Autotest: Opel Adam - Individualität ist Trumpf

Montag, 03.11.2014 | Tags: Autotest, Opel
Punktet nicht nur mit seinem schicken Aussehen - der Opel ADAM.
Punktet nicht nur mit seinem schicken Aussehen - der Opel ADAM.
© Opel/dpp-AutoReporter

Opel hat seine schwierigen Zeiten zwar noch nicht ganz überwunden und wird auch noch in diesem Jahr vor allem wegen der teuren Werkschließung in Bochum rote Zahlen schreiben. Doch in Rüsselsheim sieht man derzeit weit mehr als nur das Licht am Ende des Tunnels. Nach der Erneuerung der fast kompletten Modellpalette, dem Eintritt in neue Marktsegmente (Mokka), dem Rückzug von Chevrolet aus Europa und dem Verstummen der fatalen Gerüchte aus dem Detroiter Mutterhaus ist das Ende des Tunnels in Sichtweite.

Geholfen, das Vertrauen der verunsicherten Opel-Kundschaft wieder zu gewinnen, die Verkaufszahlen anzuheben und das Image aufzupolieren, hat zweifelsohne der im vergangenen Jahr eingeführte Kleinstwagen ADAM - dem ersten Lifestyle-Stadtflitzer von Opel. Mit einem Basispreis von 11.750 Euro ist der Dreitürer für das A-Segment nicht unbedingt ein finanzielles Schnäppchen, dafür aber schon sehr ordentlich ausgestattet.

Schier unendlich viele Individualisierungs-Optionen

Der Adam sieht chic aus und verfügt über bewährte Technik. Doch der Viersitzer - in der harten Realität aber kaum mehr als ein 2+2 - weist weit mehr Qualitäten auf. Vor allem deswegen, weil sich die Designer und Marketing-Experten fast wie auf einer Spielwiese vorkommen mussten. Abgesehen vom technisch und finanziell Machbaren hatten sie offensichtlich so viel Freiheiten wie wohl selten zuvor. Nicht Retro - wie zum Beispiel der Mini oder Fiat 500 - sondern Individualisierung war bei der Entwicklung einer der Hauptschwerpunkte. 

Herausgekommen ist ein knapp 3,70 Meter langer Flitzer mit schier unendlichen Personalisierungs-Optionen: Es gibt Zweifarb-Karosserie/Dachton-Varianten, zwölf Karosseriefarben, drei zusätzliche Dachlackierungen, 31 Rad/Reifen-Designs, Felgen-Zierclips in sechs Farben, vier Innenraumgrundtöne, 15 Sitz-Designs, 19 exclusive zum Teil hinterleuchtete Dekore, sechs unterschiedliche Dachhimmel, darunter drei Design-Dachhimmel und den LED-Sternenhimmel, Ambiente-Beleuchtung in acht Lichtfarben und noch einiges mehr.

Großzügiges Platzangebot vorn

Das Platzangebot im Innenraum vorn ist dank der Innenbreite und -höhe für das Segment großzügig. Die Sitze sind komfortabel gepolstert und geben guten Seitenhalt, das Armaturenbett ist übersichtlich und ergonomisch ohne Fehl und Tadel gestaltet. Das Lenkrad kann in Höhe und Weite eingestellt werden und die Bedienung erfolgt intuitiv. Zwischen den gut ablesbaren Rundinstrumenten informiert der Bordcomputer über den Momentan-Verbrauch und vieles mehr. Alle wichtigen Schalter sind zudem beleuchtet, so dass man sie auch in der Nacht gut findet. Und da auch die Verarbeitungsqualität stimmt, fühlt man sich im ADAM als Fahrer und Beifahrer einfach nur wohl.

Das gilt für größere Fondpassagiere nur bedingt, da es hinten arg eng zugeht und Langstreckenfahrten mit vier Erwachsenen kaum zu empfehlen sind. Bei einem Wagen dieser Länge gibt es nun einmal Beschränkungen. Das gilt auch für den Kofferraum, der bereits mit zwei Getränke-Kisten gefüllt ist. Und die müssen bei einer Ladekante von mehr als 80 Zentimetern noch weit angehoben werden. Da gibt es bessere Lösungen.

Fahrspaß ist kein Fremdwort

Für den Vortrieb sorgte der 1,4-Liter-Benziner Start & Stop mit 64 kW/87 PS und einem maximalen Drehmoment von 130 Nm bei 4.000 U/min. Das ist nicht die Welt und dennoch völlig ausreichend. Das bei hohen Drehzahlen recht laute Triebwerk erwies sich nämlich als agil und selbst im vierten Gang verfügt man noch über genügend Durchzugskraft. Das ermöglicht in Verbindung mit dem präzise zu schaltenden und gut abgestuften Fünfganggetriebe, einem komfortabel abgestimmtem Fahrwerk und einer sehr direkten Lenkung selbst auf kurvigen Landstraßen einen in dem Maße nicht zu erwartenden Fahrspaß. Und in der Stadt ist der ADAM ohnehin in seinem Element.

