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Die Funkablesung wird zur Pflicht: Was Mieter und Vermieter zur neuen Heizkostenverordnung wissen müssen

Sonntag, 01.01.2023 |
Deutlich mehr Transparenz über das Verbrauchsverhalten: Per eMonitoring erhalten Mieter ihre Verbrauchsinformationen künftig per App direkt aufs Handy.
Deutlich mehr Transparenz über das Verbrauchsverhalten: Per eMonitoring erhalten Mieter ihre Verbrauchsinformationen künftig per App direkt aufs Handy.
© djd/Minol

(djd). Auf Mieter und Vermieter kommen einige Neuerungen zu: Anfang Dezember 2021 wurde die Verordnung über die Heizkostenabrechnung (HKVO) in wesentlichen Punkten geändert, um Vorgaben der EU umzusetzen. Ziel ist eine Senkung des Energieverbrauchs sowie mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Gebäudesektor. Die HKVO regelt - kurz gesagt - zwischen Mietern und Vermietern die Abrechnungsmodalitäten im Hinblick auf Heizkosten und Warmwasser. Hier die drei wichtigsten Änderungen im Überblick:

 1. Vermieter müssen auf fernauslesbare Messtechnik umrüsten

Seit Anfang Dezember 2021 muss neu installierte Messtechnik aus der Ferne ablesbar sein. Bestehende Technik ohne Funk muss bis Ende 2026 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. "Diese Regeln bedeuten das Aus für die Vor-Ort-Ablesung und für nicht funkende Geräte", so Frank Peters. Er ist Abrechnungsexperte beim Immobiliendienstleister Minol, der schon heute einen großen Teil der betreuten Gebäude per Funk abliest. In den nächsten Jahren müssen also alle Vermieter und Verwalter auf ein zeitgemäßes Funksystem umstellen. Die Fernablesung hat viele Vorteile, auch für Mieter. Denn es entfallen nicht nur die Terminabsprachen für Jahresablesungen. Auch bei Mieterwechsel sind keine Zwischenablesungen mehr nötig, weil jederzeit eine stichtagsgenaue Verbrauchsmessung vorliegt. Das Funksystem Minol Connect beispielsweise kann Basis für eine optimierte Heizkosten- und Betriebskostenabrechnung und für eine papierlose Verwaltung von Immobilien sein.

2. Mieter erhalten monatliche Verbrauchsinformationen

Aus der Jahresabrechnung konnten Mieter bisher nicht ableiten, wie sich ihr Verbrauchsverhalten im Jahresverlauf entwickelt hat. Das wird nun anders: Vermieter müssen zusätzlich zur erweiterten Jahresabrechnung monatliche Verbrauchsinformationen bereitstellen. Ein modernes Energiemonitoring kann, aufbauend auf dem Funksystem, die Verbrauchswerte aller Wohnungen und Geräte monatlich erheben. Mehr Infos dazu gibt es unter www.minol.de/hkvo-neu. Die Hausbewohner erhalten über ihren Internetbrowser oder über eine App Zugang zum Energiemonitoring. Dort sehen sie grafisch aufbereitete Analysen und Auswertungen über ihren Verbrauch.

3. Erweiterte Heizkostenabrechnung

Die jährliche Heizkostenabrechnung muss künftig mehr Infos enthalten als bisher, etwa über den Brennstoffmix, die daraus errechenbaren CO2-Emissionen sowie über erhobene Steuern, Abgaben und Zölle. "All diese und weitere Informationen weisen wir auf der Abrechnung aus, damit Mieter ihre Energiekosten und Emissionen besser nachvollziehen und einordnen können", erläutert Frank Peters.


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