlösung mit Wärmepumpe oder Wassertasche als Wärmespeicher sind weiterhin möglich.

3. Welche Fördermittel gibt es?

Die Fördermittel für Einzelmaßnahmen zur Heizungsmodernisierung im selbst genutzten Einfamilienhaus werden in der Summe bis zu 70 Prozent der Investitionskosten gewährt. Dabei gilt ein Höchstbetrag für förderfähige Kosten von 30.000 Euro, der maximale Förderbetrag für Wärmepumpen beläuft sich auf 21.000 Euro. Für die Installation einer Pelletheizung gibt es bis zu 21.000 Euro plus 2.500 Euro Emissionsminderungszuschlag. Infos: www.intelligent-heizen.info.

4. Was hat es mit der KWP auf sich?

Viele Städte und Gemeinden befassen sich mit der Kommunalen Wärmeplanung. Sie ist für zahlreiche Kommunen zwar verpflichtend, die Ergebnisse aber sind rechtlich unverbindlich und wirken sich nicht auf eigene Modernisierungsmaßnahmen aus. Infos: www.freie-waerme.de.

5. Soll ich auf die KWP warten?

Andreas Müller, Geschäftsführer Technik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), hat darauf eine klare Antwort: "Jede jetzt von Hausbesitzern vollzogene Heizungsmodernisierung mit GEG-konformer Heizungstechnik zahlt sofort auf den Klimaschutz ein." Dabei sollte man sich von Fachleuten aus dem Heizungsbau beraten lassen: "Sie wissen, welches Heizungssystem das effizienteste ist und welche Fördermittel es gibt." Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), schließt sich der Empfehlung an: "Die heizungstechnischen Lösungen für die Wärmewende sind alle vorhanden.


Das könnte Sie auch interessieren

Auf der Seebühne in Magdeburg wartet die wohl härteste Herausforderung der gesamten Sommer-Staffel auf Steffen Henssler. Beim traditionellen „Coach-Special“ treten keine Promi-Hobbyköche gegen den Gastgeber an, sondern echte Schwergewichte der Gastronomie: Lucki Maurer, Ralf Zacherl und Max Stiegl fordern den Koch-King heraus. Die Spielregeln versprechen pure... weiterlesen

(DJD). Egal ob mediterranes Flair, raue skandinavische Küstenstreifen oder atemberaubende Bergpanoramen: Ein Urlaub auf vier Rädern bietet die Freiheit, sich mitten in der Natur zu bewegen und das persönliche Wunschziel intensiv zu erkunden. Immer mehr Menschen schätzen die Flexibilität, die ihnen ein Wohnmobil oder Wohnwagen bietet. Unmittelbare Nähe zur Natur... weiterlesen

Die fünfte und letzte Staffel von „Babylon Berlin“ steht ab 10.09.2026 vollständig in der ARD Mediathek zum Abruf bereit, bevor Das Erste am 19. & 25. September die TV-Ausstrahlung übernimmt.
© Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film/BDA Creative/Hintergrund KI-generiert

Der letzte Akt: Die finale Staffel von „Babylon Berlin“ ab 10. September in der ARD Mediathek

Nach zehn Jahren, fünf Staffeln und weltweiten Erfolgen steuert die deutsche Ausnahmeserie auf ihren dramatischen Höhepunkt zu. Die von Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer inszenierte fünfte Staffel basiert frei auf Motiven von Volker Kutschers Roman „Märzgefallene“ und führt das Publikum direkt in die Schicksalswochen von Januar bis... weiterlesen

Tragikomischer Humor, charmante Improvisationskunst und ein herausragendes Ensemble: Am 10. September 2026 kommt die französische Historien-Komödie „Nur ein kleines bisschen Glück“ in die deutschen Kinos. In der Hauptrolle brilliert Comedy-Star Benoît Poelvoorde als stolpernder Lebenskünstler, der im Chaos der 1940er-Jahre versucht, seine Familie mit den... weiterlesen

(DJD). Kunst zwischen Rheinpromenade und Szenevierteln: Düsseldorf lädt dazu ein, den Dreiklang von Urbanität, Kunst und Kultur als Einheit zu erleben. Wer sich auf einen Streifzug durch die vielen Museen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt begibt, entdeckt internationale Meisterwerke, Gegenwartskunst und überraschende Perspektiven – oft nur wenige... weiterlesen

Ein aufwühlendes, kompromissloses Drama über Machtmissbrauch, gesellschaftliche Mitschuld und den wahren Wert von Zustimmung: Die Busch Media Group bringt mit „Die Einwilligung“ eine erschütternde Aufarbeitung nach wahren Begebenheiten ins Heimkino. Ab dem 10. September 2026 ist das intensiv inszenierte Meisterwerk auf DVD, Blu-ray sowie digital... weiterlesen