Wie viel Taschengeld ist in welchem Alter angemessen? So lernen Kinder den Umgang mit Geld

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(DJD). Geld ist im modernen Alltag zunehmend digital und somit abstrakt geworden. Ein Fingertipp auf dem Smartphone reicht oft aus, um Kleinigkeiten zu kaufen oder ein Abo zu verlängern. Da die Bezahlung unsichtbar im Hintergrund abläuft, wird es insbesondere für Kinder und Jugendliche schwer, ihren Konsum richtig einzuschätzen und ein gesundes Gefühl für Geldbeträge zu entwickeln. Regelmäßiges Taschengeld hilft dabei, Geld wieder greifbar zu machen. Es unterstützt Nachwuchs-Finanzgenies dabei, schon in jungen Jahren das Planen, Ausgeben und Sparen zu üben.
Die Familie als prägender Lernort
Der wichtigste Ort für die Finanzbildung sind die Familie und die engsten Bezugspersonen. Kinder beobachten von klein auf sehr genau, wie Erwachsene konsumieren und wie sie finanziell vorgehen.

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„Wer als Kind lernt, sich ein festes Budget einzuteilen, kann auch später verantwortungsvoll und vorausschauend mit dem eigenen Einkommen planen“, sagt Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt. „Taschengeld stellt hierbei ein wichtiges pädagogisches Werkzeug dar.“
In diesem geschützten Übungsraum mit überschaubaren Konsequenzen dient das erste Taschengeld dazu, selbstbestimmtes Handeln zu erproben. Wichtig ist dabei, das Ausgabe- und Sparverhalten der Kinder anschließend ohne Vorwürfe im Familienkreis zu besprechen. So erzielt das Geld auf fast spielerische Weise den besten Lerneffekt.

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Orientierungshilfe: Wie viel Geld ist angemessen?
Doch welche Beträge sind in welchem Alter sinnvoll? Verlässliche Orientierung bieten die aktuellen Empfehlungen, die das Deutsche Jugendinstitut (DJI) gemeinsam mit dem Beratungsdienst Geld und Haushalt entwickelt hat.
Demnach sollte das Taschengeld altersabhängig gestaffelt sein. Bis zum Alter von neun Jahren wird eine wöchentliche Auszahlung empfohlen, ab dem zehnten Geburtstag sollten Eltern auf einen monatlichen Rhythmus wechseln, um das langfristige Planen zu fördern.
| Alter des Kindes | Empfohlener Betrag | Auszahlungsrhythmus |
|---|---|---|
| Unter 6 Jahre | 1,00 – 2,00 Euro | wöchentlich |
| 6 – 7 Jahre | 2,00 – 3,00 Euro | wöchentlich |
| 8 – 9 Jahre | 3,00 – 4,00 Euro | wöchentlich |
| 10 – 11 Jahre | 15,00 – 25,00 Euro | monatlich |
| 12 – 13 Jahre | 20,00 – 30,00 Euro | monatlich |
| 14 – 15 Jahre | 25,00 – 45,00 Euro | monatlich |
| 16 – 17 Jahre | 40,00 – 60,00 Euro | monatlich |
| Ab 18 Jahren | 55,00 – 75,00 Euro | monatlich |
Das erste eigene Geld bietet sich, abhängig vom individuellen Entwicklungsstand, bereits im Vorschulalter an – sei es zum Sparen für ein gewünschtes Spielzeug oder für das Eis zwischendurch. Die Beträge wachsen kontinuierlich mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Jugendlichen heran, bis mit der Volljährigkeit schließlich die komplette finanzielle Eigenverantwortung im Fokus steht.
Quelle: DJD / Geld und Haushalt








