Dry Rub bringen leckeren Geschmack an das Fleisch: Die richtigen Gewürzmischungen für Spareribs, Hähnchen oder Steak

  • Unser Grillrezept-Tipp: Hähnchenschenkel mit "African Rub" und Mango.
    Unser Grillrezept-Tipp: Hähnchenschenkel mit "African Rub" und Mango.
    © djd/www.mywurzelsepp.de
  • (djd). Die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist für viele Deutsche ein Anlass, mal wieder Freunde zum Grillen einzuladen. Um Grillgut zu würzen, liegen in diesem Jahr die sogenannten Rubs im Trend. Die trockenen Gewürzmischungen kommen ohne zusätzliches Fett aus und werden vor dem Garen auf das Fleisch aufgebracht. Wichtig dabei: Der Rub darf nicht zu fest einmassiert werden, besser einpudern und dann leicht einklopfen. 

    Welche Gewürzzubereitung passt zu welchem Essen? 

    • Deftiges Fleisch reibt der Grillmeister mit einer Mischung aus Kräutern, Salz und Knoblauch ein. Besonders gut passt diese Mischung, die auch als "Carolines Roasting Rub" im Handel erhältlich ist, unter anderem zu Spareribs.
    • Zu Hühnchen schmeckt alles, was Curry beinhaltet - oft als "African Rub" oder mit ähnlichen Bezeichnungen im Handel. "Bei allen Gewürzen sollte man auf hohe Qualität aus kontrolliertem Anbau achten. Außerdem ist es wichtig, dass das Grill- oder Gargut beim Auftragen nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt. Es sollte etwa Zimmertemperatur haben. Dann nimmt es den Geschmack des Rubs besser auf", empfiehlt Phillip Rank vom Kräuterhaus Wurzelsepp in Nürnberg, einem Geschäft, das bereits seit 1933 mit Gewürzen handelt.
    • "Texas Chili" ist eine Mischung mit kräftiger Paprikanote, die gut zu Rindersteaks und anderem Fleisch passt.
    • Doch nicht nur Fleisch, auch Salat möchte gut gewürzt sein. Die Kräutermischung "Agathe liebt Salate" verbindet sich mit Naturjoghurt zu einem frischen Dressing, das grüne Blätter ebenso schmackhaft macht wie Aufstriche und Dips. 

     

    Rezepttipp: Hähnchenschenkel mit "African Rub" und Mango

    Vier Hähnchenschenkel waschen, trocken tupfen und mit der Gewürzmischung "African Rub", erhältlich zum Beispiel über www.mywurzelsepp.de, großzügig einpudern. Eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Dann die vorbereiteten Schenkel ohne Backpapier auf das Backblech legen, 1/4 Liter naturtrüben Apfelsaft dazugeben, das Blech mit Alufolie überspannen. Bei 135 Grad Ober-/Unterhitze auf dem mittleren Einschub für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen schieben. Zum Ende der Garzeit 100 Gramm Butter im Topf zerlassen und mit der Gewürzmischung würzen. Zum Schluss die gebackenen Hähnchen kurz in einer gusseisernen Pfanne bei Niedrigtemperatur auf den Grill legen, immer wieder mit der gewürzten Butter bestreichen, bis die Haut krossgelb ist. Mit fein geschnittenen, ebenfalls kurz angegrillten Mangostreifen auf dem Teller anrichten und alles nochmal mit ein wenig Würzbutter überziehen. Dazu schmeckt ein frischer Salat mit Avocado-Stücken.

    Rubs immer nur einmal verwenden

    (djd). Rubs passen nicht nur zu Grillgut. Auch Fleisch aus dem Ofen kann damit gewürzt werden. Dabei sollte immer genug Zeit eingerechnet werden, damit die Gewürze vor dem Garen in die Fleischfasern einziehen können. Bleibt nach dem Zubereiten etwas Gewürzpulver übrig, darf dieses aus Gründen der Küchenhygiene nicht mehr weiterverwendet werden. Da es bereits mit rohem Fleisch in Berührung gekommen ist, könnte es Bakterien weitertragen. Die trockenen Rub-Gewürze können auch als Soßenbasis dienen. So empfiehlt Phillip Rank vom Kräuterhaus Wurzelsepp: "Bereitet man Spareribs mit dem "Carolines Roasting Rub" aus Kräutern, Knoblauch und Salz zu, ist die austretende Bratflüssigkeit des gewürzten Fleisches eine tolle Grundlage für eine Barbecuesoße."


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