Umfrage: Kinderaugen sind oft zu wenig vor Sonne geschützt

Im Gegensatz zu Sonnencreme oder schützender Kleidung sind Sonnenbrillen bei Kindern immer noch nicht selbstverständlich.
Im Gegensatz zu Sonnencreme oder schützender Kleidung sind Sonnenbrillen bei Kindern immer noch nicht selbstverständlich.
© djd/Apollo Optik

(djd). Ausgelassenes Toben im Freien - was für Kinder im Sommer die größte Freude ist, kann für Eltern eine Herausforderung sein. Schließlich heißt es dann, den Nachwuchs bestmöglich gegen die schädlichen UV-Strahlen der Sonne zu schützen. Gerade Kinderaugen benötigen besonderen Schutz - denn der Blinzelreflex, der die Augen vor zu viel Licht bewahrt, ist noch nicht komplett ausgebildet. Ebenso wie die Haut vergisst auch das Auge einen Sonnenbrand nie. Tatsächlich aber tragen 30 Prozent der Kinder zwischen zwei und 14 Jahren keine Sonnenbrille, ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Apollo.

 

Sonnenschäden sind später nicht heilbar

"Dass so viele Kinder keine Sonnenbrille tragen, ist angesichts der sich verändernden Umweltbedingungen wie einer abnehmenden Ozonschicht sehr bedenklich", kommentiert Nathalie Gümmer, Diplom-Ingenieurin Fachrichtung Augenoptik und Kindersonnenbrillen-Expertin bei Apollo, die Umfrage. Eltern würden zwar immer aufmerksamer, wenn es um den Sonnenschutz für ihre Kleinen geht. Aber im Gegensatz zu Sonnencreme oder schützender Kleidung seien Sonnenbrillen immer noch nicht selbstverständlich. "Viele Eltern wissen einfach nicht, dass die meisten von der Sonne verursachten Schäden später nicht mehr vollständig revidiert oder geheilt werden können", warnt Gümmer.

Eltern sind noch zu wenig informiert

59 Prozent der Eltern gaben in der Umfrage zu, sich nicht gut über die Schutzfunktionen von Kindersonnenbrillen informiert zu fühlen. Dennoch verzichten viele beim Kauf auf die Beratung von Optikern: Nur 41 Prozent der Eltern gehen zum geprüften Spezialisten. "Umfassende Beratung kann ausschließlich der Optiker leisten", so Nathalie Gümmer. Nur hier erhielten Eltern Antworten auf alle Fragen rund um Kindersonnenbrillen. Das jeweilige Modell könne auf die Kopf- und Gesichtsform sowie die Aktivitätsanforderungen des Kindes abgestimmt werden. "Die Kindersonnenbrille kann beim Optiker zudem je nach Sehschwäche individuell verglast werden. Sollte sie beim Tragen verbogen worden sein oder drücken, kann sie jederzeit kostenlos erneut angepasst werden."

Erst Schutz, dann Optik

(djd). Für 70 Prozent der Eltern ist der UV-Schutz das entscheidende Kaufkriterium bei einer Kinder-Sonnenbrille. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Apollo. "Ohne UV-Schutz kann die Sonnenbrille genau das Gegenteil ihres eigentlichen Zwecks bewirken und schwere Schäden im Auge verursachen", so Nathalie Gümmer, Diplom-Ingenieurin FH Augenoptik und Kindersonnenbrillen-Expertin bei Apollo. Dennoch sollte das Kind aktiv in den Kauf einbezogen werden: "Damit Kinder die Sonnenbrille gern tragen und sie nicht als Zwang empfinden, ist es wichtig, dass sie ihnen gefällt."


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