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Endlich kein Außenseiter mehr: Durch diskrete Förderbücher können auch leseschwache Kinder in der Schule mitreden

Gemeinsames Lesen macht Spaß. Für Kinder mit Leseschwäche gibt es spezielle Buchausgaben, die leicht verständliche Sätze und ein gut überschaubares Layout bieten.
Gemeinsames Lesen macht Spaß. Für Kinder mit Leseschwäche gibt es spezielle Buchausgaben, die leicht verständliche Sätze und ein gut überschaubares Layout bieten.
© djd/ProLog

(djd). Kinder können manchmal gnadenlos gemein sein. Gerade in den Altersstufen, in denen sich schulische Leistungsunterschiede schon deutlich zeigen, werden schwächere Schüler mitunter ausgeschlossen oder sogar gemobbt, wenn sie nicht mithalten können. Für Schüler mit einer Leseschwäche etwa entstehen dadurch Probleme. Kommentare wie „Kannst du nicht lesen?“ oder „Da kommt der Stotterer!“ nagen am Selbstwertgefühl der Kinder und ihre Unsicherheit wird immer größer. Hier können spezielle Bücher helfen, die extra für leseschwache Schüler konzipiert sind. 

Detektivgeschichten leicht verständlich

Die Autorin und ausgebildete Dyslexietherapeutin Christine Michel erarbeitet solche Fördermaterialien. „Wenn ich Bücher für diese spezielle Zielgruppe schreibe, achte ich unter anderem darauf, dass ich überwiegend kurze und einfache Sätze mit bekannten Wörtern aufgreife", erklärt sie. Das Layout kommt den leseschwachen Kindern ebenfalls entgegen. Der Text beispielsweise ist in der Schrift Schulbuch-Nord in Größe 13 Punkt gesetzt. Das können die Betroffenen einfach entziffern. Unter www.prolog-shop.de finden Eltern eine Auswahl an Büchern für Kinder mit Leseschwäche. Unter anderem gibt es die Reihe „Die drei ??? Kids EditionLesenPlus". Sie ist inhaltlich an die bekannte Kinder- und Jugendbuchreihe angelehnt, die von den Abenteuern der drei jungen Detektive Justus, Peter und Bob erzählt. Die Charakteristik des Originals mit vielen Dialogen und einer spannenden Handlung bleibt auch in der Sonderedition erhalten. Die Bücher sind im äußeren Erscheinungsbild sehr eng an die Originale angelehnt. Damit erkennen Klassenkameraden sie nicht auf den ersten Blick als Fördermaterialien. Werden die Bücher in der Schule oder privat gelesen, können beispielsweise Hausaufgaben zu den Texten im Klassenverband erfolgen, und die leseschwachen Kinder können jederzeit auf Augenhöhe mitreden, wenn es um geheimnisvolle Fälle und Tante Mathildas Kirschkuchen geht. Die Seitenzahlen und Bilder der Sonderedition entsprechen dem Original, sodass die Kinder im Unterricht problemlos folgen können.

Das Lesen trainieren 

Mit Förderbüchern wie diesen wird das Lesen für die betroffenen Kinder attraktiver. Und dass Schülerinnen und Schüler gut und flüssig lesen lernen, ist wichtig für ihre gesamte Entwicklung. Denn ohne diese Fähigkeit können sie sich auch weiteres Wissen nur schwer aneignen – das gilt sowohl für weiteren Schulstoff als auch für Allgemeinwissen. Auf der Seite des Bundesverbandes für Legasthenie & Dyskalkulie, www.bvl-legasthenie.de, finden Eltern unabhängige Informationen zum Thema Leseschwäche und Ideen, wie sie ihren Nachwuchs unterstützen können.


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