Allrounder mit solider Basis: Fleischer und Metzger sind vielseitig einsetzbar

Marianna Rubino in Aktion: "Mich hat das Interesse am Rohstoff Fleisch und insbesondere der Wurstproduktion sowie die Bearbeitung und Veredelung der Produkte zu dieser Ausbildung geführt."
Marianna Rubino in Aktion: "Mich hat das Interesse am Rohstoff Fleisch und insbesondere der Wurstproduktion sowie die Bearbeitung und Veredelung der Produkte zu dieser Ausbildung geführt."
© djd/Metten Fleischwaren

(djd). Sorgen um die Zukunft müssen sich gelernte Fleischer und Fleischerinnen beziehungsweise Metzger und Metzgerinnen nicht machen: Gutes Personal wird in dieser Branche bundesweit händeringend gesucht. Trotz sehr guter Zukunftsperspektiven gestaltet sich die Suche der Betriebe nach Auszubildenden sehr schwierig. Der Hauptgrund: Das Bild vom "grobschlächtigen Metzger" bestimmt noch immer das Image des Berufs. Tatächlich sind Fleischer und Fleischerinen aufgrund ihres breiten Wissens aber vielseitig einsetzbar und keineswegs nur im Schlachthof tätig.

Als Frau in einem "Männerberuf"

Beim Wurstwarenhersteller Metten Fleischwaren im sauerländischen Finnentrop beispielsweise sind Fleischer auch als Produktionsleiter, Key Account Manager, Einkaufsleiter oder Abteilungsleiter im Produktionsbereich beschäftigt. Marianna Rubino ist Auszubildende zur Fleischerin/Metzgerin: "Mich hat das Interesse am Rohstoff Fleisch und insbesondere der Wurstproduktion sowie die Bearbeitung und Veredelung der Produkte zu dieser Ausbildung geführt." Fleischer seien echte Allroundtalente, stellt die junge Frau fest: Neben dem fundierten Fachwissen seien technologische Kenntnisse, die Einhaltung der Hygienevorschriften, aber auch Kreativität und Kontaktfreudigkeit gegenüber den Kunden gefragt. Marianna Rubino sieht sich oft mit dem Vorurteil konfrontiert, dass es in der Ausbildung zum Fleischer oder Metzger um schwere körperliche Arbeit gehe: "In meinem Ausbildungsbetrieb sind viele Produktionsabläufe automatisiert, sodass hier eher technisches Verständnis und Organisationstalent bedeutend sind." Dass sie als Frau in einem sogenannten Männerberuf arbeite, habe für sie im Übrigen von Beginn an keine Bedeutung gehabt. Sie habe einfach das gemacht, was ihr Spaß mache.

Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen

Das Fleischerhandwerk bietet neben einer soliden Ausbildung auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. Viele Informationen dazu gibt es unter www.fleischerberufe.de. Nach erfolgreich abgeschlossener Lehre als Fleischer oder Fleischerin kann man beispielsweise eine Weiterbildung zum Techniker oder zur Technikerin absolvieren oder die Meisterprüfung ablegen. Wer den Meisterbrief in der Tasche hat, kann im Übrigen sogar ohne Abitur studieren. Oder sein eigener Chef werden und eine Metzgerei gründen oder übernehmen. Auch ohne Meistertitel gibt es bereits für Auszubildende zahlreiche Möglichkeiten, sich in Seminaren und Kursen weiterzubilden.


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