Nachhaltige Wärme aus dem Wald: Wie Restholz die Wärmewende unterstützt

Sonntag, 03.05.2026 |
Wärme aus dem Wald: Holz ist eine erneuerbare Ressource und weist eine neutrale Klimabilanz auf.
Wärme aus dem Wald: Holz ist eine erneuerbare Ressource und weist eine neutrale Klimabilanz auf.
© DJD/Bundesverband Bioenergie/Ruiqi Kong

(DJD). Holz wird vom Menschen seit Jahrtausenden genutzt, um Schutz und Wärme zu finden. In der heutigen Zeit gewinnt das nachwachsende Naturmaterial im Rahmen der Wärmewende eine ganz neue Bedeutung. Moderne technische Verfahren in Holzenergiewerken und Nahwärmenetzen sorgen dafür, dass wir uns von fossilen Brennstoffen lösen können. Experten sehen hierin eine große Chance für eine klimaneutrale Energieversorgung.

Die Klimabilanz der Holzenergie

Ein entscheidendes Argument für Holz als Energieträger ist seine neutrale Klimabilanz. Ein Baum gibt bei der energetischen Verwertung nur die Menge an Kohlendioxid ab, die er während seines Wachstums aufgenommen hat.

Damit diese Rechnung aufgeht, ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder die Grundvoraussetzung. Solange nicht mehr Holz entnommen wird als nachwächst, bleibt die CO2-Bilanz positiv. Das wird auch politisch untermauert: Die europäische Richtlinie für Erneuerbare Energien (RED III) stuft Holzenergie offiziell als nachhaltig ein.

Gerolf Bücheler, Geschäftsführer des Fachverbands Holzenergie, ordnet die Bedeutung ein:

„Holzenergie liefert inzwischen über 60 Prozent der erneuerbaren Wärme in Deutschland und ersetzt zunehmend fossile Energieträger wie Öl und Gas. Sie trägt damit maßgeblich zum Klimaschutz, zur sicheren Wärmeversorgung und zur regionalen Wertschöpfung bei.“

Effiziente Nutzung: Erst bauen, dann heizen

Entgegen mancher Vorurteile werden Bäume nicht einfach nur zum Verbrennen gefällt. In der Forst- und Holzwirtschaft gilt das Prinzip der Kaskadennutzung:

  • Stoffliche Nutzung: Hochwertiges Stammholz wird bevorzugt für langlebige Produkte wie Möbel oder im Hausbau verwendet.
  • Energetische Nutzung: Erst wenn das Holz nicht mehr anderweitig verarbeitet werden kann, wird es energetisch verwertet.
  • Rohstoffe: In regionalen Heizwerken landen vor allem Hackschnitzel, die aus Resthölzern oder Schadholz gewonnen werden.

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Versorgungssicherheit für Kommunen und Betriebe

Holzenergie bietet ein enormes Potenzial für die kommunale Wärmeplanung. Anlagen, die auf Biomasse basieren, können ganze Dörfer, Stadtviertel oder Industrieareale zuverlässig mit Wärme und teilweise auch mit Strom versorgen. Dies macht Regionen unabhängiger von globalen Krisen und steigenden CO2-Preisen, die fossile Brennstoffe künftig immer teurer machen werden.

Wer sich tiefer mit der Technik und den Hintergründen beschäftigen möchte, findet unter www.fachverband-holzenergie.de weitere Informationen.

Quelle: DJD / Bundesverband Bioenergie


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