• Ratgeberbox
  • Reisen
  • Beim Städtetrip keine Sehenswürdigkeit verpassen: Versteckte Kulturschätze finden sich in Weiden auch mal in zweiter Reihe

Beim Städtetrip keine Sehenswürdigkeit verpassen: Versteckte Kulturschätze finden sich in Weiden auch mal in zweiter Reihe

In einigen Straßen in Weiden i.d.OPf. reiht sich ein prächtiges Jugendstilhaus an das nächste.
In einigen Straßen in Weiden i.d.OPf. reiht sich ein prächtiges Jugendstilhaus an das nächste.
© djd/Tourist-Information Stadt Weiden/Thomas Kujat

(djd). Wer einen Kurzurlaub plant, nutzt die freie Zeit gerne für eine Städtereise. Neben Shoppingerlebnis und Gaumenfreuden steht natürlich auch die Besichtigung lokaler Sehenswürdigkeiten wie Rathaus, Kirchen und Marktplatz auf dem Programm. Doch wie sieht es in den kleinen Gassen dahinter aus? Welche Geschichten erzählt das liebevoll eingerichtete Heimatmuseum? Und wo schlägt das heimliche Herz der Stadt? Alles das erfährt man nur, wenn man sich die Zeit nimmt, auch die versteckten Schätze zu entdecken. Ein Beispiel ist Weiden in der Oberpfalz, das weit über die Region hinaus bekannt ist als Zentrum der Porzellan- und Textilwarenherstellung. Viele Gäste nutzen die günstigen Einkaufsmöglichkeiten in den Outletstores. Doch die schmucke Altstadt steckt auch voller kultureller und künstlerischer Kleinode, die sich oft im Detail offenbaren.

Stadt des Jugendstils

Ein Spaziergang durch die Ketteler-, Luitpold-, Johannis- und Sebastianstraße offenbart symmetrische Formen, denn hier befinden sich zahlreiche Bauten im schicken Jugendstil. Unter www.weiden-tourismus.info kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. Ein besonderes Juwel ist die Pfarrkirche St. Josef, die im reinsten Jugendstil ausgestattet ist. Für aufmerksame Betrachter gibt es immer etwas Neues zu entdecken an den Säulen, den Wänden und der Decke, denn Fantasiepflanzen und Tiere zieren als Ornamente den gesamten Kirchenraum.

Die Stadtgeschichte 

Die jüngere Geschichte Weidens ist stark von den über 10.000 Flüchtlingen und Heimatvertriebenen geprägt, die sich nach 1945 in der Stadt niedergelassen haben. Wie die Integration dieser Menschen in der nördlichen Oberpfalz gelungen ist, zeigt das Tachauer Heimatmuseum im Alten Schulhaus. Die Ausstellung wirft jedoch auch einen Blick über die Grenze in das nahe Westböhmen. Liebevoll zusammengetragene Exponate berichten vom Leben im ehemaligen politischen Bezirk Tachau-Pfraumberg im südlichen Egerland. Die Region war von Land- und Forstwirtschaft geprägt, aber es gab auch eine international bedeutsame Knopfindustrie.

Kunst am Marktplatz

Das Herz der Altstadt ist der großzügige Marktplatz. Viele Besucher verweilen hier im Straßencafé oder auf einer der Parkbänke, um sich an den schönen Giebelhäusern aus der Zeit nach 1540 zu erfreuen. Dabei sollte man seine Aufmerksamkeit aber auch auf den Mauermann-Brunnen am Unteren Markt lenken. Das Kunstwerk aus Granit und Bronze ist als Bilderbogen mit Wasserschleier konzipiert und zeigt mannigfaltige Details aus der Stadtgeschichte und dem Oberpfälzer Brauchtum. Weitere Tipps für Entdeckungen im Max-Reger-Park oder auf dem Stadtökologischen Lehrpfad gibt es unter www.rgz24.de/stadt-weiden.


Das könnte Sie auch interessieren

(djd). Die Tage werden kürzer und das Wetter mit kalten Temperaturen, Regen und Wind immer ungemütlicher. Im Herbst und Winter können Kerzen dennoch Atmosphäre in die eigenen vier Wände zaubern und uns die dunkle Jahreszeit genießen lassen. Spätestens in der Adventszeit dürfen auch Adventskranz und Weihnachtsbaum nicht fehlen. Der romantische... weiterlesen

" Wer wär ich heute, wenn ich damals nicht gegangen wär? " fragt sich Martin Bruchmann. Für ihn ist klar, ohne Musik wäre er ein anderer Mensch. Musik ist seine Medizin, auch wenn wir ihn bislang vorrangig als Schauspieler kenngelernt haben. „Ich will Menschen, mit dem was ich tue, inspirieren und das mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen: meiner... weiterlesen

(djd). Die Luft ist kalt und klar und die Natur entlang menschenleerer Wege wirkt beruhigender denn je. Stress, was ist das noch mal? Das Wandern in der kalten Jahreshälfte hat seinen ganz besonderen Reiz. Alles, was man braucht, ist festes Schuhwerk und wärmende Outdoor-Kleidung, die man nach dem Zwiebelprinzip in mehreren Schichten übereinander trägt. So ist man bestens... weiterlesen

"Das ist die Story, von der jeder Journalist träumt." - Anfang der 80er Jahre scheint es, als hätte Stern-Redakteur und Journalisten-Legende Gerd Heidemann einen echten, bisher unvorstellbaren Knüller aufgespürt: bisher verborgen gebliebene, und höchst private Tagebücher von Adolf Hitler. Erstellt wird das skandalöse Material von... weiterlesen

(djd). Multiple Sklerose (MS) beginnt meist im jungen Erwachsenenalter und begleitet Erkrankte ihr ganzes Leben lang. Durch chronische Entzündungen schädigt die Erkrankung das zentrale Nervensystem. Zwar kann MS heutzutage meist gut behandelt werden und über viele Jahre keine nennenswerten Behinderungen verursachen, doch der Verlauf ist sehr individuell. Bei manchen Patienten... weiterlesen

"Servus Papa, See You In Hell" läuft ab 24.11.2022 in den deutschen Kinos.
© HappySpots / Poster: Port au Prince Pictures GmbH

Ab 24.11.2022 im Kino: "Servus Papa, See You In Hell"

Jeanne lebt in der Kommune auf dem Bauernhof, seit sie zwei  Jahre alt ist. Ihre Mutter und ihr Vater wohnen in Stadtkommunen und kommen nur selten zu Besuch. Dies ist eines der Gesetze, das Otto, der Herrscher der Kommune, so bestimmt: Kinder wachsen ohne Eltern auf. Die 14-jährige Jeanne kennt keine andere Welt, sie genießt ihr Leben in der... weiterlesen

(djd). An der Nordsee weht den Spaziergängern im Winter eine frische Brise um die Nase. Ein forscher Schritt und der Blick übers endlos weite Wattenmeer entspannen Körper und Geist. In der menschenleeren Lüneburger Heide sind sie zwischen nebligen Mooren und knorrigen Wacholdern ganz für sich. Und im Harz stapfen die Wanderer auf den Gipfeln schon durch den Schnee,... weiterlesen