Das Gold des Gartens selbst gewinnen: Tipps für den unkomplizierten Einstieg in das Kompostieren

Montag, 15.05.2023 |
Recycling in Reinkultur: Mit einem eigenen Komposter gewinnen Gartenbesitzer hochwertigen Naturdünger.
Recycling in Reinkultur: Mit einem eigenen Komposter gewinnen Gartenbesitzer hochwertigen Naturdünger.
© DJD/STIHL

(DJD). Die Natur ist geprägt von Kreisläufen: Blätter und abgestorbene Äste beispielsweise fallen zu Boden, werden zersetzt und zur Nährstoffquelle für neues Pflanzenwachstum. Dieses Prinzip können sich Gartenbesitzer zunutze machen: Statt Dünger zu kaufen, können sie im eigenen Garten Kompost gewinnen. Dieser ist vielseitig einsetzbar und bedeutet Recycling in Reinkultur. Mit dem Kompostieren zu starten, ist dabei einfacher, als viele denken.

Humus tut dem Garten gut

Schnittgut aus dem Garten, aber auch Obst- und Gemüseabfälle aus der Küche verwandeln sich durch natürliche Prozesse und die Mitwirkung von Mikroorganismen im Komposter in wertvollen Humus. "Der selbst gewonnene Humus weist viele Vorteile auf: Er sorgt für lockere und nährstoffreiche Böden, ist ein effektiver Wasserspeicher und fördert insgesamt ein gesundes Pflanzenwachstum", erläutert der Stihl-Gartenexperte Jens Gärtner. Platz ist dafür auf nahezu jedem Gartengrundstück: "Sehr gut geeignet ist eine ebene Fläche im Schatten oder Halbschatten. Dabei sollte der Kompost stets leicht feucht gehalten werden und windgeschützt stehen." Hilfreich ist es zudem, das Kompostiergut stets sorgfältig abzudecken, damit es vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen geschützt ist. Beim selbst gebauten Komposter eignet sich zum Beispiel eine Bambus- oder Schilfmatte sehr gut. Ein praktischer Helfer bei der Kompostherstellung ist der Gartenhäcksler: Er zerkleinert Schnittgut und Äste im Nu, sodass auch sie fein genug sind, um von den Mikroorganismen zersetzt zu werden. Kombihäcksler etwa von Stihl können sowohl weiche als auch harte, holzige Pflanzenbestandteile schnell verarbeiten.

Komposter aus Holz einfach selbst bauen

Wer den Garten mit eigenem Humus bereichern will, kann einen Komposter – zumeist Thermokomposter - kaufen. Mit ein wenig Geschick ist es aber ebenso möglich, einen solchen Behälter aus Holz selbst zu bauen. Eine gute Wahl dafür sind widerstandsfähige und haltbare Hölzer mit einem hohen Harzanteil wie Lärche. Wie der Eigenbau unkompliziert gelingt, erfahren Gartenbesitzer etwa mit der Anleitung unter www.stihl.de, die Schritt für Schritt die Vorgehensweise beschreibt. Dort gibt es auch Hinweise zum richtigen Anlegen eines Komposthaufens. Dabei sollte man für ein ausgeglichenes Maß an Feuchtigkeit und eine gute Durchlüftung sorgen, damit sich keine unangenehmen Gerüche bilden. Noch ein Tipp: Wer den Komposter nicht ständig im Blick haben möchte, kann ihn beispielsweise hinter Sträuchern, einer Hecke oder der Gartenlaube verstecken. So lässt sich die Freizeit auf der Terrasse entspannt genießen - verbunden mit dem guten Gefühl, dass gleichzeitig von allein neues "Gartengold" entsteht.


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