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Die Angst vor Berufsunfähigkeit ist groß - Umfrage zeigt: Nur zehn Prozent der Deutschen sehen sich gut abgesichert

Die Deutschen vermuten vor allem psychische Erkrankungen als Ursache für Berufsunfähigkeit. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK.
Die Deutschen vermuten vor allem psychische Erkrankungen als Ursache für Berufsunfähigkeit. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK.
© djd/DEVK

(djd). Die eigene Arbeitskraft zu verlieren und berufsunfähig zu werden: Das ist für die meisten Berufstätigen eine schreckliche Vorstellung. Vor allem aus Angst vor finanziellen Folgen. Dennoch verlässt sich mehr als jeder Fünfte allein auf die gesetzliche Absicherung im Ernstfall. Diese jedoch ist knapp bemessen und greift auch nicht in allen Fällen.

Vor allem junge Menschen sorgen sich

37 Prozent der Deutschen haben aus finanziellen Gründen Angst, ihre Arbeitskraft zu verlieren. Diese Sorge ist vor allem bei jungen Leuten groß: 46 Prozent der Studenten und Azubis fürchten sich davor, ihr Einkommen zu verlieren. Das zeigt eine aktuelle repräsentative YouGov-Umfrage, die die DEVK in Auftrag gegeben hat. Diese Sorge ist berechtigt, denn die gesetzliche Absicherung greift erst, wenn man schon mindestens fünf Jahre lang berufstätig ist. Da sich die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zudem nach Dauer und Höhe der bisher geleisteten Rentenbeiträge richtet, ist sie für junge Menschen oft sehr gering.

Psychische Gründe für Berufsunfähigkeit

Die gesundheitlichen Probleme, die häufig zu Berufsunfähigkeit (BU) führen, schätzen die Deutschen recht realistisch ein. 68 Prozent der Befragten halten psychische Erkrankungen für eine häufige Ursache. Nach Daten des Analysehauses Morgen & Morgen sind Erkrankungen von Psyche und Nerven tatsächlich in fast jedem dritten Fall Ursache für eine BU. Fast gleichwertig beurteilen die Befragten Einschränkungen im Bewegungsapparat (44 Prozent) und Unfälle (43 Prozent) als Ursachen. 36 Prozent halten Krebserkrankungen für einen häufigen Grund und 31 Prozent Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Bei Einkommenssicherung besteht Handlungsbedarf

Dass bei der Absicherung der eigenen Arbeitskraft Handlungsbedarf besteht, scheint den Bundesbürgern klar zu sein. Jeweils 14 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sorgen mit einer privaten Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung vor, wobei hier der Familienstand eine große Rolle spielt. So haben nur zwölf Prozent der Deutschen ohne Kinder eine BU-Versicherung, aber 23 Prozent der Befragten mit zwei oder mehr Kindern. Für die neuere Grundfähigkeitsversicherung haben sich laut Umfrage erst zwei Prozent entschieden. Mit jeweils fünf Prozent haben sich auch Versicherungen gegen Erwerbsunfähigkeit und über den Arbeitgeber bisher kaum durchgesetzt. Dagegen verlassen sich 21 Prozent allein auf den gesetzlichen Schutz. Immerhin: Neun Prozent der Befragten wollen bald etwas unternehmen, um privat vorzusorgen.

Angebote vergleichen

(djd). Laut Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung muss gut jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens seine Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben. Die finanziellen Folgen können gravierend sein. Die staatliche Absicherung für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, reicht für den Lebensunterhalt selten aus. 2017 lag sie bei durchschnittlich nur 716 Euro im Monat. Wer sich über eine private BU-Versicherung informieren will: Unabhängige Ratingagenturen helfen, Angebote zu vergleichen. So hat etwa der BU-Tarif der DEVK vom Analysehaus Morgen & Morgen mit fünf Sternen die Bestnote erhalten. Weitere Informationen zur Einkommenssicherung gibt es unter www.devk.de/p-einkommen.


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