• Ratgeberbox
  • Geld & Recht
  • Gut haushalten mit dem Taschengeld: So können Eltern ihre Kinder schon früh an den Umgang mit Geld heranführen

Gut haushalten mit dem Taschengeld: So können Eltern ihre Kinder schon früh an den Umgang mit Geld heranführen

Klamotten, Smartphone, Disco: Schnell kommen da bei Teens hohe Kosten zusammen. Umso wichtiger ist eine solide Finanzerziehung, die frühzeitig für ein gesundes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben sensibilisiert.
Klamotten, Smartphone, Disco: Schnell kommen da bei Teens hohe Kosten zusammen. Umso wichtiger ist eine solide Finanzerziehung, die frühzeitig für ein gesundes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben sensibilisiert.
© djd/Geld und Haushalt

(djd). Sprichwörter haben nichts von ihrer Berechtigung verloren. Das Motto "Früh übt sich" etwa bestätigt sich, wenn es um den soliden und verantwortungsvollen Umgang mit Geld geht. Eltern können dazu frühzeitig die Weichen stellen, indem sie ihren Nachwuchs schon ab dem Grundschulalter Schritt für Schritt zur finanziellen Selbstständigkeit erziehen. Das Wirtschaften mit dem ersten Taschengeld trägt dazu entscheidend bei. Mit zunehmendem Alter und wachsender Eigenverantwortung ist ein zusätzliches Budgetgeld sinnvoll. Das ist für feste Ausgaben des täglichen Bedarfs, unter anderem für Kleidung und Schulmaterialien, gedacht.

Finanzerziehung fängt früh an

Wichtig ist dabei eines: "Eltern sollten ihre Kinder möglichst selbstständig entscheiden lassen, sie aber nicht komplett mit ihren Finanzen alleine lassen. Regelmäßig miteinander sprechen, das Ausgabeverhalten analysieren und daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen - erst so ergibt sich ein Lerneffekt", sagt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. Zur finanziellen Selbstständigkeit gehöre es aber auch, dass Teenager lernen müssten, mit den Folgen ihres Finanzverhaltens zu leben: Zu einem "Nachschlag", wenn die Kosten für Kino, Disco oder Smartphone aus dem Ruder laufen, sollten sich die Eltern deshalb nicht überreden lassen, so Dörr.

Ein Gefühl für Einnahmen und Ausgaben zu entwickeln, ist der erste Schritt zu einem guten, vorausschauenden Wirtschaften. Viele Tipps dazu gibt der "Budgetkompass für Jugendliche", der kostenfrei unter www.geld-und-haushalt.de erhältlich ist. Jugendliche ab dem Teenageralter erfahren hier, wie sie mehr Kontrolle über ihr Budget erhalten und wie sie beispielsweise systematisch sparen können, um sich auch mal größere Wünsche zu erfüllen.

Jobben und eigene Einnahmen erzielen

In der Broschüre erfahren die Jugendlichen zudem, wie sie schon während der Schulzeit durch kleine Jobs ihre Einnahmen verbessern können, ohne dass Hausaufgaben oder Freizeit darunter leiden, und was sie dabei rechtlich beachten sollten. Ebenso gibt es Infos zu den Rechten als Käufer, zu Vertragsverhältnissen und den Möglichkeiten und Risiken des bargeldlosen Bezahlens, gerade auch im Internet. Zusätzlich bildet die Taschengeldtabelle eine gute Basis für die "Budgetverhandlungen" in der Familie.

Wie viel Taschengeld soll es sein?

