Mehrweg auf einen Blick erkennen: 20 Jahre Mehrwegzeichen

© DJD/Arbeitskreis Mehrweg/Jürgen Bindrim
(DJD). Den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern ist bewusst, dass Mehrwegflaschen helfen, Abfall zu vermeiden und umweltfreundlich sind. Das bestätigen auch die Fachleute des Umweltbundesamts. Um Mehrweg beim Einkauf einfach zu erkennen, gibt es das Mehrwegzeichen: ein stilisierter Kreis mit dem Schriftzug „Für die Umwelt – Mehrweg“. Das Symbol findet sich auf Milliarden von Verpackungen und wird sogar in mehr als 50 Schulbüchern vorgestellt – ein echter Klassiker im Umweltschutz. Jetzt feiert das Mehrwegzeichen seinen zwanzigsten Geburtstag.
Mehrweg – einfach erkannt und einfach erklärt
Im November 2005 kam das Mehrwegzeichen auf den Markt. Waren es damals vor allem die beliebte „Perlenflasche“ für Mineralwasser und die typischen braunen Bierflaschen, auf deren Etiketten das Mehrwegzeichen leuchtete, findet es sich heute auf einer breiten Palette an Verpackungen. Ihre Gemeinsamkeit: Alle werden nach der Rückgabe gereinigt, sorgfältig geprüft und dann erneut gefüllt. Glas-Mehrwegflaschen werden so rund 50-mal wiederbefüllt, PET-Mehrwegflaschen schaffen bis zu 25 Umläufe. Ein Getränkekasten geht sogar bis zu 100-mal auf Reisen. Eine ausgeklügelte Logistik sorgt dafür, dass die Mehrweggebinde rechtzeitig am richtigen Platz sind, damit sie laufend gefüllt werden und wir auch im Hochsommer jederzeit unseren Durst aus Mehrwegflaschen stillen können. Genauso wichtig ist, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mitmachen. Nur wenn sie ihr „Pfand“ zurückbringen und es nicht achtlos entsorgen, kann der Mehrwegkreislauf funktionieren. Unter www.mehrweg.org etwa finden sich viele Infos und Tipps zum Thema.
Augen auf beim Einkauf – das Mehrweg-Angebot wächst
Das Prinzip „Mehrweg“ greift längst über den Getränkebereich hinaus: Immer öfter werden auch andere Lebensmittel wie Joghurt, Konserven, Wein oder Speiseöl in wiederbefüllbaren Verpackungen angeboten. Selbst Produkte jenseits des Lebensmittelbereichs wie Seifen und Kosmetika nutzen zunehmend umweltfreundliche Mehrwegsysteme. Zudem gibt es erste wiederverwendbare Versandpackungen als Alternative zu Kartons, die nach einmaliger Nutzung in der Papiertonne landen. Es lohnt sich also, auch außerhalb der Getränkeabteilung die Augen offen zu halten und auf das Mehrwegzeichen zu achten. Rund 250 Unternehmen verwenden das Zeichen auf weit mehr als 600 Marken.
Mehrwegzeichen auch im Nachbarland Österreich
Mit seinen Mehrwegsystemen und dem Mehrwegzeichen ist Deutschland zum Vorbild und Impulsgeber in ganz Europa und darüber hinaus geworden. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Mehrwegzeichen zum Exportprodukt wird: In Österreich ist es bereits auf Mineralwasser- und Fruchtsaftflaschen zu finden.








