Das Haus sturmfest machen: Mit Aufbau und Dämmung des Dachs für Schlechtwettereignisse vorsorgen

Heruntergefallene und lose Dachpfannen sind die sichtbaren Zeichen eines Sturmschadens. Noch gravierender sind oft die Folgen eindringender Feuchtigkeit.
Heruntergefallene und lose Dachpfannen sind die sichtbaren Zeichen eines Sturmschadens. Noch gravierender sind oft die Folgen eindringender Feuchtigkeit.
© djd/Paul Bauder

(djd). Wohngebäudeversicherungen haben 2019 in Deutschland laut Statista rund 5,8 Milliarden Euro ausgezahlt, um Sachschäden unter anderem durch Stürme oder Blitzschlag zu regulieren. Für die kommenden Jahre steht infolge des Klimawandels zu befürchten, dass Schlechtwettereignisse mit Starkregen, Hagel und Orkanböen noch zahlreicher werden. Neben einem guten Versicherungsschutz ist es Hauseigentümern daher zu empfehlen, vorbeugend in die Bausubstanz zu investieren. Ein Check der Dacheindeckung etwa einmal jährlich beugt Ungemach vor. Wenn der Fachhandwerker erste Mängel feststellt, können diese behoben werden, bevor es beim nächsten Sturm zu gravierenden Beschädigungen kommt.

Dämmung erhöht die Sturmsicherheit

Schließlich ist die Dacheindeckung über viele Jahrzehnte direkt jeder Witterung ausgesetzt. Als Bodyguard fürs Haus schützt sie die Bausubstanz - und sollte daher selbst in guter Verfassung sein. Nach 40 bis 50 Jahren der Nutzung empfiehlt sich eine Erneuerung. Erst recht, da Gebäude dieses Alters häufig noch nicht über eine energiesparende Dämmung verfügen. Wenn ohnehin eine Sanierung geplant ist, können sich Eigenheimbesitzer daher vorbeugend für eine sturmfeste Gestaltung vom Aufbau bis hin zur Dämmschicht entscheiden. Dabei dient die Dämmung keineswegs nur dem Wärmeschutz, sondern kann gleichzeitig die Sturmsicherheit verbessern, erklärt Wolfgang Holfelder vom Hersteller Paul Bauder: "Auch wenn ein kräftiger Sturm einzelne Dachpfannen lösen sollte, sorgt die darunterliegende Dämmung immer noch für die notwendige Dichtigkeit und verhindert teure Schäden an der Bausubstanz."

Vor Feuchtigkeit geschützt

Wesentlichen Anteil daran hat die sogenannte zweite wasserführende Ebene, die bei modernen Dämmsystemen direkt integriert ist. Sie hält Feuchtigkeit davon ab, ins Haus eindringen zu können. Zudem sollten Unterdeckbahn und Dämmelemente so robust ausgelegt sein, dass selbst kräftige Hagelkörner nicht zu Schäden führen können. Unter www.bauder.de gibt es ausführliche Erläuterungen rund um die sturmsichere Dachgestaltung. Ein wichtiger Aspekt insbesondere bei einer nachträglichen Dämmung sind die Materialstärken. Möglichst kompakte Aufbauten sind statisch von Vorteil und rauben nicht zu viel Platz im Dach. Mit ihren hohen Dämmwerten sind Polyurethan-Materialien wie BauderPIR so leistungsstark, dass der Wärmeschutz schlanker geplant werden kann als bei anderen Materialien. Die zweite wasserführende Ebene ist hier in die Dämmelemente integriert. Fachhandwerker empfehlen zumeist die Aufsparrendämmung: Die Dämmung erfolgt auf den Sparren, das Dach bekommt eine geschlossene Haube unter der Dacheindeckung.


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