(djd). Wie viel Taschengeld Eltern ihren Kindern geben, ist immer eine individuelle Entscheidung - abhängig unter anderem vom Entwicklungsstand des Nachwuchses und der finanziellen Situation der Familie. Als Richtlinie gibt das Deutsche Jugendinstitut e. V. in Zusammenarbeit mit Geld und Haushalt diese Empfehlungen:

  • Unter 6 Jahren: 0,50 bis 1 Euro wöchentlich
  • 6 Jahre: 1 bis 1,50 Euro wöchentlich
  • 8 Jahre: 2 bis 2,50 Euro wöchentlich
  • 10 Jahre: 15 bis 17,50 Euro monatlich
  • 12 Jahre: 20 bis 22,50 Euro monatlich
  • 14 Jahre: 25 bis 30 Euro monatlich
  • 16 Jahre: 37,50 bis 45 Euro monatlich
  • 18 Jahre: 60 bis 75 Euro monatlich

 

 


Das könnte Sie auch interessieren

(djd). Der Chiemgau im südöstlichen Oberbayern ist mit seinen warmen Badeseen eine Bilderbuchlandschaft, die gerade für Familien mit Kindern spannende Naturerlebnisse und so manche Überraschung bereithält. Rund um den Waginger und Tachinger See grasen auf satten Wiesen nicht nur Kühe und Schafe, sondern mancherorts auch Lamas. In Begleitung der gutmütigen... weiterlesen

Die Flüchtlingskrise als Gegenstand einer Komödie - SAT.1 zeigt am 26.01.2021 um 20.15 Uhr noch einmal "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven: Bei den gutsituierten Hartmanns herrscht Chaos pur. Die Kinder sind bereits aus dem Haus und klettern mehr oder weniger die Karriereleiter hoch. Papa Richard (Heiner Lauterbach) hält an seinem... weiterlesen

"Deutschland sucht den Superstar 2021" geht am Dienstagabend bereits in die siebente Runde der Castingsshows. Heute (26. Januar 2021) müssen sich die DSDS-Fans wieder etwas gedulden, denn wegen eines RTL Aktuell Spezial zur Corona-Lage beginnt die Show erst um 20.30 Uhr. Auf dem DSDS-Castingschiff versammeln sich neben der DSDS-Jury mit Dieter Bohlen, Maite Kelly und Mike Singer wieder... weiterlesen

Wer im Dienst der Bundesrepublik Deutschland arbeiten möchte, braucht ein solides Grundlagenwissen.
© djd/Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung/Sosan Aslami

Beruflich gegen Hacker kämpfen: Dual bei der Hochschule und in Behörden studieren

(djd). Es klingt nach einem Bestseller-Krimi, ist aber doch Realität: Immer wieder greifen Hacker die deutsche Bundesregierung und die dazugehörigen Organe an. Im Mai 2015 beispielsweise wurde ein Fall publik, bei dem die gesamte IT-Struktur des Bundestags von außen lahmgelegt wurde. Computer waren mit Spionagesoftware infiziert, ebenso ein Rechner im Bundestagsbüro von... weiterlesen

Die Free-TV-Premiere "Wer ist Daddy?" läuft am 27.01.2021 um 20.15 Uhr bei ProSieben.
© HappySpots / Cover: Warner Bros (Universal Pictures)

Free-TV-Premiere "Wer ist Daddy?" am 27.01.2021 bei ProSieben

In der Free-TV-Premiere der Komödie "Wer ist Daddy?", die ProSieben am 27.01.2021 zeigt, begeben sich Owen Wilson und Ed Helms auf den verrücktesten Roadtrip ihres Lebens: Als die zweieiigen Zwillinge Kyle (Owen Wilson) und Peter Reynolds (Ed Helms) erfahren, dass ihr Vater noch am Leben ist und nicht - wie von ihrer Mutter behauptet - an Krebs starb, steht für die beiden eins... weiterlesen

(djd). Mit zunehmendem Alter wird vieles anstrengender und dadurch die Sehnsucht nach Komfort größer – ob beim Reisen, beim Schuhwerk oder bei der Matratze. Auch die Augen brauchen jetzt oft mehr Unterstützung. Denn altersbedingte Einschränkungen der Sehkraft reduzieren Kontraste, erhöhen die Blendempfindlichkeit und lassen die Sehorgane rascher ermüden.... weiterlesen