Prickelnde Lebensfreude: Eine Weinreise in den Osten Deutschlands

Bei einer Führung durch das Erlebnisweingut kann man den Winzern und Kellermeistern jeden Tag über die Schulter schauen.
Bei einer Führung durch das Erlebnisweingut kann man den Winzern und Kellermeistern jeden Tag über die Schulter schauen.
© djd/Schloss Wackerbarth/Peter & Pablo

(djd). Im sächsischen Elbtal liegt eine der kleinsten, aber auch eine der schönsten Weinregionen Deutschlands – mit eindrucksvollen Terrassenweinbergen, barocken Sehenswürdigkeiten und ausgezeichneten Genussmomenten. Seit mehr als 850 Jahren bauen die Winzer in den Steillagen ihre Trauben an und keltern diese zu eleganten, charaktervollen Tropfen. Schon August der Starke, als Sachsens "Genusskönig" bekannt für seinen opulenten Lebensstil, war dem Elbtalwein sehr verbunden. Bei höfischen Anlässen soll er pro Tag bis zu sieben Flaschen des edlen Rebensaftes getrunken haben. Weinberge wie den "Goldenen Wagen" in Radebeul erhob er sogar zur königlichen Weinbergslage.

Von der Sonne verwöhnt

Nicht einmal ein Prozent des deutschen Weins stammt von den Elbtalwinzern. Sächsischer Wein oder Sekt ist somit eine Rarität, die es jedoch lohnt zu entdecken, denn die Reben profitieren von den besonderen klimatischen Bedingungen vor Ort: Das sächsische Elbtal, am 51. Breitengrad gelegen, gehört zu den sonnigsten Regionen Deutschlands und bietet besondere Bedingungen für den Weinbau. Die vorherrschenden Einflüsse des Kontinentalklimas, warme, sonnige Tage und kühle Nächte sowie eine ausgedehnte Reifephase fördern ausgeprägte Fruchtaromen in den Trauben. Bis in die späte Reife behalten diese außerdem ihre natürliche Frische. Die sächsischen "Cool Climate"-Weine überzeugen deshalb mit aromatischer Eleganz und ihrer feinen, aber trotzdem charaktervollen Struktur.

Genuss mit großer Tradition

Wer sich selbst einmal von der Qualität des Sachsenweins oder Sektes überzeugen möchte, kann das auf Schloss Wackerbarth in stilvollem Ambiente tun. In Radebeul, im Herzen der Sächsischen Weinstraße gelegen, beeindruckt das Weingut mit einem einzigartigen Ensemble aus barocker Anlage, malerischen Weinbergen und moderner Manufaktur. Zur Glanzzeit des Dresdner Barocks im 18. Jahrhundert ließ sich August Christoph Graf von Wackerbarth hier als Alterssitz eine Schlossanlage inmitten der Weinberge errichten. Heute sind alle Weinfreunde eingeladen, einen prickelnden Tag auf dem Erlebnisweingut zu verbringen. Nach Lust und Laune kann man durch den Weingarten spazieren und weinkulinarische Gaumenfreuden genießen. Interessierte erleben bei den täglichen Führungen durch die Manufaktur, wie die sächsischen Weine im Weinkeller reifen und warum die prickelnden Kreationen der Sachsen noch heute nach alter französischer Handwerkskunst entstehen. Unter www.schloss-wackerbarth.de werden weitere Ideen für eine genussvolle Auszeit vorgestellt. Lohnenswert ist zum Beispiel auch die kurze Wanderung auf den Wackerbarthberg mit traumhaftem Ausblick ins Elbtal bis nach Dresden oder die Sächsische Schweiz.


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