Gut hören in jedem Alter: Warum regelmäßige Tests schon bei Kindern und Teenies sinnvoll sind

Moderne Hörgeräte sind heute so klein, dass sie teilweise nicht mehr von außen zu sehen sind.
Moderne Hörgeräte sind heute so klein, dass sie teilweise nicht mehr von außen zu sehen sind.
© djd/Phonak

(djd). Der regelmäßige Hörtest ist nur etwas für ältere Semester? Nein, denn Hörminderungen können in jedem Alter auftreten. Sie können ganz unterschiedliche Ursachen haben - in der Regel haben sie aber eines gemeinsam: Sie bleiben oft zu lange unbemerkt. Schon bei den Kleinsten lohnt es sich deshalb, genau zu beobachten, wie gut ihr Hören funktioniert. Und auch Teenie-Ohren brauchen besondere Aufmerksamkeit.

  • Babys: Zu den gesetzlichen Kassenleistungen gehört das sogenannte Hör-Screening für Neugeborene. Kurz nach der Geburt wird im Krankenhaus oder beim Ohrenarzt geprüft, ob die Sinneszellen im Ohr auf akustische Reize reagieren. Dieser Test ist absolut schmerzfrei und sehr präzise, wenn es darum geht, angeborene Hörfehler auszuschließen.
  • Kleinkinder: "Kinder, die nicht richtig hören, können auch nicht richtig sprechen lernen", erklärt Nazan Yakar, Leiterin der Abteilung Pädakustik des Hörgeräte-Herstellers Phonak. Bei kleinen Kindern sind es vor allem häufige Erkältungen und Mittelohrentzündungen, die das Hörvermögen einschränken. Manchmal bleibt ein sogenannter Paukenerguss. Dabei verfestigt sich Sekret im Mittelohr. Geräusche kommen nur noch gedämpft an. Erfolgt keine Therapie (medikamentös oder operativ), kann es zu verzögerter Sprachentwicklung kommen. "Hier sollten Eltern sehr aufmerksam sein", rät Nazan Yakar.
  • Schul-Starter: In einem lauten Klassenzimmer konzentriert mitzuarbeiten, ist bereits bei gesundem Gehör eine Leistung. Kinder mit einer Hörminderung haben es noch schwerer, sich bei unruhiger Geräuschkulisse auf das Gesagte zu konzentrieren. So macht Lernen keinen Spaß. "Bei Schulschwierigkeiten ist ein Test beim Hörakustiker deshalb sinnvoll", so die Expertin.
  • Teenies: Smartphone und MP3-Player gehören bei Teenagern heute zu den Hauptursachen für Hörminderungen. Durch die Dauerbeschallung über Kopfhörer kann es an den Haarsinneszellen zu bleibenden Schäden kommen. Maximal 15 Minuten am Stück und nicht zu laut sollte über Kopfhörer Musik gehört werden.
  • 40 Plus: Das Hörvermögen nimmt mit dem Alter natürlicherweise ab. Deshalb sollte bereits ab 40 Jahren ein jährlicher Hörtest zum normalen Vorsorgeprogramm gehören. Stress, Durchblutungsstörungen oder ein zu hoher Blutdruck können sich ebenfalls negativ aufs Gehör auswirken. Je eher die Ursachen erkannt werden, desto besser lässt sich gegensteuern. Weitere Informationen, darunter auch ein Online-Hörtest, finden Interessierte unter www.phonak.de.

 

Ab wann braucht man ein Hörgerät?

(djd). Es gibt klassische Anzeichen für eine beginnende Hörminderung:

  • - Man hat das Gefühl, andere würden undeutlich sprechen.
  • - Es wird schnell anstrengend, sich in unruhiger Geräuschkulisse zu unterhalten.
  • - Man hört besser, wenn man dem Gesprächspartner auf den Mund schaut.
  • - Andere machen einen darauf aufmerksam, dass man sehr laut spricht.
  • - Radio und TV müssen lauter gestellt werden.

 

Die Ursachen sollten rasch vom Hörakustiker oder HNO-Arzt abgeklärt werden. Denn langfristig leidet die Lebensqualität erheblich. Weitere Infos gibt es unter www.phonak.de.


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