Kellerausbau: Gesundes Wohnklima durch automatische Wohnungslüftung

Eine kleine Öffnung in der Mauer genügt, um in Kellerräumen durch eine automatische Wohnungslüftung ein gesundes und angenehmes Raumklima zu schaffen.
Eine kleine Öffnung in der Mauer genügt, um in Kellerräumen durch eine automatische Wohnungslüftung ein gesundes und angenehmes Raumklima zu schaffen.
© djd/Wärme+/Vaillant

(djd). Nicht nur in den Metropolregionen, auch in kleineren Städten und Gemeinden ist Wohnraum knapp und teuer. Für Besitzer eines unterkellerten Eigenheims lohnt es sich daher, über einen Ausbau der Kellerräume nachzudenken. In vielen Fällen lassen sich Wohnräume, Hobbyräume oder ein zusätzliches Spielzimmer schaffen, auch die private Sauna findet hier Platz. "Da in Kellern häufig nur wenige und zudem kleine Fenster vorhanden sind, sollte man vor dem Kellerausbau über die Installation einer kontrollierten Wohnraumlüftung nachdenken", sagt Thomas Miksch von der Initiative Wärme+. So ist der erforderliche Luftwechsel ohne manuelle Fensterlüftung kontinuierlich sichergestellt und es herrscht zuverlässig ein gesundes Raumklima.

Luftfeuchtigkeit und Schadstoffe rechtzeitig abführen

Eine kontrollierte Lüftung mindert zudem das Schimmelrisiko im Keller, da feuchtebelastete Luft, die an den kalten Außenwänden kondensieren kann, rechtzeitig abgeführt und gegen frische Luft ausgetauscht wird. Insbesondere beim Einbau eines separaten Badezimmers oder einer Dusche für die Sauna ist dies laut Thomas Miksch wichtig. Moderne Lüftungsanlagen arbeiten vollautomatisch. Sensoren überwachen dabei den Feuchtegehalt der Raumluft stetig und steuern die Geräte entsprechend. Feuchtigkeit und Schadstoffe werden rechtzeitig nach außen abgeführt. Zugleich sorgen Filter dafür, dass Blütenpollen und Staub aus der Außenluft nicht in die Räume gelangen. Für Menschen, die anfällig für Allergien sind, ist dies ein großer Pluspunkt.

Dezentrale Anlagen lassen sich einfach nachrüsten

Dezentrale Lüftungsgeräte benötigen nichts weiter als einen Stromanschluss für den Ventilator und die Steuerungstechnik sowie eine freie Außenwand zur Direktmontage. Weitere Lüftungskanäle sind nicht erforderlich. Sie eignen sich daher besonders gut in der Nachrüstung. Damit die Anlagen passend zur Raumgröße und dem energetischen Gebäudezustand richtig dimensioniert werden und zuverlässig funktionieren, sollte die Planung und Installation einem Fachbetrieb überlassen werden. Unter www.waerme-plus.de/wohnungslueftung gibt es mehr Tipps und Hinweise zum Thema.

Verzicht auf manuelle Fensterlüftung kann Einbruchsrisiko senken

Thomas Miksch weist auf einen weiteren vorteilhaften Nebeneffekt durch den Verzicht auf manuelle Fensterlüftung hin: Er kann das Einbruchsrisiko im Haus senken. Schlecht gesicherte oder nicht verschlossene Kellerfenster sind ein häufiger Angriffspunkt für Einbrecher. Wenn sie für die Lüftung nicht geöffnet werden müssen, können sie mit entsprechenden Verschlüssen oder zusätzlichen Schlössern gesichert werden. So finden Langfinger hier keine Schwachstelle mehr.

Energieeffiziente Kellerlüftung mit Wärmerückgewinnung

(djd). Lüftungsgeräte und -anlagen mit einer Wärmerückgewinnung sind besonders energieeffizient. "Sie können bis zu 90 Prozent der Wärme aus der Abluft zurückgewinnen", sagt Thomas Miksch von der Initiative Wärme+. Über Wärmetauscher wird der warmen Abluft Energie entzogen und an die kalte Zuluft übertragen, die dann vorgewärmt in die Räume gelangt. Weil die Heizung weniger Wärme erzeugen muss, lässt sich der Energieverbrauch der Heizung um bis zu 30 Prozent senken. Unter www.waerme-plus.de/wohnungslueftung gibt es weitere Informationen zur kontrollierten Wohnungslüftung.


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