Dazu bietet Opel beim ADAM eine Reihe von neuen Technologien an. Dazu gehört das IntelliLink-Onboard-Infotainment-System, dass die Integration von Smartphones (Android und Apple iOS) ins Auto ermöglicht und einen Park-Assistenten, der das Fahrzeug automatisch in eine Parklücke lenkt und mit einem Toter-Winkel-Warner gekoppelt ist. Das macht das Fahren noch angenehmer, aber natürlich den ADAM auch teurer. Was aber nichts daran ändert, dass der Kleine viel Auto für das geforderte Geld bietet. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)

Daten Opel ADAM 1.4 ecoFlex Start&Stop

Länge x Breite x Höhe (Meter): 3,70 x 1,71 x 1,48
Motor: Vierzylinder-Ottomotor, 1.398 ccm
Max. Leistung: 64 kW/87 PS
Max. Drehmoment: 130 Nm bei 4.000 U/min
Durchschnittsverbrauch: 5,0 l/100 km
CO2-Emission: 118 g/km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 12,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 176 km/h
Kofferraum: 170 - 663 Liter
Versicherung: HP: 15 / TK: 17 / VK: 13
Basispreis: 14.500 Euro


Das könnte Sie auch interessieren

Die Flüchtlingskrise als Gegenstand einer Komödie - SAT.1 zeigt am 26.01.2021 um 20.15 Uhr noch einmal "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven: Bei den gutsituierten Hartmanns herrscht Chaos pur. Die Kinder sind bereits aus dem Haus und klettern mehr oder weniger die Karriereleiter hoch. Papa Richard (Heiner Lauterbach) hält an seinem... weiterlesen

"Deutschland sucht den Superstar 2021" geht am Dienstagabend bereits in die siebente Runde der Castingsshows. Heute (26. Januar 2021) müssen sich die DSDS-Fans wieder etwas gedulden, denn wegen eines RTL Aktuell Spezial zur Corona-Lage beginnt die Show erst um 20.30 Uhr. Auf dem DSDS-Castingschiff versammeln sich neben der DSDS-Jury mit Dieter Bohlen, Maite Kelly und Mike Singer wieder... weiterlesen

Wer im Dienst der Bundesrepublik Deutschland arbeiten möchte, braucht ein solides Grundlagenwissen.
© djd/Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung/Sosan Aslami

Beruflich gegen Hacker kämpfen: Dual bei der Hochschule und in Behörden studieren

(djd). Es klingt nach einem Bestseller-Krimi, ist aber doch Realität: Immer wieder greifen Hacker die deutsche Bundesregierung und die dazugehörigen Organe an. Im Mai 2015 beispielsweise wurde ein Fall publik, bei dem die gesamte IT-Struktur des Bundestags von außen lahmgelegt wurde. Computer waren mit Spionagesoftware infiziert, ebenso ein Rechner im Bundestagsbüro von... weiterlesen

Die Free-TV-Premiere "Wer ist Daddy?" läuft am 27.01.2021 um 20.15 Uhr bei ProSieben.
© HappySpots / Cover: Warner Bros (Universal Pictures)

Free-TV-Premiere "Wer ist Daddy?" am 27.01.2021 bei ProSieben

In der Free-TV-Premiere der Komödie "Wer ist Daddy?", die ProSieben am 27.01.2021 zeigt, begeben sich Owen Wilson und Ed Helms auf den verrücktesten Roadtrip ihres Lebens: Als die zweieiigen Zwillinge Kyle (Owen Wilson) und Peter Reynolds (Ed Helms) erfahren, dass ihr Vater noch am Leben ist und nicht - wie von ihrer Mutter behauptet - an Krebs starb, steht für die beiden eins... weiterlesen

(djd). Mit zunehmendem Alter wird vieles anstrengender und dadurch die Sehnsucht nach Komfort größer – ob beim Reisen, beim Schuhwerk oder bei der Matratze. Auch die Augen brauchen jetzt oft mehr Unterstützung. Denn altersbedingte Einschränkungen der Sehkraft reduzieren Kontraste, erhöhen die Blendempfindlichkeit und lassen die Sehorgane rascher ermüden.... weiterlesen

Das TV-Angebot am Sonntagabend (24. Januar 2021) hält zur Primetime um 20.15 Uhr für jeden Geschmaxck etwas bereit. In der ARD läuft ein neuer Tatort mit Wotan Wilke Möhrung. Das ZDF strahlt den neuen Herzkino-Film "Ein Sommer auf Elba" aus. Auf RTL läuft "Central Intelligence - Zwei Buddies gegen die CIA" mit Dwayne "The Rock" Johnson und Kevin Hart in den... weiterlesen