Keuchhusten kennt keine Altersgrenze: Vermeintliche Kinderkrankheiten nicht unterschätzen, sondern vorbeugen

Die Mehrheit der Keuchhustenpatienten ist über 18 Jahre, ein Drittel sogar über 60. Sie haben oft mit einem besonders langwierigen Krankheitsverlauf zu kämpfen.
Die Mehrheit der Keuchhustenpatienten ist über 18 Jahre, ein Drittel sogar über 60. Sie haben oft mit einem besonders langwierigen Krankheitsverlauf zu kämpfen.
© djd/GlaxoSmithKline

(djd). Kultur genießen, sportlich aktiv und für die Kinder und Enkel da sein – Best Ager im Alter von 60+ sind heutzutage vitaler denn je. Sie wollen aktiv sein und mit Familie, Partner und Freunden unbeschwert das Leben genießen. Die wichtigste Voraussetzung für Lebensfreude im Alter ist Gesundheit. Entsprechend achten die meisten Älteren darauf, fit zu bleiben. Viele leben bewusst, ernähren sich ausgewogen und beugen Erkrankungen, so gut es geht, vor.

Viele Betroffene sind über 60

Bei aller Vorsorge werden jedoch manche Risiken übersehen, vor denen sich viele fälschlicherweise geschützt fühlen, beispielsweise Keuchhusten. Entgegen der verbreiteten Annahme ist dies keine Kinderkrankheit. Sie macht nicht vor denen Halt, die ein gewisses Alter überschritten oder die Krankheit als Kind durchgestanden haben. Zuletzt war die Mehrheit der Betroffenen über 18 Jahre, fast ein Drittel davon älter als 60 Jahre. Keuchhusten überträgt sich per Tröpfcheninfektion und ist in jedem Alter hochansteckend. Er äußert sich durch Fieber, Schnupfen und die typischen krampfartigen Hustenattacken, die bis zu sechs Wochen andauern können.

Für ältere Patienten kann Keuchhusten besonders gefährlich sein: 40 Prozent müssen mit Komplikationen wie etwa Rippenbrüchen oder Lungenentzündungen rechnen. Da bei Erwachsenen der Verlauf meist atypisch ist, wird die Infektion häufig nicht erkannt. Die Betroffenen leiden dann vielfach über einen sehr langen Zeitraum an hartnäckigem trockenen Husten. Die Gefahr ist umso größer, da das Immunsystem mit den Jahren schwächer wird. Tatsächlich sind zwei Drittel der älteren Erwachsenen unzureichend gegen Keuchhusten geschützt. Einen Schutz kann eine Auffrischimpfung bieten, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Daher ist es ratsam, seinen Impfstatus zu prüfen und beim nächsten Arztbesuch nachzufragen, wie man sich am besten schützen kann. Unter www.impfen.de gibt es weitere Tipps und Informationen.

Für sich und andere auf Hygiene achten

Auch bekannte Hygienemaßnahmen wie Abstand halten oder Husten- und Niesetikette tragen dazu bei, sich und andere vor Ansteckung zu bewahren. Außerdem sollten Räume regelmäßig gelüftet und Oberflächen mit üblichen Haushaltsreinigern gründlich gesäubert werden. Besonders wichtig ist das für jene, die selbst nicht geimpft werden können – etwa Immungeschwächte oder Neugeborene bis zum zweiten Lebensmonat. Für letztere kann Keuchhusten schwere Folgen haben bis hin zu Atemstillstand. Für enge Kontaktpersonen wie Eltern, Geschwister und auch Großeltern empfiehlt die STIKO deshalb auch eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten bis vier Wochen vor der Geburt.


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