Der Wald ist unsere größte Sportarena: Auch hier gelten Fair Play und Rücksichtnahme

Mountainbiker sind im Wald willkommen - allerdings sollten sie nicht abseits der ausgewiesenen Waldwege unterwegs sein und Rücksicht auf Wanderer nehmen.
Mountainbiker sind im Wald willkommen - allerdings sollten sie nicht abseits der ausgewiesenen Waldwege unterwegs sein und Rücksicht auf Wanderer nehmen.
© djd/PEFC

(djd). Das größte deutsche Fußballstadion ist der Signal Iduna Park in Dortmund. Mehr als 81.000 Menschen passen in die Spielstätte von Borussia Dortmund. Eine ungleich größere Sport- und Freiluftarena aber ist der Wald - er ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet und das sogar noch kostenlos. Im Wald kann man joggen, mountainbiken, reiten, wandern oder walken. Hochseilgärten laden zum Klettern zwischen den Bäumen ein, und im Winter können sich Langläufer und Rodler auf den Waldwegen austoben. Zudem lässt sich der Wald ganzjährig als Fitnessstudio nutzen: Noch immer gibt es die guten alten Trimm-dich-Pfade, an Bänken kann man Liegestützen und Dehnübungen machen oder ein Springseil oder Gymnastikband auspacken.

Rücksichtsvoller Umgang mit dem Wald und anderen Besuchern

Dass wir den Wald so vielfältig nutzen können, ist vor allem den Waldeigentümern und Förstern zu verdanken. Sie pflegen und bewirtschaften die Wälder nachhaltig nach den Regeln der Waldschutzorganisation PEFC und sorgen dafür, dass im Wald zu jeder Jahreszeit eine Trainingsrunde möglich ist. Sportler können deren Fürsorge unterstützen, indem sie Rücksicht auf Flora und Fauna nehmen und auf den Wegen bleiben. Das Querfeldeinlaufen abseits der Waldwege kann Jungpflanzen beschädigen, die den Wald von morgen bilden. Gleiches gilt für Mountainbiker. Auch sie sollten sich vorab informieren, wo im Wald gefahren werden darf oder besser gleich extra ausgewiesene Trails nutzen. Wer dem Wald etwas Gutes tun möchte, folgt dem skandinavischen Fitness-Trend Plogging - eine Kombination aus Joggen und Müll sammeln.

Auch eine gegenseitige Rücksichtnahme unter den Waldbesuchern ist wichtig. In Wäldern, die das PEFC-Erholungswaldzertifikat tragen, sorgt ein gut ausgebautes Wegenetz dafür, dass Besuchergruppen wie Spaziergänger, Mountainbiker oder Reiter den Wald nutzen können, ohne sich dabei gegenseitig zu stören. Die schönsten Wanderziele in den Erholungswäldern zeigt der neue Wanderführer "Erleben und Auftanken", der unter www.pefc.de/wanderfuehrer abgerufen werden kann.

Sport im Wald so vielfältig wie der Wald selbst

Auf die Bedeutung des Waldes als Sportarena und die Vielfalt der Sportmöglichkeiten weist Walter Schneeloch hin, Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): "Ob Radsport oder Sportarten wie Ski, Orientierungslauf, Reitsport und Leichtathletik: Es ist die Vielfalt des Naturraumes Wald, die ihn so attraktiv für unsere zahlreichen Sportaktiven macht." Der Schutz dieses einzigartigen Sport- und Erholungsraums ist ein Ziel der Kampagne "Wald.Sport.Bewegt.", die der DOSB ins Leben gerufen hat. Mehr Infos gibt es unter www.waldsportbewegt.de.

Waldschutzorganisation stellt Regeln für die Nutzung des Waldes auf

(djd). Die Waldschutzorganisation PEFC formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald: Das entsprechende Siegel setzt ökologische, ökonomische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Überprüft werden sie durch unabhängige Zertifizierungsstellen, etwa vom TÜV. Das schließt die Nachverfolgung des Holzes von der Produktion bis hin zum Verkauf ein. Somit kann der Verbraucher sicher sein, dass entsprechend ausgewiesene Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Weitere Informationen dazu oder zu Anbietern, die Ware mit dem Siegel führen, gibt es unter www.pefc.de.


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