Läuse durch Selfies - Die Krabbeltiere gelangen durch direkten Kontakt auf den nächsten Kopf

Freitag, 11.08.2017 |
Selfies sind nicht nur Mädchensache: Auch Jungs lichten sich mit einem Schnappschuss gerne selbst ab.
Selfies sind nicht nur Mädchensache: Auch Jungs lichten sich mit einem Schnappschuss gerne selbst ab.
© djd/www.laeuseschreck.de

(djd). Ein alltägliches Bild: Teenies nehmen sich in den Arm, stecken die Köpfe zusammen - und einer der beteiligten Jugendlichen macht mit seinem Smartphone von der Szene einen Schnappschuss. Die so beliebten Selfies bergen allerdings eine ganz besondere Gefahr, Läuse können dabei durch direkten Haarkontakt auf den nächsten Kopf wandern.

Von den Krabbeltieren werden neben acht- bis elfjährigen Kindern deshalb zunehmend auch weibliche Teenager befallen, warnte Prof. Hermann Feldmeier vom Institut für Mikrobiologie und Hygiene an der Berliner Charité im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Eine Übertragung durch Textilien und Gegenstände sei zwar theoretisch ebenfalls denkbar, spiele aber praktisch keine Rolle, so der Experte. 

Wenn die Köpfe von Jugendlichen oder Kindern von Läusen befallen sind, äußert sich dies in starkem Juckreiz, die Betroffenen kratzen sich permanent an der Kopfhaut. Die hellgrauen bis braunen Insekten werden bis zu sechs Millimeter lang. Sie können weder springen noch fliegen, mit ihren winzigen Klauen an den Beinen halten sie sich am Haar fest und bewegen sich krabbelnd fort. Läuse werden von einem Kopf zum anderen übertragen - beim Spielen, Schmusen oder eben beim Selfie-Machen suchen sie sich ein neues Zuhause. 

Ansteckungsgefahr reduzieren: Vorbeugung mit Haarspray und Shampoo 

Für Eltern bedeutet die Befreiung von den Krabbeltieren einigen Aufwand - umso sinnvoller ist es, einem Befall möglichst vorzubeugen. Wenn Eltern erfahren haben, dass es im Umfeld ihrer Kinder Kopfläuse gibt, können sie die Ansteckungsgefahr tatsächlich erheblich reduzieren - und zwar ganz ohne chemische Keule. Vom Anbieter Dr. phil. Gloystein etwa gibt es ein "Läuseschreck"-Haarspray und ein Shampoo. Beide Mittel wirken durch milde, ätherische Öle, die von Kopfläusen regelrecht "gehasst" werden. Die Parasiten werden sich dann gar nicht erst auf dem Kopf einnisten. Haarspray und Shampoo gibt es in der Apotheke oder im Online-Shop unter www.laeuseschreck.de, beide Produkte sind im Übrigen keine Arzneimittel. Auf der Website findet man auch ein umfangreiches Läuse-Lexikon mit allen Informationen zum Ungezieferbefall und zur Vorbeugung.

Kopfläuse entdeckt? Dann ist der Gang zum Arzt unvermeidlich

Falls Eltern glauben, auf dem Kopf ihrer Kinder Kopfläuse entdeckt zu haben, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Denn die Parasiten müssen mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bekämpft werden. Experimente mit Hausmitteln sollte man gerade bei Kindern vermeiden, denn hier kommt es darauf an, dass der Läusebefall möglichst schnell und effektiv beseitigt wird - sonst steigt das Risiko einer Ansteckung anderer Kinder.

Kleines Kopflaus-Lexikon

(djd). Wissenswertes zu den Parasiten (Quelle: www.laeuseschreck.de):

  • Der Körper von Kopfläusen ist etwa zwei bis sechs Millimeter lang. Die Körperfarbe ist meist rot-bräunlich oder auch hellbraun. An den Enden ihrer Beine haben sie ein krallenartiges Greifwerkzeug, das perfekt menschliches Haar umschließen kann.
  • Kopfläuse haben eine Lebensdauer von bis zu sechs Wochen.
  • Kopfläuse können weder springen noch fliegen oder schwimmen. Der einzige Weg, von Mensch zu Mensch zu gelangen, ist ein direkter Kontakt zwischen den beiden Menschen, sodass die Läuse hinüber kriechen oder fallen können.
  • Ein Läuseweibchen legt am Tag etwa fünf Eier am Haaransatz ab. Nach ein paar Tagen schlüpfen daraus Larven, die sich dann auch wieder vermehren können.

 


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