Einbrecher kommen im Schutz der Dunkelheit: Wirkungsvoller Schutz gegen erhöhte Gefahr im Herbst und Winter

Schwerwiegender als der materielle Verlust von Wertgegenständen und Erinnerungsstücken sind für die meisten Einbruchsopfer die psychischen Folgen.
Schwerwiegender als der materielle Verlust von Wertgegenständen und Erinnerungsstücken sind für die meisten Einbruchsopfer die psychischen Folgen.
© djd/Initiative Nicht-bei-mir

(djd). Die Zahl der registrierten Wohnungseinbrüche in Deutschland ist innerhalb von acht Jahren um 53 Prozent gestiegen - 2015 wurden über 167.000 Taten registriert. Etwa 60 Prozent der Einbrüche finden bei Dunkelheit statt, in manchen Regionen stellt die Polizei in der dunklen Jahreszeit eine Verdoppelung der Delikte fest. Der Grund: Die im Herbst und Winter früh einsetzende Dämmerung bietet Einbrechern bei ihrer Arbeit Schutz vor der Entdeckung. Die materiellen Schäden nach einem Einbruch werden in der Regel zwar von den Versicherungen ersetzt - für viele Menschen bedeutet das Eindringen der Täter in ihre Privatsphäre aber einen großen Schock und eine enorme psychische Belastung. Den Opfern macht das verlorengegangene Sicherheitsgefühl teilweise extrem und lange zu schaffen.

Gegen Einbrecher effektiv absichern

Angesichts der steigenden Einbruchzahlen und der drastischen Folgen schützen sich noch immer überraschend wenige Bundesbürger mit moderner Technik vor den Tätern. Denn hilflos ausgeliefert ist man ihnen keineswegs. Alarmanlagen beispielsweise können im Zusammenspiel mit mechanischen Sicherungsmaßnahmen an Türen und Fenstern einer Tat vorbeugen. Das Zusammenspiel ist wichtig, weil mechanische Sicherungstechnik an Türen und Fenstern allein Einbrechern zwar den Einstieg ins Haus erschwert. Haben die Täter aber genügend Zeit, können sie diese mechanischen Sicherungen überwinden.

Der zusätzliche Einbau einer Alarmanlage bietet daher sowohl bei An- als auch bei Abwesenheit der Bewohner ein hohes Maß an Sicherheit. Um im Alarmfall Hilfe herbeizurufen, können moderne Alarmanlagen auf eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet werden. Durch deren schnelle Reaktion können Täter vertrieben oder auf frischer Tat ertappt werden. Viel Wissenswertes rund um den Einbruchschutz findet sich beispielsweise unter www.sicheres-zuhause.info. Neben Hinweisen auf entsprechende Gefahrenquellen gibt diese neutrale Informationsplattform wertvolle Tipps, wie die eigenen vier Wände effektiv gegen Einbruch geschützt werden können. Zudem sind umfassende Informationen zur KfW-Förderung verfügbar, die es seit November 2015 auch für Maßnahmen der Einbruchsicherung gibt.

Installation durch Fachfirma

Eine Alarmanlage muss im Ernstfall auch tatsächlich funktionieren - bei der Installation eines solchen Systems sollte man daher unbedingt auf eine fachkundige Beratung, Planung und Installation durch eine qualifizierte Fachfirma achten. Unter www.sicheres-zuhause.info gibt es eine bundesweite Datenbank mit Fachfirmen, die sich im BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. zusammengeschlossen haben. Ein Klick auf das jeweilige Postleitzahlengebiet - und schon findet man einen Sicherheitsexperten in der Nähe. Die Fachleute erstellen ein unverbindliches Angebot zur Installation von Sicherheitstechnik. Vorsicht ist dagegen bei Alarmanlagen zum Selbsteinbau geboten: Oft klaffen hier Sicherheitslücken oder sie sind in ihrer Handhabung zu kompliziert - oder beides.

Sicherheitsmaßnahmen schützen

(djd). Tipps und Verhaltensregeln (Quelle: www.sicheres-zuhause.info)

  • Installierte Alarmanlagen aktiv nutzen. Durch Fachfirma planen, installieren und warten lassen, um Falschalarme oder Fehlfunktionen zu vermeiden.
  • Haupteinstiegspunkte durch Zusatzsicherungen oder einbruchhemmende Türen und Fenster sichern. Für maximalen Schutz zusätzlich Alarmanlage installieren.
  • Auch bei kurzfristiger Abwesenheit Türen und Fenster gut verschließen.
  • Kletterhilfen für Täter sowie Werkzeuge immer wegschließen.
  • Grundstücke mit Bewegungsmeldern automatisch beleuchten. 

 


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