Wenn die Matheaufgaben unlösbar scheinen: Rechenschwäche erkennen und betroffene Kinder fördern

Wenn das Schularbeitsblatt sich anfühlt wie eine Doktorarbeit in höherer Mathematik, könnte Dyskalkulie dahinterstecken.
Wenn das Schularbeitsblatt sich anfühlt wie eine Doktorarbeit in höherer Mathematik, könnte Dyskalkulie dahinterstecken.
© djd/Studienkreis

(djd). Richtig rechnen zu lernen, ist für Grundschüler eines der wichtigsten Lernziele. Doch nicht jedem Kind gelingt das. Wenn Tochter oder Sohn kein Verständnis für grundlegende Zusammenhänge der Zahlenwelt aufbringen, keine richtige Vorstellung von Mengen haben oder nicht vom Rechnen mit den Fingern loskommen, so könnte eine Rechenschwäche vorliegen. Diese wird auch Dyskalkulie genannt. Sie hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, das betroffene Kind zeigt in anderen Bereichen wie Lesen oder Schreiben oft gute oder sogar sehr gute Leistungen. Beim Rechnen versteht es jedoch die mathematischen Konzepte nicht.

Rechenschwäche abklären lassen

In diesem Fall ist es wichtig, das Kind nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. Es gerät sonst leicht in einen Teufelskreis aus Leistungsdruck, schlechten Noten, Frustration und geringem Selbstwertgefühl. Besser ist es, wenn Eltern zielorientiert handeln. So sollten sie zuerst prüfen, ob tatsächlich eine Rechenschwäche vorliegen könnte. Unter studienkreis.de/dyskalkulie-kurztest finden Betroffene einen kostenlosen Dyskalkulie-Kurztest. Er kann wertvolle Hinweise darauf geben, ob eine ausführliche Testung nach wissenschaftlich fundierten Kriterien anzuraten ist. Der Studienkreis bietet solche wissenschaftlichen Tests deutschlandweit in mehreren Dyskalkulie-Zentren an. Dort erhalten Familien auch eine ausführliche Beratung. Stellt sich heraus, dass eine Rechenschwäche vorliegt, sollte das Kind eine spezielle Förderung erhalten.

Fachkräfte fördern individuell

Diese muss immer individuell und auf die spezifischen Schwierigkeiten des Kindes abgestimmt sein. Selbstlernprogramme am Computer oder aus Büchern, die sich häufig nur auf ein Auswendiglernen beschränken, sind hier wenig sinnvoll. Hilfreicher ist ein Lernen in kleinen Gruppen mit speziell ausgebildeten Lehrern. Die Universität Dortmund hat ein Zahlbegriffstraining entwickelt und empirisch auf Lernwirksamkeit überprüft. Dieses Modell eignet sich auch für die Dyskalkulie-Förderung. Und es braucht Geduld: In der Regel dauert ein sinnvoller Extra-Unterricht 12 bis 18 Monate, manchmal auch länger. Je später eine Dyskalkulie erkannt und behandelt wird, umso länger dauert auch die Förderung.


Das könnte Sie auch interessieren

Im Vorabendprogramm der ARD fliegen heute (02.01.2026) um 18 Uhr wieder die intellektuellen Fetzen, wenn Moderator Kai Pflaume zu einer neuen Runde "Wer weiß denn sowas?" bittet. In der beliebten Quizshow stehen sich einmal mehr die Teamchefs Bernhard Hoëcker und Wotan Wilke Möhring gegenüber, um mit geballtem Wissen und einer ordentlichen Portion Intuition die... weiterlesen

Die Wohnzimmer im Sendegebiet des MDR werden heute Abend (02.01.2026) um 20:15 Uhr Zeuge eines historischen und zugleich wehmütigen Moments, wenn das Licht im Studio der "Schlagerhitparade" zum allerletzten Mal angeknipst wird. Nach Jahren des Erfolgs und unzähliger Chartplatzierungen verabschiedet sich eines der beliebtesten Formate des Senders für immer vom Bildschirm. Zum... weiterlesen

Ein neunjähriger Junge ist verschwunden, die Zeit läuft ab, und die Polizei stürmt eine Wohnung, in der sie nur noch eine Leiche findet. Zum Auftakt der neuen Staffel der ZDF Freitagskrimi-Reihe "Die Chefin" heute Abend (02.01.2026) um 20:15 Uhr bekommt es die Hauptkommissarin in der Episode "Blutschuld" mit einem Fall zu tun, der weit über eine gewöhnliche... weiterlesen

Mit "Die Kanzlei - Weites Land" läuft heute (02.01.2026) ein 90-minbütiges Special der beliebten Anwaltsserie in der ARD. Isabel von Brede (Sabine Postel) und Markus Gellert (Herbert Knaup) tauschen diesmal den Hamburger Asphalt gegen tiefen niedersächsischen Schlamm. Drehbuchautor Thorsten Näter schickt seine beiden eigenwilligen Protagonisten direkt hinein in die... weiterlesen

Es ist die Nachricht, die die Reality-TV-Welt am 2. Januar 2026 erschüttert: RTL hat offiziell bestätigt, dass Musiker Gil Ofarim (43) einer der zwölf Kandidaten der 19. Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ist. Doch während der Sender auf Rekordquoten hofft, braut sich bei den Zuschauern ein gewaltiger Shitstorm zusammen. Damit hat der Sender die... weiterlesen

Das neue Jahr beginnt im SWR mit einer Extraportion Herzlichkeit und Melodie, wenn Gastgeber Andy Borg heute Abend (01.01.2026) um 20:25 Uhr die Pforten zu seiner gemütlichen Sendezentrale öffnet. In der Spezialausgabe "Schlager-Spaß mit Andy Borg - Das Beste" blickt der charmante Österreicher auf die glanzvollsten Höhepunkte der vergangenen Jahre zurück. Es... weiterlesen