Warm, modisch, schadstofffrei: Beim Einkauf von Kinderschuhen sollte man auf die richtige Qualität achten

Mittwoch, 18.11.2015 |
Um in Schuhen Schadstoffe nachzuweisen, sind aufwändige Labortests nötig.
Um in Schuhen Schadstoffe nachzuweisen, sind aufwändige Labortests nötig.
© djd/Reno Schuh

(djd). Nässe, Kälte, Schnee: Die graue Jahreszeit bringt kühle Temperaturen und Schmuddelwetter mit sich. Für Eltern mit kleinen Kindern steht der Gang ins Schuhfachgeschäft an, da die Vorjahresmodelle meist nicht mehr passen. Neben der richtigen Passform sollte man beim Kauf auf eine gute Qualität der Schuhe achten. Dazu gehört auch, dass Booties und Sneakers frei von Schadstoffen sind. Doch wie lässt sich dies garantieren?

Aufwändige Labortests

"In Schuhen werden immer wieder Schadstoffe wie Chlorphenole, Chrom VI, Fungizide oder verbotene Farbstoffe nachgewiesen, die unter anderem allergische Reaktionen auslösen und krebserzeugend sind", weiß Gesundheitsexpertin Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Ein Problem ist, dass Verbraucher diese Stoffe nicht erkennen können - auch ein starker Eigengeruch der Schuhe weist nicht zwangsläufig auf gefährliche Substanzen hin. "Um diese nachzuweisen, sind aufwändige Labortests nötig", erklärt Chemiker Dr. Siegfried Schwarzer, Bereichsleiter der Qualitätssicherung bei Reno. Ratsam sei es daher, beim Schuhkauf zu hinterfragen, ob die Wunschmodelle schadstoffgeprüft seien.

Mehr Sicherheit für Kleinkinder

Produktsicherheit ist Reno beispielsweise sehr wichtig, nur unbelastete Schuhe kommen in den Verkauf. Daher wird die Ware bereits vor der Auslieferung von einem externen Labor auf mögliche Schadstoffe überprüft. Zusätzlich werden aus der angelieferten Ware Stichproben genommen. Diese Schuhe werden in einem eigenen Testlabor in all ihren Bestandteilen genauestens auf gefährliche Substanzen kontrolliert. Da man davon ausgeht, dass kleine Kinder mit Schuhen auch mal spielen und sie in den Mund nehmen, untersucht das Unternehmen Kleinkinderschuhe in Anlehnung an die europäische Richtlinie "Sicherheit von Spielzeug" auf verschiedene Weichmacher. "Diese sogenannten Phthalate werden häufig in PVC-Materialien eingesetzt - etwa bei Gummistiefeln", erklärt Siegfried Schwarzer. Über die gesetzlichen Richtlinien hinaus will der Schuhhändler damit sicherstellen, dass sich zum Beispiel beim Lutschen an einem Kinderschuh keine krankheitserregenden Stoffe lösen können.

Gefährliche Weichmacher 

Bei Weichmachern handelt es sich um Stoffe, die Materialien zugesetzt werden, um diese flexibler zu machen. Sie machen aus einem spröden Stück Kunststoff einen geschmeidigen Kinderstiefel. Die Schadstoffe können aus den Produkten ausdünsten oder sich beim Kontakt mit Flüssigkeiten oder Fett lösen. Besonders zahlreich ist bei Weichmachern die Stoffgruppe der Phthalate, da sie relativ billig herzustellen und besonders vielseitig einsetzbar sind. Sie können in Plastiklöffeln, Spielzeugen, Bodenbelägen, Kunststoffschuhen, PET-Flaschen und vielem mehr stecken. Weichmacher stehen nicht nur im Verdacht Diabetes, Krebs, Asthma und Atemwegserkrankungen zu fördern, sondern sie sollen auch für Unfruchtbarkeit bei Männern mitverantwortlich sein.

 


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