Geschichte auf Schritt und Tritt: Zu Besuch in Ellwangen und dem Alamannenmuseum

Die ökumenische Tür verbindet die Basilika St. Vitus mit der Evangelischen Stadtkirche.
Die ökumenische Tür verbindet die Basilika St. Vitus mit der Evangelischen Stadtkirche.
© djd/Stadt Ellwangen/Thomas Rathay

(djd). Der Zauber früherer Jahrhunderte ist überall in den verwinkelten Gassen spürbar. Bei einem Altstadtbummel durch Ellwangen an der Jagst trifft man auf beeindruckende Kirchen, Bürger- und Stiftsherrenhäuser mit geschwungenen Giebeln, figurengeschmückte Fassaden und kunstvolle Brunnen. Über 1.250 Jahre Geschichte haben die vom stolzen Schloss überragte Stadt geprägt und ein besonderes Ambiente geschaffen. Gäste können dort viele Kunst- und Bauschätze entdecken und dazwischen die schwäbische Gastlichkeit genießen. Eines der kulturellen Highlights Ellwangens ist das Alamannenmuseum, das bis zum 18. September mit einer Sonderausstellung zu einer spannenden Entdeckungsreise in die Welt des frühen Mittelalters einlädt – Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten gibt es unter www.ellwangen-tourismus.de.

Der berühmte "Krieger von Kemathen"

Im Museum erleben kleine und große Besucher die Zeitepoche der alamannischen Besiedlung Süddeutschlands auf besonders lebendige Weise – mit archäologischen Originalfunden wie Schmuck und Waffen, Ausstellungselementen zum Anfassen und Mitmachen und vielem mehr. Die vom "Römer und Bajuwaren Museum" Kipfenberg konzipierte Sonderausstellung „Ein kleines Dorf in einer großen Welt – Alltagsszenen des 5. und 6. Jahrhunderts“ bietet nun einen zusätzlichen Einblick in das Leben der Menschen zur Zeit des berühmten „Kriegers von Kemathen“. Dieser oft als Urbayer bezeichnete Stammesfürst hat um 430 n. Chr. bei Kipfenberg im Altmühltal gelebt. Doch sein dörfliches Milieu ähnelt anderen Lebenswelten des 5. und 6. Jahrhunderts und könnte damit genauso gut im Ellwanger Raum angesiedelt sein. Mit Originalfunden, Repliken und viel Liebe zum Detail werden Themenbereiche wie häusliches Leben und Wohnen, Kleidung und Handwerk, Ackerbau und Viehzucht dargestellt. Darüber hinaus laden Mitmachstationen zum Entdecken und Ausprobieren verschiedener Handwerke ein. Die Ausstellung schlägt auch eine Brücke in unsere heutige Zeit. Führungen werden jeden ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr angeboten.

Ökumenische Tür in der Basilika St. Vitus

Die Entdeckungstour kann Gäste aber auch zum Marktplatz führen, der von Stiftsherrenhäusern mit prachtvollen Fassaden umgeben ist. Hier sollte man eine Stippvisite in der romanischen Basilika St. Vitus und der barocken Evangelischen Stadtkirche einplanen. Durch die sogenannte ökumenische Tür gelangt man direkt von einem Kirchenbau in den anderen. Wer mehr über Ellwangen und seine Bewohner erfahren möchte, findet am Marktplatz ein Inforondell, das anschaulich die Geschichte der Stadt von der Gründung im Jahr 764 bis heute darstellt und viele touristische Tipps bietet.


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