Nachhaltig dämmen: Bei der energetischen Sanierung zählt die gesamte Ökobilanz

Die Fassadendämmung ist einer der wichtigsten Schritte, um im Eigenheim Energie zu sparen.
Die Fassadendämmung ist einer der wichtigsten Schritte, um im Eigenheim Energie zu sparen.
© djd/FSDE/BASF

(djd). Wenn Eigenheimbesitzer die energetische Sanierung ihres Zuhauses planen, ist neben dem "Ob" das "Wie" die entscheidende Frage. Die Auswahl des zu verwendenden Dämmmaterials entscheidet ganz wesentlich über die erzielbare Energieersparnis, die Langlebigkeit und die Robustheit der wärmegedämmten Fassade.

Gut gedämmt für 40 Jahre und mehr

Nur auf die Herstellung des Dämmmaterials zu schauen, greift zu kurz. Ebenso wichtig sind Faktoren wie die erwartbare Lebensdauer und die Dämmleistung, die positiv auf das Klima, aber auch auf die eigenen Heizkosten Einfluss nimmt. Verbraucher finden bei diesen Fragen Unterstützung durch qualifizierte Energieberater und das örtliche Fachhandwerk. Sehr häufig fällt die Wahl auf expandiertes Polystyrol (EPS). Der Hartschaum wurde in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und ist eine moderne, nachhaltige Dämmstofflösung. Bei einer vorschriftsmäßigen Verarbeitung durch Fachleute hält eine entsprechend gedämmte Fassade 40 Jahre und deutlich länger.

Recycling trägt zu positiver Energiebilanz bei

Neue Entwicklungen machen die Dämmung noch nachhaltiger. Dank dem sogenannten Biomassen-Bilanzverfahren ist es möglich, fossile Rohstoffe durch erneuerbare Materialien zu ersetzen. Das spart wertvolle Ressourcen und verbessert nochmals die Kohlendioxidbilanz. Unter www.mit-sicherheit-eps.de gibt es ausführliche Informationen dazu. Doch was passiert nach der Nutzung? Heutige EPS-Dämmstoffe sind komplett recycelbar. Baustellenabschnitte werden zum Beispiel gesammelt und der Produktion von neuen Dämmstoffen wieder zugeführt. In dem PS-Loop-Projekt etwa arbeitet die Industrie an einem Recycling für alte Dämmmaterialien mit dem Flammschutzmittel HBCD. Das Flammschutzmittel wird bei diesem Verfahren vom Dämmmaterial getrennt und zerstört. Das recycelte Polystyrol kann wieder in der Produktion eingesetzt werden. Eine entsprechende Anlage ist bereits im Bau. Auch das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) bestätigt in einer aktuellen Studie, dass EPS bereits jetzt, vor allem aber auch mit Blick auf die zukünftigen Entsorgungswege, ein ökologisch sinnvoller Dämmstoff ist: In den Bauteilen, in denen ausschließlich Dämmstoffplatten eingesetzt wurden, schnitt es laut Untersuchung am vorteilhaftesten ab.


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