Familienplanung mit MS: Kinder zu bekommen ist auch für Menschen mit Multipler Sklerose möglich

Den Traum von einer eigenen Familie muss niemand wegen der Diagnose MS aufgeben.
Den Traum von einer eigenen Familie muss niemand wegen der Diagnose MS aufgeben.
© djd/Sanofi/Steffen Jaenicke

(djd). Für junge Menschen zwischen 20 und 40 sind Kinder und Familie oft ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung. Kommt dann die Diagnose Multiple Sklerose (MS) dazwischen, wird der ganze Lebensentwurf infrage gestellt. Denn viele Betroffene sind unsicher, ob es möglich ist, mit der Krankheit ein Baby zu zeugen, eine Schwangerschaft gesund durchzustehen und ein Kind aufzuziehen.

Eine Schwangerschaft gut planen

Tatsächlich stehen bei guter Vorbereitung und Begleitung durch den behandelnden Neurologen die Chancen gut, sich den Kinderwunsch erfüllen zu können. "Männer können bei den meisten Medikamenten, die sie zur Therapie der MS einnehmen, problemlos ein Kind zeugen", erklärt die Neurologin Dr. Kerstin Hellwig in einem Interview mit der Zeitschrift "MS persönlich", die ebenso wie die Broschüre "Den Alltag leben mit MS - Kinderwunsch und Familienplanung" unter 0800-9080333 oder service@ms-persoenlich.de bestellt werden kann. Auch für Frauen sei MS kein Grund, auf ein Baby zu verzichten. Da die meisten MS-Medikamente aber nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden dürfen, ist hier Vorbereitung ratsam. MS-Patientinnen sollten deshalb ihren Kinderwunsch mit dem behandelnden Neurologen besprechen, um die medikamentöse Behandlung entsprechend anzupassen und eine gute Krankheitskontrolle zu gewährleisten.

Die Schwangerschaft selbst verläuft bei Frauen mit MS in den meisten Fällen ohne Komplikationen, und sie bringen genauso häufig wie nicht Betroffene gesunde Kinder zur Welt. Viele fühlen sich während dieser Zeit sogar besonders wohl. "Im Allgemeinen nimmt die Schubrate bei Frauen mit Multipler Sklerose im Verlauf einer Schwangerschaft kontinuierlich ab und das um bis zu 80 Prozent im letzten Schwangerschaftsdrittel", so Hellwig. Nach der Geburt steigt die Schubhäufigkeit wieder an. Stillen kann das Risiko reduzieren, allerdings dürfen auch dabei nicht alle Medikamente eingenommen werden. Nach der Geburt beziehungsweise dem Abstillen sollte die Medikation dann so schnell wie möglich wieder fortgesetzt werden.

Ein Netzwerk für das Kind weben

Ist das Baby da, fängt für die Eltern ein ganz neues Leben an. Gerade Menschen mit MS machen sich oft Gedanken, ob sie sich (mindestens) 18 Jahre um ihr Kind kümmern können. Doch mit guter Vorbereitung und einem verantwortungsbewussten Partner geht auch das. Besonders wichtig ist für Betroffene ein soziales Netz aus Freunden, Familie, Nachbarn und professionellen Unterstützern wie MS-Nurses oder Familienhelferinnen. So können im Falle eines Schubes Belastungen abgefangen werden, und das Kind ist immer in guten Händen.

(djd). Für Menschen zwischen 20 und 40 sind Kinder und Familie oft ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung. Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) kann dann alles infrage stellen. Doch tatsächlich stehen bei passender Vorbereitung und ärztlicher Begleitung die Chancen gut, sich den Kinderwunsch erfüllen zu können. Für Männer mit MS ist die Familiengründung ohnehin eher unproblematisch, wie die Neurologin Dr. Kerstin Hellwig in der Zeitschrift "MS persönlich" erklärt, die unter service@ms-persoenlich.de bestellt werden kann. Bei betroffenen Frauen sei dagegen gute Vorbereitung ratsam, da die Einnahme der meisten Medikamente unterbrochen werden muss. Dennoch verlaufen Schwangerschaft und Geburt bei MS-Patientinnen in der Regel ohne Komplikationen, auch das Stillen des Babys ist möglich.


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