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Der Boom geht weiter - Reisemobil-Urlaub immer beliebter: Was man zum Thema Versicherung wissen sollte

Wohnmobile und Camper benötigen wie jedes andere Kfz eine Haftpflichtversicherung, diese übernimmt aber lediglich Unfallschäden am fremden Fahrzeug. Darüber hinaus sollte man eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen.
Wohnmobile und Camper benötigen wie jedes andere Kfz eine Haftpflichtversicherung, diese übernimmt aber lediglich Unfallschäden am fremden Fahrzeug. Darüber hinaus sollte man eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen.
© djd/Itzehoer Versicherungen

(djd). Der Boom bei Reisemobilen und Caravans hält an: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) um 32,6 Prozent auf gut 107.000 Fahrzeuge. Auch 2021 prognostiziert der Verband eine hohe Nachfrage. Schließlich sei dies in Corona-Zeiten eine besonders sichere Urlaubsform, weil Wohnmobile und Camper ihre "eigenen vier Wände" dabeihaben und es meist einen Sanitärbereich an Bord gibt. Der ADAC erwartet, dass sich Reisende auf nahegelegene und vor allem deutsche Ziele fokussieren werden. Besonders stark wächst unter den Wohnmobilisten die jüngere Zielgruppe. Gerade Einsteiger sollten sich zum Thema Versicherung gut informieren.

Vollkasko schützt vor Vandalismus

Wohnmobile benötigen wie jedes andere Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung, diese übernimmt aber lediglich Unfallschäden am fremden Gefährt. Darüber hinaus sollte man eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen. "Die Vollkasko etwa schützt vor Vandalismus - und gerade auf Campingplätzen kommt dies gar nicht so selten vor", erklärt Thiess Johannssen von den Itzehoer Versicherungen. Mit einer Teilkasko ist der Camper wie jeder Autofahrer gegen Brandschäden abgesichert. Die Versicherung zahlt bei Kurzschluss. Wer aber einen heißen Topf vom Herd auf die Arbeitsfläche stellt oder fahrlässig etwas im Wagen verschmort, kann auf den Kosten sitzen bleiben. Eine potenzielle Brandquelle ist der Steckkontakt bei Steuergeräten im Motor. Auch Vorzelte sind in der Kasko mitversichert.

Besonderheiten bei Bissschäden durch Tiere

Bissschäden durch Marder, Mäuse und andere Tiere sind ebenfalls versichert. "Hier ist aber maßgeblich, wo die Schäden im Wagen entstanden sind", so Johannssen. Gelangen Tiere bei schlecht verschlossenen Autos in den Innenraum und nagen etwa die Matratze kaputt, ist dies nicht versichert. Wenn während der Fahrt etwas aus einem Schrank fällt und Schäden anrichtet, greift die Versicherung ebenfalls nicht. Jeder Besitzer muss sich deshalb selbst um das sichere Verstauen der Ladung kümmern.

Folgeschäden sind in der Kasko mitversichert

Sogenannte Folgeschäden sind dagegen optional mitversichert - bei der Itzehoer bis zu 3.000 Euro. Ein Beispiel: Der Camper fährt mit alten Reifen, zu wenig Luftdruck oder überfährt Gegenstände. Platzt der Reifen, beschädigt das Gummi Radkasten und Unterboden. Der Reifen wird in diesem Fall zwar nicht ersetzt, Radkasten- und Unterbodenreparaturen dagegen schon. Experten raten zudem zur Sicherung des Fahrzeugs auf jedem Parkplatz, denn Camper werden gerne von Dieben ins Visier genommen. Besitzer sollten sich über mögliche Sperreinrichtungen informieren.


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