Bio auf Bayerisch: Saisonal, regional, ökologisch - so geht nachhaltiges Einkaufen

Der Käse aus der Bio-Molkerei stammt aus Milch von bayerischen Kühen und kann in Ruhe reifen.
Der Käse aus der Bio-Molkerei stammt aus Milch von bayerischen Kühen und kann in Ruhe reifen.
© djd/Bayerisches Bio-Siegel

(djd). Bio-Lebensmittel werden immer gefragter - so hat sich ihr Marktanteil nach Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in den letzten zehn Jahren deutschlandweit verdoppelt. In Bayern hat die ökologisch bewirtschaftete Fläche allein von 2016 bis 2017 um circa zehn Prozent zugenommen. Immer mehr Verbraucher achten nämlich beim Einkaufen auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Dafür sind neben Bio-Qualität auch eine regionale Herkunft mit kurzen Lieferwegen und eine saisonangepasste Auswahl wichtig.

Weißblaues Siegel mit hohen Ansprüchen

Für die drei Ansprüche Regionalität, Saisonalität und Bio-Qualität gleichzeitig steht in Bayern seit zwei Jahren etwa das Bio-Siegel des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Es kennzeichnet Produkte wie Milch, Käse, Obst, Gemüse, Honig, Nudeln, Brot und Fleisch, die nicht nur bio sind, sondern auch im Freistaat selbst produziert werden. So gilt zum Beispiel bei Brot: 100 Prozent des Korns sind in Bayern gewachsen, 100 Prozent davon wurden in Bayern gemahlen, verarbeitet und anschließend zu Brot gebacken. Die Qualitätsstandards orientieren sich dabei an den Kriterien der großen Öko-Verbände Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland und sind deutlich strenger als bei der EG-Öko-Verordnung, zu erkennen an dem Logo mit dem weißen Blatt auf grünem Grund. Unter www.biosiegel.bayern/de gibt es mehr Infos zu Kriterien und Kontrollsystem.

Qualität durch Beschränkung

Mittlerweile tragen mehr als 1.000 Produkte von über 130 Produzenten das weißblaue Siegel. Sie sind im Lebensmitteleinzelhandel, in Bioläden, im Naturkostfachhandel und teilweise direkt beim Erzeuger erhältlich. Verbrauchern steht damit eine große Auswahl an heimischen Bio-Produkten zur Verfügung. Allerdings: Nicht alles gibt es überall und zu jeder Zeit. Denn gerade die regionale Vermarktung und die Beschränkung auf Obst und Gemüse, das gerade reif und frisch vom Feld kommt, machen ja einen großen Teil der Qualität aus. Die spezielle Wurst vom kleinen Biometzger gibt es eben nicht in jedem Supermarkt, und Erdbeeren nicht im Oktober. Dafür gibt es bewussten Genuss mit Herz für die Region und die Natur.

Genuss nach Saison

(djd) Im Sommer und Herbst deckt die Natur den Tisch besonders reich, sodass man eine große Auswahl an saisonalen Produkten mit dem Bayerischen Bio-Siegel hat. Im Juli locken viele Beerensorten, Kirschen. Pflaumen und Rhabarber. Bei den Gemüsen sind etwa Frühlingszwiebeln, Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Radi, Stangenbohnen und verschiedene Kohlsorten reif. Im August kommen Heidelbeeren, Mirabellen und Zwetschgen in die Regale, dazu Fenchel, Mangold, Salatgurken und Zuckermais. Pfifferlinge sollte man im September einplanen, dazu haben dann Birnen und Nüsse jetzt Saison. Rund um das Erntedankfest im Oktober ist das Angebot besonders groß: Süße Weintrauben, herbe Holunderbeeren und Gemüse von Brechbohnen bis Paprika, von Spinat bis Zwiebeln haben Erntezeit.

