Hoch hinaus in der Ausbildung: Dachdeckerhandwerk verbindet vielseitige Tätigkeit mit sicheren Perspektiven

Der 16-jährige Leon Hain ist von seiner Berufswahl überzeugt: "Als Dachdecker sieht man jeden Abend, was man am Tag geleistet hat."
Der 16-jährige Leon Hain ist von seiner Berufswahl überzeugt: "Als Dachdecker sieht man jeden Abend, was man am Tag geleistet hat."
© djd/dachdeckerdeinberuf.de

(djd). Wer würde beim Stichwort "Dachdecker" als erstes an Drohnen denken? Und doch setzen die Handwerker zunehmend ferngesteuerte Fluggeräte ein, um etwa Schäden an einer Dachkonstruktion zu erkennen. Auch die Planung von anspruchsvoller Technik wie Photovoltaik-Anlagen oder die Realisierung einer Dachbegrünung gehört in diesem Handwerkszweig zum Tagesgeschäft - gerade diese Vielseitigkeit des Berufs reizt Azubis wie den 16-jährigen Leon Hain. Er befindet sich bei einem Betrieb im hessischen Villmar im ersten Ausbildungsjahr und ist sicher, damit die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Das Coolste ist einfach, am Ende des Tages zu sehen, was man geschafft hat", erklärt der angehende Dachdecker und Jugendbotschafter, der andere Schulabgänger über die Vorteile dieses Ausbildungsberufs informieren will. Denn Dachprofis sind gefragte Experten und verfügen auch nach der Ausbildung über sichere Job-Perspektiven sowie vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

Schwindelfreiheit ist gefragt

In der dreijährigen Ausbildung lernen angehende Dachdecker alle Facetten des Berufs kennen. Leon Hain empfiehlt, vorab ein Praktikum bei einem örtlichen Fachbetrieb zu absolvieren - so wie er es gemacht hat. "Das hat mir wirklich gut gefallen und da habe ich festgestellt: Das ist genau das, was ich machen will." Faszinierend findet er es immer wieder, wenn es - gut abgesichert, versteht sich - hoch hinaus aufs Dach geht. "Schwindelfreiheit, handwerkliches Geschick und Teamfähigkeit sind in jedem Fall gefragt", antwortet der Azubi auf die Frage nach wichtigen Eingangsvoraussetzungen. Auch räumliches Vorstellungsvermögen, gute Mathekenntnisse sowie etwas Sportlichkeit können nicht schaden. "Die Haupthebe- und Tragearbeit macht inzwischen der Kran, aber die Ziegel müssen trotzdem noch per Hand von der einen Dachseite zur anderen transportiert werden", erklärt der Azubi weiter.

Gute Bezahlung und sichere Zukunftsaussichten

Aktuell lernen bundesweit gut 6.600 Azubis den Dachdeckerberuf - eine steigende Tendenz zwar, aber noch zu wenig. "Für Bewerber und Ausbildungsabsolventen bedeutet das, dass sie von sehr guten Berufsaussichten und einem krisensicheren Job ausgehen können", meint Claudia Büttner, Pressesprecherin beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Ein weiteres Argument für die Ausbildung sei die sehr gute Bezahlung mit 650 Euro im ersten und bis über 1.000 Euro im dritten Lehrjahr. Nach dem erfolgreichen Abschluss stehen den Azubis viele Möglichkeiten offen. Auch für Leon Hain ist schon heute klar: "Nach der Ausbildung folgt bei mir bestimmt noch die Weiterbildung zum Meister."

Ausbildungsbotschafter gesucht

(djd). Informationen und Eindrücke aus erster Hand sind immer am besten. Deshalb will das Dachdeckerhandwerk nun die eigenen Azubis mit ihren Erfahrungen, Meinungen und Herausforderungen in der Ausbildung zu Wort kommen lassen. Gesucht werden bundesweit sogenannte Jugendbotschafter -  junge Dachdecker, die mit kurzen Smartphone-Videos über ihren vielseitigen Beruf berichten möchten. Die Inhalte werden über Social-Media-Kanäle verbreitet und sollen den Beruf mit seinen attraktiven Perspektiven bei Schulabgängern wieder bekannter und populärer machen. Mehr Infos gibt es unter www.dachdeckerdeinberuf.de.


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