Pflegemythen rund ums Haar - Von Bierspülung bis Wasch-Stopp: Welche Mythen stimmen, welche nicht?

Pflanzenkraft: Extrakte aus Birkenrinde und Brennnessel wirken regenerierend auf den Haarboden.
Pflanzenkraft: Extrakte aus Birkenrinde und Brennnessel wirken regenerierend auf den Haarboden.
© djd/Jentschura International/David Hoelker

(djd). Um schönes Haar ranken sich zahlreiche Mythen - und zum Teil werden skurrile Trends angepriesen wie aktuell das "Ausfetten". Was hält Haar und Kopfhaut wirklich gesund? Und lässt sich Haarausfall vielleicht doch stoppen? Hier kommen die häufigsten Pflegetipps auf den Prüfstand.

Ausfetten stoppt fettiges Jahr: leider nicht. Der Trend, sein Haar mindestens fünf Tage lang nicht zu waschen und dadurch die Talgproduktion dauerhaft zu regulieren, funktioniert meist nicht. Besser ist es, regelmäßig das Haar mit einem milden Shampoo zu waschen, das die Kopfhaut beruhigt. Austrocknende Shampoos kurbeln dagegen die Talgproduktion zusätzlich an.

Haarausfall ist ganz natürlich: "Nein", sagt der Gesundheitsexperte Dr. h. c. Peter Jentschura aus Münster. Er sieht Haarausfall und viele andere Haarprobleme aus ganzheitlicher Sicht. "Häufig ist ein verschlackter Haarboden die Ursache von schütterem, kraftlosen Haar", meint der gelernte Drogist. Er rät, durch entsäuernde und tiefenreinigende Pflege die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln anzuregen. "Hierbei können Extrakte aus Birkenrinde und Brennnessel helfen." Wirkstoffe dieser Heilpflanzen stecken beispielsweise in Spezialpflegen wie "Skalpuro" (Reformhaus). Das Gel wird direkt in die Kopfhaut einmassiert. 

Regelmäßiges Schneiden fördert das Wachstum: Nein, kein Haar wächst schneller, nur weil es regelmäßig gestutzt wird. Aber: Das Haar sieht nach einem Pflegeschnitt, der trockene Spitzen und Spliss kappt, gesünder und voller aus.

Häufiges Bürsten schadet den Haaren: im Gegenteil. Das Bürsten wirkt vor allem auf die Kopfhaut wie eine belebende Massage. Wildschweinborsten eignen sich am besten, da sie dem menschlichen Haar ähnlich sind. Sie nehmen den schützenden Talg gut auf und verteilen ihn in den Haarlängen. Weitere Pflegetipps liefert auch die kostenlose Broschüre "Natürlich schöne Haare", die unter www.p-jentschura.com zu bestellen ist.

Bier lässt das Haar glänzen: stimmt. Bier enthält viele B-Vitamine und kann als Spülung dem Haar mehr Glanz und Volumen verleihen. Allerdings ist eine optimale Nährstoffversorgung von innen besser. Was gesundes Haar braucht, lässt sich gut in einem Smoothie unterbringen. Dafür etwas grünes Blattgemüse, Avocado und einen Apfel mit etwas Wasser sämig pürieren. Hinzu kommen einige gehackte Nüsse, ein Schuss Rapsöl und als Mineralstoff-Plus ein Löffel Pflanzengranulat, etwa "Wurzelkraft" (Bioladen). Geriebener Ingwer gibt dem Beauty-Drink ein frisches Aroma.

Pflege geht nur nach dem Waschen: nein. Für die schnelle Pflege zwischendurch eignet sich zum Beispiel Bio-Kokosöl. Davon eine kleine Menge zwischen den Handflächen schmelzen lassen und in die Längen einmassieren.


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