 


Das könnte Sie auch interessieren

Es gibt Filme, die ihrer Zeit so weit voraus waren, dass sie erst Jahrzehnte später ihre volle Wirkung entfalten. „Wanda“, das einzige Regiewerk der Schauspielerin Barbara Loden, ist ein solches Juwel. Ab dem 9. April 2026 kehrt dieses raue, ehrliche Stück Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand – eine Einladung, eine der eigenwilligsten... weiterlesen

Was macht man, wenn man plötzlich von einem Geist heimgesucht wird, den außer einem selbst niemand sehen kann – und der obendrein ziemlich zynisch ist? Vor dieser Herausforderung steht die Schülerin Elli in der emotionalen Dramedy „Ghost Bastard“, die am 9. April 2026 in den Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz startet. Regisseur Erkan Acar... weiterlesen

Das Opernereignis des Jahres findet heute (04.04.2026) um 20:15 Uhr auf 3sat seinen Weg auf die Bildschirme, wenn die Aufzeichnung von Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" aus dem Opernhaus Zürich ausgestrahlt wird. Wer bei diesem Werk an prunkvolle Reifröcke, vergoldete Säle und die übliche Wiener Rokoko-Seligkeit denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Regisseur... weiterlesen

Das Warten hat ein Ende, denn der Samstagskrimi-Sendeplatz im ZDF gehört heute (04.04.2026) um 20:15 Uhr endlich wieder dem kauzigen Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) aus dem Antiquariat. Im neuen Münsterkrimi "Mogelpackung" taucht er tief in den Sumpf des Münsteraner Wohnungsmarktes ein, wo Sanierungsdruck und skrupellose Immobilienfirmen das Stadtbild... weiterlesen

Eine eingeschränkte Nasenatmung ist weit mehr als nur ein kleines Ärgernis. Sie zwingt den Körper zur Mundatmung, was häufig zu Schnarchen, trockenem Mund und einer deutlich reduzierten Schlafqualität führt. Das Gründer-Trio von VENTICROSS aus Stuttgart hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine diskrete und komfortable Lösung für dieses mechanische... weiterlesen

Millionen Menschen leiden unter den kleinen, rauen Erhebungen an Oberarmen und Beinen, die medizinisch als Keratosis Pilaris bekannt sind. Obwohl etwa jeder Dritte betroffen ist, wurde das Thema lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Das Berliner Start-up Tanera Skin tritt nun an, um spezialisierte Lösungen für dieses weit verbreitete Hautproblem zu bieten und Betroffenen ihr... weiterlesen

Was würdest du tun, wenn du den Mörder deines Kindes nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder bestrafen könntest? Am 9. April 2026 erscheint mit „REDUX REDUX“ ein Thriller-Highlight digital, das bereits auf dem Fantasy Filmfest 2025 für Aufsehen gesorgt hat. Der Titel ist hierbei Programm: In einer scheinbar endlosen Schleife aus Vergeltung verliert... weiterlesen

Mit der 50. Staffel meldet sich heute (03.04.2026) um 20:15 Uhr im ZDF eine der langlebigsten Freitagskrimi-Reihen zurück und schlägt zum Jubiläum sofort Töne an, die unter die Haut gehen. In acht neuen Folgen dürfen sich die Zuschauer auf das gewohnt stabile Ermittlerteam verlassen, denn Thomas Heinze, Stephanie Stumph und Yun Huang bleiben als festes Ensemble... weiterlesen

NS-Befehlshaber Meckerle (Devid Striesow) setzt Buback (Nicholas Ofzcarek) unter Druck: Der Gestapomann muss ihn als Abendbegleiter seiner heimlichen Geliebten, der Schauspielerin Marleen Baumann vertreten.
© ARD Degeto Film/NDR/Servus TV/Canal+Austria/HR/Zeitgeist Filmproduktion/EPO-Film/Petro Domenigg

Abgrund im Angesicht des Untergangs: Die vierteilige Miniserie "Sternstunde der Mörder" heute (03.04.2026) in der ARD

Mit einer Wucht, die weit über herkömmliche Historienkrimis hinausgeht, zeigt die ARD heute am Karfreitag (03.04.2026) um 20:15 Uhr die vierteilige Miniserie "Sternstunde der Mörder" am Stück. Basierend auf der Vorlage des tschechischen Humanisten Pavel Kohout entwirft Regisseur Christopher Schier ein beklemmendes Panorama der letzten Kriegstage im okkupierten Prag von... weiterlesen