Das Leben neu leben lernen: Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen erobern sich die Selbstständigkeit zurück

Hochmoderne Rehabilitationsarchitektur: Das Reha-Zentrum liegt direkt am Waldrand und beherbergt großzügige Therapieräume, moderne Appartements, einen ergotherapeutischen Kräutergarten und einen Parcours für Rollstühle.
Hochmoderne Rehabilitationsarchitektur: Das Reha-Zentrum liegt direkt am Waldrand und beherbergt großzügige Therapieräume, moderne Appartements, einen ergotherapeutischen Kräutergarten und einen Parcours für Rollstühle.
© djd/P.A.N. Zentrum

(djd). Meist trifft es den Menschen völlig unvermittelt: Ein Schlaganfall oder ein Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma führt unversehens zu einer bleibenden neurologischen Einschränkung. Tief sitzt dann der Schock, wenn bisher selbstverständliche Handlungen wie Sprechen, Gehen oder Greifen auf einmal zur Herausforderung werden. Nach der ersten Behandlung stellt sich folglich die große Frage, wie man es schafft, sich das eigene Leben und den Alltag zurückzuerobern.

Interdisziplinäre Langzeitrehabilitation

Um die Betroffenen bei ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen, ist ein gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Disziplinen nötig – von Neuro-Psychologie und Neuro-Pädagogik über Ergo-, Physio- und Physikalische Therapie bis zu Logopädie und alltagsorientierten Aktivitäten wie Einkaufstraining. Genau das ist der Ansatz etwa des Zentrums für Post-Akute Neurorehabilitation in Berlin-Frohnau (P.A.N. Zentrum), das im November 2020 sein fünfjähriges Jubiläum feiert. Das Rehazentrum bietet individuelles Wohnen, intensive Unterstützung durch Neuro-Pädagoginnen und Neuro-Pädagogen sowie eine offene und motivierende Atmosphäre. Darüber hinaus organisiert es Freizeitbeschäftigungen wie Ausflüge in die Umgebung, gemeinsames Spielen oder Besuche von Kulturveranstaltungen.

Der leitende Arzt, Professor Stephan Bamborschke, erklärt: "Unser Ziel ist es, die Teilhabefähigkeit der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden so zu fördern, dass sie nach dem Aufenthalt ein weitgehend selbstständiges Leben führen können. Vielen gelingt dieser Schritt. " J. Hotzan ist seit zehn Monaten Rehabilitand im P.A.N. Zentrum: "Die wertschätzende Atmosphäre und das kompetente Fachpersonal haben mich sehr beeindruckt. Mein besonderer Dank gilt allen Therapeutinnen und Therapeuten. Ihr Engagement und die Bereitschaft auf individuelle Wünsche einzugehen, haben meinem ambitionierten Ziel, einer ausreichenden Mobilität, den Weg geebnet." Nach einem im Durchschnitt 18 Monate langen Aufenthalt gelingt ungefähr 70 Prozent der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Umzug in eine eigene Wohnung.

Sicherer Reha-Aufenthalt

Anlässlich der Corona-Pandemie hat das P.A.N. Zentrum Maßnahmen zum Schutz der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie Mitarbeitenden ergriffen und seine Prozesse umorganisiert. Unter Berücksichtigung aller Vorgaben des Berliner Gesundheitsamtes können daher weiterhin neue Rehabilitandinnen und Rehabilitanden aufgenommen werden. Unter www.panzentrum.de gibt es weitere Informationen zu Angebot, Therapien und Aufenthalt.


Das könnte Sie auch interessieren

Ein seltener Glücksmoment im Antiquariat schlägt für den Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) innerhalb kürzester Zeit in ein handfestes Desaster um. ZDFneo wiederholt heute (03.06.2026) um 20:15 Uhr den Wilsberg-Krimi "Das Geld der Anderen" und wirft die Hauptfiguren in ein clever konstruiertes Geflecht aus Diebstahl, Korruptionsvorwürfen und Mord in... weiterlesen

Ein runder Geburtstag endet in einer Berliner Wohnung mit einem tödlichen Schuss und hinterlässt ein politisch aufgeladenes Rätsel. Der WDR wiederholt heute um 20:15 Uhr den Berlin-Tatort "Ein paar Worte nach Mitternacht" und führt das Publikum mitten in ein tiefgründiges Vergangenheitsdrama. Am helllichten Tag stehen die Kommissare vor einer bizarren Inszenierung:... weiterlesen

Das ZDF zeigt heute (01.06.2026) um 20:15 Uhr den Thriller "Requiem für einen Freund" nach dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Herrmann und konfrontiert die Hauptfigur mit einer mörderischen Steuerprüfung. Eigentlich läuft im Büro des Berliner Rechtsanwalts Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) ein ganz normaler bürokratischer Vorgang, bis sich der Finanzbeamte... weiterlesen

Die Jagst schlängelt sich durch die Landschaft. Hier findet dieses Jahr die Landesgartenschau statt.
© DJD/Stadt Ellwangen/Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH

Wo die Jagst das Tempo vorgibt: Genussradeln im Herzen der Schwäbischen Ostalb

(DJD). Wer einmal durch das Jagsttal geradelt ist, weiß, warum es viele Radfahrer nicht bei einem einzigen Besuch belassen. Die Region rund um Ellwangen verbindet Natur mit Kultur – auf eine entspannte, unaufgeregte Art, die perfekt zu einem erholsamen Aktivurlaub passt. Wie gemacht für Radfans Ellwangen liegt auf der Schwäbischen Ostalb, direkt am... weiterlesen

Was wäre, wenn man die Welt buchstäblich durch die Augen eines Tieres sehen könnte? Disney und Pixar machen diesen Traum im neuesten Animations-Abenteuer Hoppers wahr. Ab dem 19. Juni 2026 galoppiert, schwimmt und hüpft der Film auf DVD, Blu-ray und in einem exklusiven limitierten Blu-ray Steelbook® direkt in unsere Wohnzimmer. Die Geschichte dreht sich um das... weiterlesen

Die Tatort-Sommerpause geht weiter und wird heute (31.05.2026) um 20:15 Uhr in der ARD mit dem Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" überbrückt. Ein grausamer Fund unter einer Brücke konfrontiert die Ermittler in Köln mit einem Verbrechen, das tief in die dortige Prominenz hineinreicht. Das Opfer ist der arbeitslose Journalist Peer Schwarz, der mehrfach brutal... weiterlesen