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Kunsthandwerk und Spielzeug aus einheimischem Holz - Bayern, Hessen, Sachsen: Wie Holz aus regionaler Bewirtschaftung genutzt wird

Sonntag, 23.03.2025 |
Mit Motorsäge und Holz aus dem eigenen Wald entstehen waldige Kunstwerke.
Mit Motorsäge und Holz aus dem eigenen Wald entstehen waldige Kunstwerke.
© DJD/PEFC

(DJD). Gerade die zunehmend digitalisierte Welt macht immer mehr Menschen Lust auf echte Handarbeit. In unzähligen Holz-Workshops etwa kann man den Umgang mit dem nachwachsenden Werkstoff entdecken. Ebenso wächst die Nachfrage nach Kunsthandwerk, das heimisches Holz aus zertifizierten Wäldern nutzt. Die Verwendung von nachhaltig gewonnenem Holz aus der eigenen Region schont dank kurzer Wege die Umwelt und erhält lokale Arbeitsplätze. Handwerkliche Traditionen, über Generationen weitergegeben, sind dabei nicht nur Ausdruck von Kreativität und Geschicklichkeit, sondern auch ein Bestandteil des kulturellen Erbes und regionalen Selbstverständnisses. Ein Siegel - das PEFC-Regional-Label - gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, regionale Produkte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung gezielt nachzufragen. Hier drei Beispiele, wie Holz aus heimischen Wäldern zum Einsatz kommt:

1. Holzspielzeughersteller trägt PEFC-Regional-Label

Die Nemmer Holzspielwaren GmbH im Bayerischen Wald stellt sicheres und schönes Holzspielzeug her - und das inzwischen in der vierten Generation. Wie schon bei der Gründung 1952 werden die Spielsachen aus Holz mit viel Wissen und Liebe zum Detail produziert. Das Unternehmen war der erste deutsche Anbieter, der das Regional-Label für Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung verliehen bekam.

2. Kunstwerke aus Holz im hessischen Wetteraukreis

Johanna Busch aus dem Wetteraukreis bewirtschaftet mit ihrem Mann einen 6,5 Hektar großen Mischwald, der aus Ahorn, Linde, Lärche, Esche, Kirsche und Nussbäumen besteht und PEFC-zertifiziert ist. Aus dem Holz der Bäume erschafft das Ehepaar sehenswerte Kunstwerke. Einen Eindruck davon gibt es auf Instagram unter arbotec_holzkunst. "Holz ist schon von Natur aus schön - wir machen noch mehr daraus", so Johanna Busch. Die Buschs befinden sich mit dem nachhaltig bewirtschafteten Wald in guter Gesellschaft: Rund 92 Prozent der hessischen Wälder tragen dasselbe Zertifikat wie der Wald der Familie Busch.

3. Erzeugnisse aus dem Erzgebirge

Das Schnitzerhandwerk im Erzgebirge hat eine lange Tradition. Wenn früher in der Bergbauregion im Winter die Bergwerkarbeit pausieren musste, bearbeiteten die Bergleute das Holz der heimischen Wälder und schufen kunstvolle Erzeugnisse wie Nussknacker, Holzspielzeug oder Schwibbögen. Beleuchtete Schwibbögen stehen bis heute in der Vorweihnachtszeit in vielen Wohnzimmern. Im Erzgebirge ist das Holzschnitzen noch immer ein Bestandteil regionaler Kultur, es gibt auch saisonal ungebundene Motive wie Skylines von Städten. Viele Anbieter, etwa die seit 120 Jahren bestehende Firma Holzteile Flath im Spielzeugdorf Seiffen, führen das PEFC-Siegel.


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