Den Schokohasen Beine machen: Johannes Brindl ist Industriekaufmann in der Süßwarenbranche

"Die Lebensmittelbranche hat Johannes schon immer interessiert", erzählt seine Mutter Waltraud. "Für uns war es deshalb schön zu sehen, dass er mit seiner Wahl das Richtige gefunden hat."
"Die Lebensmittelbranche hat Johannes schon immer interessiert", erzählt seine Mutter Waltraud. "Für uns war es deshalb schön zu sehen, dass er mit seiner Wahl das Richtige gefunden hat."
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(djd). Johannes Brindl steuert betriebliche Abläufe. Das hat er in seiner Ausbildung zum Industriekaufmann von der Pike auf gelernt. Heute arbeitet er im Vertrieb einer Süßwarenfabrik und betreut Produkte von der Idee bis zur Abnahme. Anfang 2017 hat Brindl die Ausbildung zum Industriekaufmann mit sehr großem Erfolg abgeschlossen. Üblicherweise dauert sie drei Jahre. Wegen seiner Hochschulreife und ausgezeichneten Noten wurde sie bei ihm auf zwei Jahre und fünf Monate verkürzt. Für seine Leistungen erhielt er sogar den Bayerischen Staatspreis, der an Absolventen von Berufs-, Berufsfach- und Wirtschaftsschulen für herausragende Abschlusszeugnisse vergeben wird.

Das Richtige gefunden

Absolviert hat Brindl seine Lehre im Landshuter Werk einer Nahrungsmittelgruppe, die für ihren Zwieback bekannt ist und in Niederbayern Hohlfiguren, Pralinen und Dragees aus Schokolade als Co-Produzent bekannter Marken und Handelsmarken herstellt. "Die Lebensmittelbranche hat Johannes schon immer interessiert", erzählt seine Mutter Waltraud. "Für uns war es deshalb schön zu sehen, dass er mit seiner Wahl das Richtige gefunden hat." Gemeinsam mit ihrem Sohn ist sie Teil der Kampagne "Ausbildung macht Elternstolz", mit der das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern in Bayern (BIHK) und die bayerischen Handwerkskammern (HWK) Jugendliche und ihre Eltern von den Vorteilen einer Ausbildung überzeugen wollen. Unter www.elternstolz.de gibt es alle Informationen.

Ausbildung sollte Interessen und Stärken entsprechen

Zunächst hatte der Deggendorfer angefangen, "Business Administration and Economics" an der Uni Passau zu studieren. Obwohl seine Noten stimmten, frustrierten ihn die Lehrveranstaltungen, sie waren ihm viel zu theoretisch. Nach langem Überlegen und mit der Unterstützung seiner Eltern brach Brindl das Studium nach dem vierten Semester ab. Er machte sich auf die Suche nach einer Ausbildung, die seinen Interessen und Stärken entsprach. Die sieht er besonders im Organisieren und im Kontakt mit Geschäftskunden. Da er außerdem durch das Studium über ökonomische Grundkenntnisse verfügt, fiel seine Wahl auf einen kaufmännischen Beruf. In der Ausbildung zum Industriekaufmann lernen Azubis, betriebliche und kaufmännische Abläufe in Firmen zu planen, zu steuern und zu überwachen. Der Vertrieb als letzte Station seiner Ausbildung sagte Brindl am meisten zu: Hier konnte er mit dem Kunden direkt am Produkt arbeiten und erleben, wie aus der ersten Idee die fertige Ware entsteht. Heute wickelt er Bestellungen für Bestands- und Neukunden ab, entwickelt innovative Verpackungen oder schreibt Angebote für die Akquise.

Finanzielle Sicherheit und gute Perspektiven

(djd). Mit der Kampagne "Ausbildung macht Elternstolz" wollen das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern in Bayern sowie die bayerischen Handwerkskammern Jugendliche und ihre Eltern von den Vorteilen einer Handwerkslehre oder Ausbildung überzeugen. "Wir setzen ein klares Zeichen: Eine berufliche Ausbildung bietet jungen Menschen hervorragende Karriere- und Entwicklungschancen", sagt Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister. So soll dem Mangel an ausgebildeten Fachkräften in der heimischen Wirtschaft entgegengetreten werden. Die Kampagne soll emotional aufzeigen, dass Eltern auf ihre Kinder stolz sein können, wenn diese durch eine Berufsausbildung finanzielle Sicherheit und Beschäftigungsperspektiven erhalten.


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