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"Das Leben ist schön - von einfach war nie die Rede!": Eine Betroffene erzählt, wie sie der Krankheit Multiple Sklerose gegenübertritt

Bei ihrer Tochter Dorina findet Steffi Halt.
Bei ihrer Tochter Dorina findet Steffi Halt.
© djd/www.trotz-ms.de

(djd). Rund 200.000 Menschen in Deutschland leiden an Multipler Sklerose (MS), einer bislang unheilbaren Erkrankung des zentralen Nervensystems. Durch Entzündungen in Gehirn und Rückenmark werden Informationen nicht mehr richtig weitergeleitet und verarbeitet. Das führt zu zahlreichen Beschwerden, die bei jedem Betroffenen sehr unterschiedlich sind. So leiden manche unter Taubheitsgefühlen in Armen oder Beinen, andere dagegen unter Sehstörungen oder chronischer Müdigkeit. 

Der lange Weg zur Diagnose

Auch die 54-jährige Steffi ist von MS betroffen. Der Weg zur Diagnose war lang für die zweifache Mutter. Ganze zwölf Jahre voller Arztbesuche und unspezifischer Beschwerden dauerte es bis zum Befund. In dieser Zeit kämpfte sie immer wieder mit Depressionen, Rückenschmerzen und zuletzt sogar mit einer kurzzeitigen Lähmung der linken Körperhälfte. Einen Namen bekommen die Symptome erst 2011 beim Neurologen: Multiple Sklerose. „Meine erste Frage an meinen Arzt war, ob ich damit noch 97 Jahre alt werden kann. Meine Tochter war damals sechs Jahre alt und gerade erst eingeschult worden“, erinnert sie sich. Nach dem ersten Schock über die Diagnose hat die Erkrankung Steffi rückblickend auch neue Möglichkeiten eröffnet.

Wendepunkt MS: Was hat sich in Steffis Leben verändert?

"Spätestens nach der Antwort des Arztes, dass ich natürlich noch 97 Jahre alt werden könnte, ging das Entsetzen in Erleichterung über - weil ich nun endlich wusste, was nicht mit mir stimmt", sagt die Bayreutherin. Trotzdem sei der Weg nach der Diagnose kein leichter gewesen. Obwohl Steffi jetzt wusste, mit was sie es zu tun hatte und entsprechend therapiert wurde, musste sie ihr Leben an die neuen Gegebenheiten anpassen. "Ich kann heute nur noch halbe Tage arbeiten - gerade durch die Konzentrationsstörungen und die ewige Dauermüdigkeit, mit der ich fast täglich zu kämpfen habe", berichtet die im öffentlichen Dienst beschäftigte Verwaltungsfachwirtin. Trotz der Belastungen zog Steffi auch Positives aus Ihrer Erkrankung. So habe die MS-Diagnose den entscheidenden Anstoß gebracht, der sie und ihren Sohn nach 15 Jahren wieder zusammenfinden ließ: "Da ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, den ich schon lange in mir vergraben hatte." Daneben haben sich für Steffi auch andere Möglichkeiten durch die Krankheit eröffnet. Ihre positiven Erfahrungen möchte sie mit anderen Betroffenen teilen und ihnen Mut machen. Daher schreibt die 54-Jährige regelmäßig auf dem Blog "Starke Worte" auf www.trotz-ms.de Beiträge zu ihrem Leben und Alltag mit MS.


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