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Mumie, Bücherschatz und Festspiele: Die Region St. Gallen-Bodensee lockt mit einem vielfältigen Kulturangebot

Dienstag, 03.05.2016 |
Das ehemalige Benediktinerstift in St. Gallen mit seiner Kathedrale und der Bibliothek aus dem Barock.
Das ehemalige Benediktinerstift in St. Gallen mit seiner Kathedrale und der Bibliothek aus dem Barock.
© djd/St. Gallen-Bodensee Tourismus

(djd). Ein Schatz an uralten Handschriften und Büchern, barocke Architektur und eine ägyptische Mumie - das sind nur drei Gründe, warum die Schweizer Region St. Gallen-Bodensee ein Anziehungspunkt für Kulturliebhaber ist. Die Gegend zwischen südlichem Bodenseeufer und Appenzeller Alpen ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern bietet ein breites Spektrum an kulturellen Höhepunkten. Das ehemalige Benediktinerstift St. Gallen, dessen Geschichte mit einer Einsiedelei des irischen Mönchs Gallus um das Jahr 612 beginnt, galt im frühen Mittelalter als Schreibstube Europas. "Der Stiftsbezirk mit Kathedrale und Bibliothek gehört seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe, schließlich zählte er früher zu den wichtigsten kulturellen Zentren des Abendlandes", erklärt Beate Fuchs, Reiseexpertin vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. 

Zwischen Magie und Medizin

Die Stiftsbibliothek mit ihrem Bestand von 170.000 Schriftstücken - darunter Originalhandschriften wie der berühmte St. Galler Klosterplan - ist nicht nur die älteste in der Schweiz, sondern mit ihrem im Spätbarock erbauten Saal wohl auch eine der schönsten. Aber nicht nur ein wertvoller Bücherschatz, sondern auch die Mumie der Schepenese in ihrem Doppelsarg ist seit dem 19. Jahrhundert hier beheimatet. Der Barocksaal und die wechselnden Ausstellungen lassen sich bei einer Führung oder mit Hilfe eines Audio-Guides entdecken. Unter dem Titel "Abracadabra - Medizin im Mittelalter" bietet die aktuelle Schau bis zum 6. November 2016 einen Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter. Die Besucher erfahren unter anderem, wie eng die Verbindung zwischen Magie und Medizin war. So entstammt der als Zauberspruch bekannte Begriff Abracadabra einer alten St. Gallener Handschrift. Man verwendete ihn im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Malaria, die damals im Alpenraum noch grassierte. Unter www.st.gallen-bodensee.ch gibt es alle aktuellen Termine und weitere Informationen zur Region.

St. Galler Festspiele mit Operndrama

Seit zehn Jahren ist der Klosterhof des Stiftbezirks Schauplatz der St. Galler Festspiele mit hochrangigen Opern-, Konzert- und Tanzhighlights. Im Sommer 2016 wird auf der Freiluftbühne "Le Cid", ein französisches Operndrama von Jules Massenet, aufgeführt. Das vielfältige Kulturleben von St. Gallen hat einen weiteren Mittelpunkt in der Altstadt mit ihren reich verzierten Häusern. Dort steht unter anderem das Textilmuseum, das sich der bedeutenden Stoff- und Stickereitradition der Region widmet.

Die wichtigsten Termine 2016

(djd). St. Gallen lockt mit einem breiten Spektrum an kulturellen Highlights. Eine Auswahl: 

  • 5. bis 7. Mai: Musicaltage am Theater St. Gallen mit drei Musicals an einem Wochenende (Flashdance, West Side Story und die Weltpremiere von Don Camillo & Peppone)
  • 24. Juni bis 8. Juli: St. Galler Festspiele
  • 5. bis 23. Juli: Kulturfestival im Historischen Museum und Völkerkundemuseum mit Soul-, Jazz-, Folk- und World Music-Konzerten. 
  • 10. September: 12. Museumsnacht 

Unter www.st.gallen-bodensee.ch gibt es weitere Termine und spezielle Kultur-Pauschalangebote.


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