Auch digital gut in Form sein: Die Coronakrise zeigte, dass es bei Sportvereinen enorme digitale Defizite gibt

Einige Vereine sind rechtzeitig neue Wege gegangen und haben das Vereinsleben digitalisiert: Dazu zählt auch der Fußballverein TC Freisenbruch 1902 e.V. aus dem gleichnamigen Essener Stadtteil.
Einige Vereine sind rechtzeitig neue Wege gegangen und haben das Vereinsleben digitalisiert: Dazu zählt auch der Fußballverein TC Freisenbruch 1902 e.V. aus dem gleichnamigen Essener Stadtteil.
© djd/Digital-Report 2020/Haus des Stiftens/Doppelpass UG

(djd). Die meisten Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland wurden mittlerweile aufgehoben, auch die meisten Sportvereine können unter erschwerten Bedingungen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Viele Vereine spüren allerdings bereits die Auswirkungen des Lockdowns in Form von Mitgliederabwanderung: Sport wird nun oft privat über Whatsapp-Gruppen oder YouTube organisiert. Die finanziellen Verluste werden viele Vereine in große wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Da jeder dritte Deutsche ehrenamtlich engagiert ist, wird ein mögliches Vereinssterben einen großen Teil der Bundesbürger unmittelbar betreffen. Erfolgreiche Ausnahmen bilden Vereine, die rechtzeitig neue Wege gegangen sind und das Vereinsleben digitalisiert haben. Sie lassen ihre Mitglieder virtuell über alle wichtigen Fragen mitentscheiden. Der Schritt zu virtuellen Trainingsangeboten oder Vereinstreffen per Videokonferenz ist für solche Vereine ein Leichtes. Der "Digital-Report 2020", eine repräsentative Umfrage unter 5.000 deutschen Vereinen, Verbänden und Stiftungen, zeigte allerdings, dass die Mehrheit der Vereine digital noch weit entfernt vom Idealzustand ist.

Weit entfernt vom digitalen Idealzustand

Die wichtigsten Ergebnisse des Reports: Nur 17 Prozent der Vereine nutzen Social-Media-Kanäle für die Kommunikation mit Mitgliedern und Mitarbeitern oder ihrer potenziellen Zielgruppe. Knapp jeder zweite Sportverein hat beim Thema Datenschutz und IT Sicherheit Informationsbedarf, 38 Prozent bei der Nutzung sozialer Medien. Nur elf Prozent der befragten Sportvereine stimmen der Aussage voll zu, sie hätten das nötige Wissen, um neue IT-Anwendungen zu nutzen. Über die nötigen Ressourcen verfügen laut Eigeneinschätzung nur sieben Prozent. Und 44 Prozent der Vereine gaben an, dass sich ihr IT-Budget 2020 nicht verändern oder sogar sinken beziehungsweise eher sinken wird.

Digitalen Schnellcheck machen und Auswege aus der Krise finden

Um zu prüfen, ob der eigene Verein fit für die digitale Zukunft ist, sollte man den Digital-Schnellcheck unter www.digital-report.org/schnellcheck machen. In weniger als fünf Minuten lässt sich der digitale Reifegrad des eigenen Vereins ermitteln und mit ähnlichen Vereinen aus der Region vergleichen. Der Schnellcheck kann dann auch die Grundlage sein, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Denn der Digital-Report zeigt auch: Organisationen, die digital reifer sind, finden einen besseren Zugang zu Ressourcen als solche, die weniger digital sind. Das drückt sich beispielsweise in Form eines höheren Spendenvolumens oder einer größeren Mitgliederzahl aus.


Das könnte Sie auch interessieren

Ein tiefer Verlust, die raue Wildnis und der mühsame Weg zurück ins Leben: Am 23. Juli 2026 startet mit „H wie Habicht“ die lang erwartete Verfilmung des gleichnamigen Weltbestsellers in den deutschen Kinos. Die preisgekrönten Memoiren von Helen Macdonald gelten als moderner Klassiker des „Nature Writing“. Die filmische Adaption bringt diese zutiefst... weiterlesen

RTL öffnet heute Abend (18.07.2026) um 20:15 Uhr noch einmal seine Comedy-Schatztruhe, wenn Mario Barth in seiner neuen Primetime-Show "Legenden der Comedy" zu einer Zeitreise der besonderen Art einlädt. Es geht nicht nur um ein simples Best-of bekannter Sketche, sondern um die Wiederbelebung jener Momente, die ganze Generationen geprägt haben. Das Konzept von "Legenden der... weiterlesen

Die Musikshow "Schlager-Spaß mit Andy Borg - Das Beste" lädt heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr zu einer musikalischen Reise im SWR und im MDR ein. In dieser Sonderausgabe blickt der charmante Entertainer Andy Borg auf die absoluten Höhepunkte der vergangenen Monate zurück. Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochkarätiges Gipfeltreffen der Unterhaltungsmusik... weiterlesen

Das Kölner Jugendamt und die verzweifelten Abgründe geschiedener Eltern stehen heute um 20:15 Uhr im WDR im Mittelpunkt, wenn der Sender den Köln-Tatort "Niemals ohne mich" wiederholt. In diesem emotional aufgeladenen Fall müssen die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) den gewaltsamen Tod von Monika Fellner (Melanie Straub)... weiterlesen

Das renommierte Münchner Musikevent "Klassik am Odeonsplatz 2026" kehrt heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr auf den Bildschirm zurück. Im rahmen des 3sat Festspielsommers läuft die hochkarätige Aufzeichnung dieses Open-Air-Highlights, das Klassikfans mit einer Mischung aus romantischen Meisterwerken und einer einzigartigen urbanen Kulisse begeistert. Für das... weiterlesen

Ein exquisites Abendessen verwandelt sich heute um 20:15 Uhr im ZDF in ein turbulentes Geisel-Drama, wenn der Sender den Wilsberg-Krimi "Ungebetene Gäste" wiederholt. Eigentlich hat Rechtsanwältin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) die beiden Freunde Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke) zu einem entspannten Luxus-Essen in ein abgelegenes... weiterlesen

Die stürmische Kulisse des Nordatlantiks bildet den Schauplatz für den fesselnden Thriller "Mordlichter - Tod auf den Färöer Inseln", den die ARD heute (18.07.2026) um 20:15 Uhr wiederholt. Im Mittelpunkt der packenden Geschichte steht die 38-jährige Journalistin Johanna Vágar (Odine Johne), die nach Jahren in ihre Heimat zurückkehrt. Eigentlich will sie... weiterlesen

Aus den eiskalten Tiefen der nordischen Fjorde steigt eine unaufhaltsame Bedrohung empor. Am 23. Juli 2026 kommt mit „Kraken – Erwachen der Tiefe“ ein packender norwegischer Horror-Thriller in die Kinos. Regisseur Pål Øie (The Tunnel: Die Todesfalle) nutzt die unberührte, majestätische Wildnis der norwegischen Küstenlandschaft als Kulisse... weiterlesen

Ein rätselhafter Todesfall im Obdachlosenmilieu fordert heute (17.07.2026) um 20:15 Uhr im ZDF die Münchner Mordkommission heraus, wenn der Sender den Freitagskrimi "Rückkehr ohne Wiedersehen" aus der bekannten Krimireihe "Der Alte" wiederholt. In diesem emotionalen Fall müssen Caspar Bergmann und Annabell Lorenz tief ins Obdachlosenmilieu eintauchen. Beim morgendlichen... weiterlesen