Gerechte Rente für alle: Bundesweite Kampagne für eine angemessene Absicherung im Alter

Eine gerechte Rente für alle Generationen - dafür will sich die Kampagne mit Aktionen und Veranstaltungen stark machen.
Eine gerechte Rente für alle Generationen - dafür will sich die Kampagne mit Aktionen und Veranstaltungen stark machen.
© djd/Sozialverband VdK

(djd). Das Thema bewegt unsere Gesellschaft: Die Deutschen machen sich große Sorgen um ihre Alterssicherung und haben diesbezüglich das Vertrauen in die Politik verloren. So gehen 84 Prozent der abhängig Beschäftigten davon aus, dass ihre gesetzliche Rente später "gar nicht" oder "gerade so" zum Leben reichen wird (DGB Gute-Arbeit-Index 2017). Jeder sechste Rentnerhaushalt in Deutschland gilt bereits heute als armutsgefährdet - Tendenz steigend. Laut Prognosen könnte es in 2036 schon jeder fünfte Haushalt sein.

Altersarmut in Deutschland

"Dass in einem reichen Land wie Deutschland Altersarmut so weit verbreitet ist, ist ein Skandal", erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. "Es muss verhindert werden, dass Menschen im Alter arm sind, egal ob heutige oder zukünftige Rentner. Es ist daher höchste Zeit für eine grundlegende Trendwende und entschlossene rentenpolitische Reformen, damit sich Jung und Alt wieder auf die gesetzliche Alterssicherung verlassen können. " Aus diesem Grund hat der Sozialverband VdK jetzt unter dem Motto #Rentefüralle eine bundesweite Kampagne gestartet. "Es ist Zeit für eine gerechte Rente für alle Generationen! Wir werden in den kommenden Monaten ein deutliches Zeichen setzen - für eine gerechte Rente, die niemanden in Armut alt werden lässt", erklärt Bentele dazu.

Im Rahmen der Kampagne wird es in ganz Deutschland zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen geben, um notwendige Maßnahmen öffentlich einzufordern. Welche aber sind das? "Wir packen in unserer Kampagne viele heiße Eisen an: Altersarmut, Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner, Generationengerechtigkeit, Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die Rentenversicherung und Besteuerung von Reichtum", so Bentele.

Vertrauen in den Sozialstaat stärken

Wichtig ist für den VdK vor allem, dass auch die jüngeren Generationen auf die Rente vertrauen können. Gerade deshalb sei es von großer Bedeutung, dass das Rentenniveau dauerhaft auf 50 Prozent festgeschrieben werde. Und: Wer jahrzehntelang gearbeitet habe, müsse sich auf eine anständige Absicherung im Alter verlassen können. Für Geringverdiener sei deshalb eine Aufwertung geringer Renten nötig, beispielsweise durch eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Gute Löhne, gute Renten

Gute Löhne sorgen laut VdK für gute Renten. Dazu brauche es aber mehr Tarifbindung und eine Erhöhung des Mindestlohns auf über zwölf Euro, damit jeder nach einem Leben voller Arbeit eine Rente oberhalb der Grundsicherung erhalte. "Die Politik muss endlich handeln, damit aus den armen Beschäftigten von heute nicht die armen Rentner von morgen werden", erklärt Bentele.

Soziale Gerechtigkeit

(djd). Der Sozialverband VdK ist ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verband mit fast zwei Millionen Mitgliedern. Er ist parteipolitisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig. Sein Anliegen ist es, sich für soziale Gerechtigkeit stark zu machen und die deutsche Sozialpolitik aktiv mitzugestalten. Dies geschieht zum Beispiel durch Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse, Gespräche mit Politikern, eine breite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie medienwirksame Aktionen und Kampagnen - wie auch die aktuelle Kampagne #Rentefüralle, die am 6. Mail 2019 gestartet wurde. Mehr Infos zu Aktionen, zur Arbeit des VdK und wie man selbst mitmachen kann, findet man unter www.vdk.de oder unter www.rentefüralle.de.


Das könnte Sie auch interessieren

Im ARD Vorabendprogramm wird es heute (02.03.2026) um 18 Uhr wieder richtig knifflig, wenn die beliebte Quizshow "Wer weiß denn sowas?" zum Mitraten einlädt. Moderator Kai Pflaume begrüßt in dieser Ausgabe zwei echte Legenden der Fernsehunterhaltung, die sich an der Seite der erfahrenen Teamchefs beweisen müssen. Bernhard Hoëcker und Wotan Wilke... weiterlesen

Der MDR zeigt heute (02.03.2026) um 20:15 Uhr mit dem Tatort "Schwarzer Peter" eine der intensivsten und düstersten Folgen der Saalfeld-Keppler-Ära. Es ist ein Film, der wehtut, weil er auf jegliche humoristische Entlastung verzichtet und stattdessen eine Geschichte über häusliche Gewalt erzählt, die so real wirkt, dass man sich ihr kaum entziehen kann. Alles beginnt... weiterlesen

Désirée Nosbusch übernimmt heute (02.03.2026) um 20:15 Uhr im ZDF-Thriller "In fremden Händen" eine Rolle, die ihr wie auf den Leib geschneidert scheint und das Publikum in ein hochemotionales Geflecht aus Manipulation und Machtspielen zieht. Die Produktion besetzte die Hauptfigur gezielt mit Nosbusch, um den ständigen Wechsel zwischen aufopferungsvoller... weiterlesen

Der neue Ludwigshafen-Tatort "Sashimi Spezial" schickt heute (01.03.2026) um 20:30 Uhr (Sendestart verschiebt sich wegen eines ARD Brennpunkts) in der ARD Deutschlands dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in die rücksichtslose Arbeitswelt der Fahrradkuriere. Alles beginnt mit einer tragischen Fehlentscheidung im Polizeipräsidium: Der junge... weiterlesen

Sonntagabend ist Herzkino-Zeit im ZDF. Mit der neuen "Frühling"-Folge "Vergiss mein nicht" entführt der Sender heute (01.03.2026) um 20:15 Uhr die Zuschauer in ein hochemotionales Labyrinth aus verlorenen Jahren und unterdrückten Wahrheiten. Im Zentrum des Geschehens steht Friedel Gottwald (Sönke Möhring), der nach einem schweren Mountainbike-Sturz in einer... weiterlesen