Typ-2-Diabetes greift das Herz an: Ein gesunder Lebensstil und die richtige Behandlung können vorbeugen

Mit Eigeninitiative und einer guten Beratung vom Hausarzt oder Diabetologen kann der Diabetes erfolgreich behandelt werden.
Mit Eigeninitiative und einer guten Beratung vom Hausarzt oder Diabetologen kann der Diabetes erfolgreich behandelt werden.
© djd/Novo Nordisk Pharma GmbH/Katrin Denkewitz

(djd). Im Gegensatz zur Autoimmunkrankheit Typ-1-Diabetes ist Typ-2-Diabetes eine Stoffwechselerkrankung. Als Risikofaktoren gelten neben einer genetischen Veranlagung auch Bewegungsmangel, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte. All diese Faktoren begünstigen eine sogenannte Insulinresistenz. Normalerweise dient Insulin im Körper dazu, die Zellen "aufzuschließen", sodass sie Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Bei der Insulinresistenz reagieren die Zellen aber nicht mehr richtig auf das Hormon - nur wenig Zucker kann aufgenommen werden, und der Blutzuckerspiegel steigt übermäßig an.

Zur Unterstützung des Herz-Kreislaufsystems den Blutzucker auf ein gesundes Maß senken

Der hohe Blutzuckerspiegel führt zu Schädigungen im Gefäß- und Nervensystem. Das betrifft stark durchblutete Organe wie die Netzhaut, die Nieren und das Herz. Besonders gefährdet ist das Herz-Kreislaufsystem: "Typ-2-Diabetes geht einher mit vielen Veränderungen im Körper. Diese bedingen, dass sich Arteriosklerose entwickelt und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann", erklärt Professor Andreas Zirlik, Kardiologe am Universitäts-Herzzentrum Freiburg. Da dieser Prozess oft lange unbemerkt verläuft, kommt der Herzinfarkt dann scheinbar aus dem Nichts. Drei Viertel aller von Typ-2-Diabetes Betroffenen sterben dem "Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018" zufolge schließlich an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Gegen dieses Risiko können Menschen mit Typ-2-Diabetes selbst viel tun: nicht rauchen, sich mehr bewegen, gesünder essen, abnehmen. Reichen Lebensstiländerungen allein nicht aus, werden meist orale Antidiabetika, also Tabletten, verordnet. Senken auch diese den Blutzuckerspiegel nicht auf ein gesundes Maß, können frühzeitig GLP-1 Rezeptor-Agonisten eingesetzt werden, sofern der Körper noch eigenes Insulin produziert. Sie ähneln einem körpereigenen Hormon, das die Freisetzung von Insulin abhängig vom Blutzuckerspiegel fördert und die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin erhöht. Das Risiko für eine Unterzuckerung ist gering, wenn sie als alleinige Therapie angewendet werden. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes können sie blutdrucksenkend wirken und im Rahmen der Diabetestherapie durch eine Verminderung des Hungergefühls zu Gewichtsverlust führen.

Rechtzeitig zum Kardiologen

Für eine optimale Behandlung rät Diabetes-Experte Professor Zirlik, sich einen Hausarzt oder Diabetologen zu suchen, der sich gut um das Thema kümmert: "Unbedingt empfehle ich, zum Kardiologen zu gehen, um das Herz checken zu lassen." Es gehe darum, den Langzeit-Blutzuckerwert mit geeigneten Medikamenten zu kontrollieren und so das Risiko für Herz und Gefäße deutlich zu senken.

Praktische Tipps für Menschen mit Typ-2-Diabetes

  • Den Arzt als Partner sehen: Er berät individuell und informiert über moderne Therapieoptionen, um auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.
  • Schulung besuchen: "Empfehlenswert ist, sich in einer Diabetesberatung für seinen Alltag schulen lassen. Oberstes Ziel ist, den Blutzuckerwert in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus schulen wir auch zu Fettstoffwechsel und Herzschutz", so Diabetesberaterin Barbara Müller.
  • Richtig ernähren: Das muss keinen Verzicht bedeuten. "Es geht nur darum, die schlechten Lebensmittel gegen gesunde auszutauschen", weiß Müller.
  • Mit dem Rauchen aufhören!
  • Bewegen: Es muss kein "richtiger" Sport sein. Schon 10 Minuten Aktivität im Alltag pro Tag beeinflussen die Lebenserwartung positiv.

 


Das könnte Sie auch interessieren

Unter der gewohnt gewitzten Moderation von Laura Wontorra geht der kulinarische Wettkampf auf der Seebühne Magdeburg weiter. Nach der verlorenen Wette in der Auftaktfolge muss Steffen Henssler nun Wort halten: Der Drei-Tage-Bart ist ab, dafür ziert ein markanter Oberlippenbart das Gesicht des Koch-Kings – ein Anblick, der bei der Jury und Moderation direkt für reichlich... weiterlesen

Stefan Raab meldet sich heute um 20:15 Uhr bei RTL und auf RTL+ mit einem spektakulären Live-TV-Event zur besten Sendezeit zurück. Bei der ersten "Jetski Star WM" verwandelt sich die Regattabahn Duisburg in eine rasante Rennstrecke voller Tempo, Action und echter Sommerstimmung. Acht prominente Zweierteams stellen sich waghalsigen Manövern und hart umkämpften Duellen auf... weiterlesen

Ein zerrissenes Land, das Drama einer weltberühmten Familie und die Rückkehr am Nullpunkt der Geschichte: Am 3. September 2026 bringt der Oscar®-prämierte Regisseur Paweł Pawlikowski (Ida, Cold War – Der Breitengrad der Liebe) sein meisterhaftes neues Historiendrama „Vaterland“ in die deutschen Kinos. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begibt... weiterlesen

(DJD). Zunehmende Hitzewellen machen deutlich, wie entscheidend wirksame Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sind. Begrünte Dächer, Fassaden und Innenräume leisten hierzu einen unschätzbaren Beitrag: Sie schützen Bausubstanz vor extremer Sonneneinstrahlung, speichern Regenwasser bei Starkregen und filtern Feinstaub sowie Schadstoffe aus der Luft. Dennoch bleibt... weiterlesen

Nach dem großen Erfolg des ersten Teils setzt Regisseur und Drehbuchautor Parker Finn die unerbittliche Geschichte rund um das tödliche Lächeln fort. Im Mittelpunkt steht die weltberühmte Pop-Sängerin Skye Riley (gespielt von Naomi Scott), die nach einer schweren persönlichen Krise ihr großes Comeback plant. Doch kurz vor dem Start ihrer bevorstehenden... weiterlesen

Welcher Gigant unter den Chart-Stürmern ist der unangefochtene Lieblingssong der Deutschen? In Zusammenarbeit mit den Marktforschern von Media Control wurden die erfolgreichsten Nummer-1-Erfolge seit den 1980er-Jahren in einer bundesweiten Umfrage analysiert. Das Ergebnis ist eine hochkarätige Top 50, vollgepackt mit unvergesslichen Hits, zeitlosen Klassikern und emotionalen... weiterlesen

(DJD). Bis zu 82 Prozent ihrer Stromkosten können viele Haushalte durch dynamische Stromtarife einsparen. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Neon Neue Energieökonomik im Auftrag der naturstrom AG. Am lukrativsten ist die Nutzung der cleveren Tarife laut Studie für E-Auto-Besitzer und Hauseigentümer mit Wärmepumpenheizung. Aber selbst für Haushalte... weiterlesen