Wenn Tradition auf Geschmack trifft: Alte Gemüsesorten für den eigenen Garten

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(DJD). Zurück zu den Wurzeln: In deutschen Gärten und auf Balkonen bahnt sich eine kleine Revolution an. Immer mehr Hobbygärtner kehren der makellosen, aber oft geschmacksarmen Supermarktware den Rücken. Stattdessen erobern alte, fast vergessene Gemüsesorten die Beete zurück. Diese Klassiker bringen nicht nur Farbe und Geschichte ins Spiel, sondern stecken voller Aromen, die viele noch aus Omas Gemüsegarten kennen.
Gemüsegenuss wie früher
Ein Star dieser Renaissance ist die Buschbohne Saxa. Früher in fast jedem Nutzgarten zu finden, überzeugt sie heute wieder durch ihre unkomplizierte Art. Die fadenlosen grünen Hülsen sind ab Juli erntereif und entfalten ihr volles Aroma direkt vom Beet in den Topf. Doch Saxa ist nur ein Beispiel. Unter dem Motto „Tradition trifft Geschmack“ wurden 44 authentische Sorten ausgewählt, die neu entdeckt werden wollen – darunter auch die goldgelbe Wachsbohne Beste von Allen.
Vielfalt, die man schmeckt
Auch bei Wurzelgemüse zeigt sich der Wunsch nach Ursprünglichkeit:
- Möhre Purple Sun: Die tiefviolette Farbe erinnert an Wildformen der Karotte und punktet mit einer Süße, die moderne Züchtungen oft vermissen lassen.
- Kopfsalat Mona: Ein robuster Klassiker, der lediglich humosen Boden und Sonne braucht, um vom Frühjahr bis zum Herbst für frisches Grün zu sorgen.
- Stielmus: Dieses würzige Frühlingsgemüse war früher ein klassischer Vitaminlieferant in Bauerngärten und feiert nun in der modernen Küche sein Comeback.
„Alte Sorten sind lebendige Kulturgüter“, erklärt Saatgutexpertin Claudia Vogel. Sie beweisen, dass echter Geschmack oft jenseits der industriellen Norm liegt. Wer den Platz im Beet nutzt, erntet nicht nur Gemüse, sondern ein Stück Tradition.
Quelle: DJD / Sperli








