Nützliche Verpflichtung: Beratung bei Pflegegeldbezug im eigenen Zuhause

© DJD/compass private pflegeberatung
(DJD). Rund drei Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt ausschließlich von An- und Zugehörigen zu Hause versorgt und erhalten dafür Pflegegeld. Um die Pflegequalität dauerhaft sicherzustellen, Probleme rechtzeitig zu erkennen und die Pflegenden aktiv im Alltag zu entlasten, müssen Betroffene regelmäßig eine verpflichtende Pflegeberatung wahrnehmen.
Wichtige Anpassungen im Turnus
„Hier hat sich Anfang 2026 eine wesentliche Änderung ergeben“, erklärt Frank Herold von der Pflegeberatung compass. Während die Beratung bisher je nach Pflegegrad in unterschiedlichen Abständen erfolgen musste, gelten nun neue Regeln:
- Einheitlicher Rhythmus: Für die Pflegegrade 2 bis 5 ist die Fachberatung ab sofort einheitlich halbjährlich verpflichtend.
- Freiwillige Aufstockung: Für die Pflegegrade 4 und 5 bleibt ein vierteljährlicher Turnus auf Wunsch weiterhin freiwillig und kostenfrei möglich.
- Flexible Durchführung: Bei mindestens jeder zweiten Beratung kommen die Pflegefachleute direkt nach Hause. Die dazwischenliegenden Termine können auf Wunsch der Betroffenen bequem per Videogespräch durchgeführt werden.
Unter www.pflegeberatung.de finden sich viele weitere wissenswerte Details zu den aktuellen gesetzlichen Regelungen.
Niederschwelliger Zugang zu wichtigen Informationen
Die gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsbesuche werden komplett von der Pflegeversicherung finanziert und durch qualifizierte Pflegefachkräfte durchgeführt. „Sie sind zwar verpflichtend, aber vor allem ein extrem hilfreiches Angebot. Sie bieten An- und Zugehörigen oft einen unkomplizierten, frühzeitigen und kostenfreien Zugang zu wertvollen Informationen“, weiß der Fachmann.
Da die Beraterinnen und Berater ganz individuell auf die Situation vor Ort schauen, können sie sehr konkrete, praktische Tipps geben. Das Spektrum reicht von der Demonstration rückenschonender Hebetechniken über Empfehlungen für sinnvolle Hilfsmittel bis hin zu barrierefreien Umbaumaßnahmen, die den Pflegealltag erleichtern. Zudem wird intensiv über Entlastungsleistungen wie kostenfreie Pflegekurse aufgeklärt, die Pflegenden körperlich und seelisch spürbar unter die Arme greifen.
Angebote für weitergehende Beratung
Bei den regulären Besuchen wird außerdem auf die Möglichkeit einer umfassenden, langfristigen Pflegeberatung inklusive eines individuellen Versorgungsplans hingewiesen. Diese erhalten Ratsuchende beispielsweise bei den regionalen Pflegestützpunkten; für privat Versicherte ist das Team von compass der direkte Ansprechpartner.
Zusätzlich bietet die Pflegeberatung unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 - 101 88 00 eine telefonische Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger. Herold ist überzeugt: „Fachkundige Unterstützung sorgt dafür, dass es sowohl den Pflegebedürftigen als auch den Pflegenden gut geht und die häusliche Pflege langfristig stabil bleibt.“
Quelle: DJD / compass private pflegeberatung








