Leben mit Prostatakrebs: Wenn Inkontinenz zum Thema wird - Viele sind betroffen, niemand ist allein

Freitag, 19.09.2025 |
Für viele ist Harninkontinenz als Begleiterscheinung von Prostatakrebs ein Tabuthema und nicht selten mit Scham und Unsicherheit verbunden. Doch es gibt wirksame Möglichkeiten, damit umzugehen und den Alltag wieder aktiv zu gestalten.
Für viele ist Harninkontinenz als Begleiterscheinung von Prostatakrebs ein Tabuthema und nicht selten mit Scham und Unsicherheit verbunden. Doch es gibt wirksame Möglichkeiten, damit umzugehen und den Alltag wieder aktiv zu gestalten.
© DJD/www.wertvoll-er.de/Bayer Vital/Corbis/Annie Engel

(DJD). Mit rund 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Die Diagnose bringt tiefgreifende körperliche und emotionale Veränderungen mit sich. Moderne Therapien können den Krankheitsverlauf oft lange kontrollieren, dennoch treten bei vielen Betroffenen belastende Begleiterscheinungen auf wie die Harninkontinenz. Etwa zehn bis zwölf Prozent der Männer sind davon betroffen, vor allem nach einer Operation oder Bestrahlung der Prostata.

Warum kommt es zur Inkontinenz?

Die Prostata liegt nah an den Muskeln, die die Blase kontrollieren. Werden diese durch die Therapie geschwächt, kann es zu Harnverlust kommen. Für viele ist das ein Tabuthema und nicht selten mit Scham und Unsicherheit verbunden. Doch es gibt wirksame Möglichkeiten, damit umzugehen und den Alltag wieder aktiv zu gestalten.

5 Tipps für mehr Lebensqualität im Alltag

Neben medizinischen Therapien wie der Elektro- oder Magnetstimulation, einem minimalinvasiven Eingriff oder dem Einsetzen eines künstlichen Schließmuskels kann man(n) viele Dinge selbst tun, um die Symptome der Inkontinenz zu lindern und im Alltag besser zurechtzukommen.

  • Beckenbodenübungen: Sie stärken gezielt die Muskulatur, die für den Harnverschluss zuständig ist. Viele Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren.
  • Reizstoffe meiden: Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee wirken harntreibend – besser ist es, über den Tag verteilt ausreichend stilles Wasser oder Kräutertees zu trinken.
  • Richtig reagieren beim Husten und Niesen: Oberkörper aufrichten und den Kopf zur Schulter drehen – das reduziert den Druck auf die Blase.
  • Vorsorge für unterwegs: Inkontinenzeinlagen, spezielle Unterwäsche und Wechselkleidung geben Sicherheit bei Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände.
  • Schonende Bewegung: Sportarten wie Spazierengehen, Wandern oder Radfahren sind nicht nur gut für Körper und Psyche, sondern stärken auch den Beckenboden.

 

Informationen, Unterstützung und Inspiration

Die Service- und Ratgeberplattform „wertvollER – Gut leben trotz fortschreitendem Prostatakrebs“ bietet Betroffenen und deren Angehörigen unter www.wertvoll-er.de Infos, Unterstützung und Inspiration zum Umgang mit der Erkrankung. Dazu gehört unter anderem das Videomagazin „wertvollER TV“, bei dem regelmäßig Patienten, Experten sowie Angehörige zu Wort kommen und Tipps geben, wie sich auch mit der Diagnose die Lebensqualität möglichst lang bewahren lässt. Auf Facebook erwartet die User eine gut vernetzte Community, bereit zum Austausch. Als Ergänzung der digitalen Angebote ist ein gedrucktes Patientenmagazin erhältlich, das kostenlos über die Website bestellt werden kann.


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