• Ratgeberbox
  • Reisen
  • Ein barrierefreies Städtereiseziel: Die Frankfurter Sehenswürdigkeiten sind auch für Menschen mit Handicap erlebbar

Ein barrierefreies Städtereiseziel: Die Frankfurter Sehenswürdigkeiten sind auch für Menschen mit Handicap erlebbar

Spezielle Führungen machen Frankfurt auch für Sehbehinderte erfahrbar.
Spezielle Führungen machen Frankfurt auch für Sehbehinderte erfahrbar.
© djd/Tourismus+Congress GmbH Frankfurt/G. Moser

(djd). Ein Museum, das nur über Treppen zu erreichen ist, ein hoher Einstieg in den Bus oder eine Beschilderung in sehr kleiner Schrift: Reisende mit Handicap sind in ihren Unternehmungen oft eingeschränkt. Das gilt nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern auch für Senioren, Familien mit Kinderwagen oder Schwangere. "Damit alle Menschen uneingeschränkt am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können, bemühen sich bereits viele Städte in Deutschland um ein barrierefreies touristisches Angebot", weiß Beate Fuchs, Reiseexpertin bei der Ratgeberzentrale.de. Das beste Beispiel sei in dieser Beziehung Frankfurt am Main, das sich auch für Gäste mit Behinderung als attraktives Städtereiseziel präsentiere. Eine spezielle Broschüre der touristischen Angebote für Behinderte gibt es unter www.rgz24.de/frankfurt-barrierefrei.

Stadtführung für Menschen mit Sehschwäche

Für Menschen mit einer Sehschwäche beispielsweise gibt es eine eigene Stadtführung durch den historischen Stadtteil rund um den Römerberg. Abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmer beschäftigt sich der Rundgang "Frankfurt begreifen" mit spannenden Anekdoten, dem Ertasten von Reliefabdrucken und der Verkostung lokaler Spezialitäten. Die Gäste lernen die Stadt auch anhand eines taktilen Lageplans kennen, der in verschiedenen Strukturen, leuchtenden Farben und Brailleschrift gestaltet ist. Straßen, Wege, Fußgängerzonen, Grünflächen und Gewässer haben jeweils eine eigene Struktur, an der sie ertastet werden können. Außerdem sind die Sehenswürdigkeiten mit einer Nummer gekennzeichnet, die in einer Legende erklärt wird.

Anfassen erwünscht

Eine Übersicht über die Zugänglichkeiten der wichtigsten Frankfurter Sehenswürdigkeiten gibt es unter www.frankfurt-tourismus.de/barrierefrei. Ungehindert können Rollstuhlfahrer beispielsweise den Blick über die Stadt vom Main Tower in 200 Metern Höhe genießen. Viele Museen in Frankfurt bieten auch Führungen für Besucher mit Handicap an. Im Goethe-Haus gibt es Angebote für Blinde und Sehbehinderte und das Museum Angewandte Kunst lässt Objekte ausnahmsweise von Blinden ertasten. Das Museum zur Geschichte der Gehörlosen und Schwerhörigen bietet einen Einblick in das Alltagsleben mit Hörbehinderung.

Ein besonderes Erlebnis ist ein Spaziergang durch den Duft- und Tastgarten der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte. Hier wachsen rund 100 verschiedene Sträucher, Stauden und Zwiebelgewächse, die intensiv duften und in kontrastreichen Farben blühen, um seheingeschränkten Menschen die visuelle Wahrnehmung zu erleichtern.

Frankfurt am Main barrierefrei erleben

(djd). Die Broschüre "Frankfurt am Main barrierefrei" stellt das touristische Angebot mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Shoppingmöglichkeiten, Restaurants, Stadtrundgängen und -fahrten sowie deren Zugänglichkeit dar. Zusätzlich findet man Angaben über Türbreiten, Behindertentoiletten, Erlaubnis für Blindenführhunde und spezielle Führungen. Die Darstellung mit Hilfe von Piktogrammen erleichtert die Suche nach den relevanten Informationen. Die Broschüre ist kostenlos in den Tourist Informationen verfügbar oder als PDF zum Download auf der Internetseite www.frankfurttourismus.de/barrierefrei. Hier finden sich auch Informationen über Frankfurt am Main in einfacher Sprache.


Das könnte Sie auch interessieren

Das Abendprogramm im ZDF steht heute (18.05.2026) ganz im Zeichen einer hochkarätig besetzten, tiefschwarzen Familienkomödie voller Intrigen und Geheimnisse. Zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr startet der zweiteilige Fernsehfilm "Mama ist die Best(i)e", der die Zuschauer in eine Welt voller Bosheiten, Luxus und alter Rechnungen entführt. In der Hauptrolle brilliert Adele... weiterlesen

Ein bitteres Phänomen von kollektiver Passivität und wegschauenden Zeugen bildet das Fundament für den Polizeiruf 110 "Vor aller Augen", der heute (18.05.2026) um 20:15 Uhr im MDR ausgestrahlt wird. Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause) übernehmen darin einen Fall, der die psychologische Sezierung einer von... weiterlesen

Die Dokumentation "Udo! Rebell. Rockstar. Ikone" läuft heute (18.05.2026) um 20:15 Uhr in der ARD aus Anlass des 80. Geburtstags von Udo Lindenberg am gestrigen Sonntag. Im Zentrum dieses filmischen Porträts steht ein exklusives und sehr persönliches Fernsehinterview, das der Ausnahmekünstler direkt in seinem Wohnzimmer im legendären Hamburger Hotel Atlantic gegeben... weiterlesen

Die Tatort-Sommerpause geht weiter! Heute (17.05.2026) um 20:15 Uhr wird deshalb in der ARD der Tatort "Schweigen" mit Kriminalhauptkommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) von der Bundespolizei wiederholt. Dieser Tatort thematisiert als erster Film dieser Krimireihe den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche.Im Zentrum dieses düsteren Falls steht... weiterlesen

Das ZDF-Herzkino meldet sich heute (17.05.2026) um 20:15 Uhr mit der romantischen Komödie "Zwei am Zug" auf den Bildschirmen zurück. In den Hauptrollen der romantischen Komödie sind Katharina Wackernagel als unzufriedene Kneipenbesitzerin Sandra und Rick Okon als unglücklich verliebter Reisekaufmann Otis zu sehen. Die Produktion hebt sich wohltuend von starren Mustern des... weiterlesen

Lily Bloom (Blake Lively) will nach einer schwierigen Kindheit in Boston endlich ihren Traum vom eigenen Blumenladen verwirklichen. Alles scheint perfekt, als sie den charmanten Neurochirurgen Ryle Kincaid (Justin Baldoni) kennenlernt. Doch während die Funken sprühen, treten nach und nach Seiten an Ryle zutage, die Lily schmerzhaft an die gewaltvolle Beziehung ihrer Eltern... weiterlesen

(DJD). Zurück zu den Wurzeln: In deutschen Gärten und auf Balkonen bahnt sich eine kleine Revolution an. Immer mehr Hobbygärtner kehren der makellosen, aber oft geschmacksarmen Supermarktware den Rücken. Stattdessen erobern alte, fast vergessene Gemüsesorten die Beete zurück. Diese Klassiker bringen nicht nur Farbe und Geschichte ins Spiel, sondern stecken... weiterlesen