Kraut der Unsterblichkeit: Jiaogulan, den chinesischen Ginseng, im eigenen Garten anbauen

Jiaogulan wird auch als chinesischer Ginseng oder "Kraut der Unsterblichkeit" bezeichnet.
Jiaogulan wird auch als chinesischer Ginseng oder "Kraut der Unsterblichkeit" bezeichnet.
© djd/Rühlemann´s Kräuter und Duftpflanzen

(djd). Die chinesische Provinz Guizhou ist bekannt für ihre hohe Zahl an über Hundertjährigen. Dies führt man zurück auf den regelmäßigen Genuss eines Aufgusses aus den Blättern der dort wild wachsenden Pflanze "Xiancao" - was so viel heißt wie "Kraut der Unsterblichkeit". In Europa ist das Rankgewächs bekannt als Jiaogulan (gesprochen: Dschiau-gu-lan) und wird häufig auch als Anti-Aging-Kraut bezeichnet, weil es eine ähnliche vitalisierende Wirkung hat wie Ginseng.

Anti-Aging-Kraut selbst anbauen

Obwohl Jiaogulan zu einer anderen Pflanzenfamilie gehört wie Ginseng, enthält es doch die gleichen Inhaltsstoffe. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten sogar nachweisen, dass Jiaogulan dreimal so viele Saponine wie Ginseng enthält. Doch anders als Ginseng, dessen Wurzel erst nach fünf bis sieben Jahren geerntet werden kann, lässt sich Jiaogulan im Garten viel leichter kultivieren und kann sogar im Blumentopf gezogen werden. Geerntet werden aber nicht die Wurzeln, sondern die frischen Blätter und jungen Triebe. Während die zarten Triebspitzen mit ihrem lakritzartigen Geschmack sehr gut an Salate passen, lässt sich aus den Blättern ein angenehm schmeckender Tee aufbrühen. Jungpflanzen sind im Versandhandel unter www.kraeuter-und-duftpflanzen.de erhältlich.

Gut winterhart

Daniel Rühlemann, der in Norddeutschland eine große Kräutergärtnerei betreibt, hat die Erfahrung gemacht, dass Jiaogulan an einem geschützten Platz im Garten auch in Deutschland gut durch den Winter kommt. Er empfiehlt, Jiaogulan in gute, lockere Erde an einem sonnigen oder halbschattigen Standort zu pflanzen. "In Lagen mit strengem Winterfrost ist aber ein geschützter Platz in der Nähe der Hauswand vonnöten, damit es ab Mai mit dem Neuaustrieb direkt aus der Erde auch klappt", so der Kräuterexperte. Die ausdauernde, rankende Pflanze lasse sich im Frühjahr zudem leicht durch Teilung der Rhizome vermehren. Die bis zu zwei Meter langen Ranken könne man am Boden kriechen, aber auch an einem Zaun oder einer Rankhilfe emporranken lassen. Das habe den Vorteil, dass das Erntegut später sauberer sei.

Tipp: Jiaogulan-Sekt

(djd). Man nehme ein paar Jiaogulan-Ranken, die vorher gewaschen und trocken getupft wurden, wringe diese so stark wie möglich aus, gebe das zerknüllte Jiaogulan in ein Glasgefäß, fülle es mit einer Flasche gut gekühltem Sekt auf und zerdrücke das mit Sekt bedeckte Kraut nochmals mit einem Löffel. Wichtig ist, dass möglichst viele Blatt- und Stängelzellen zerplatzen. Auch kurzes Einfrieren hilft. Dann stelle man das Ganze für ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank, stampfe und drücke noch ein letztes Mal und gebe das grüne Gebräu durch ein feines Sieb in eine Karaffe - fertig. Jiaogulan-Sekt hat einen einzigartigen Geschmack und darf auf einer Geburtstagsparty zum Hundertsten nicht fehlen. Mehr Tipps gibt es unter www.kraeuter-und-duftpflanzen.de.


Das könnte Sie auch interessieren

Das Bild zeigt ein Glas mit Wasser und frischem Tannengrün. Darauf platziert eine Lichterkette.
© AdventsShopping / Erstellt mit Hilfe von KI

Skandinavischer Adventszauber: So holst du dir Hygge ins Wohnzimmer

Wenn die Tage kürzer werden und das Licht weicher schmilzt, sehnen wir uns nach diesem einen Gefühl: Hygge. Der skandinavische Einrichtungsstil für die Weihnachtszeit ist weit mehr als nur ein Trend – es ist eine Lebensphilosophie, die dein Wohnzimmer in eine Ruheoase verwandelt. Schluss mit überladener Deko und grellen Farben; wir setzen in diesem Jahr auf... weiterlesen

Sie haben mehrere Tausend Euro in einen modernen Kamin investiert – und heizen trotzdem nicht mehr? Damit sind Sie nicht allein: Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass fast jeder vierte Kaminbesitzer in Deutschland die Freude am eigenen Feuer verloren hat. 22 Prozent nutzen ihre Feuerstätte nach eigenen Angaben nicht mehr. Der Grund ist meist nicht der Kamin selbst, sondern... weiterlesen

(DJD). Ein Zuhause ist viel mehr als eine Handvoll Steine und Beton. Die eigenen vier Wände spiegeln zugleich die eigene Persönlichkeit wider. Wandfarben und Teppiche tragen ebenso zu einem stimmigen Gesamtbild bei wie das Möbeldesign und vermeintlich kleine Details der Dekoration. Um mit dem eigenen Stil aus einer beliebigen Wohnung etwas höchst Individuelles zu machen,... weiterlesen