Ausbildung zum Metzger: Stefan Wenisch geht es um einfache Freuden und Erfolge

Stefan Wenisch mit seinem Vater Anton in der Metzgerei in Straubing. Seit mehreren Jahren hält er mit seinem Bruder das Steuer beim niederbayerischen Familienbetrieb in der Hand.
Stefan Wenisch mit seinem Vater Anton in der Metzgerei in Straubing. Seit mehreren Jahren hält er mit seinem Bruder das Steuer beim niederbayerischen Familienbetrieb in der Hand.
© djd/elternstolz.de

(djd). "Juniorchef" kann man Stefan Wenisch eigentlich nicht mehr nennen. Nach sieben Jahren Aus- und Fortbildung hält er seit mehreren Jahren mit seinem Bruder das Steuer beim Familienbetrieb im niederbayerischen Straubing fest in der Hand. Zur Metzgerei mit angeschlossener Landwirtschaft gehören ein Vier-Sterne-Hotel, das Erlebnis-Restaurant "Toni’s" und ein Catering-Service. In der Metzgerei bleibt Wenisch den Traditionen treu - und denkt zugleich einen Schritt weiter: "Unser Hauptladen soll nach einem Komplettumbau eine Pilgerstätte für Fleischliebhaber werden. Man wird transparent miterleben können, wie wir Fleisch zerlegen und Wurst herstellen." Mit seinem Bruder und Restaurantleiter Toni hat Stefan eine eigene Fleischmarke entwickelt, bei der mit schonenden Reifeverfahren und ausgefallenen Zuschnitten ein besonderer Geschmack erreicht wird. Die Eltern Anton und Waltraud Wenisch stehen als vertraute Ratgeber hinter ihren Söhnen.

Chancen und Möglichkeiten einer fundierten Ausbildung

Stefan Wenisch profitiert bis heute von seiner fundierten Ausbildung. Nach dem Realschulabschluss ging er in einer Metzgerei in Mallersdorf/Niederbayern in die Lehre. 2012 wurde er im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks zu "Deutschlands bestem Jungmetzger" gekürt. Danach absolvierte er ein Praktikum an der Fleischerschule in Augsburg und arbeitete in der Fleisch- und Wurstproduktion für das Hofbräuhaus München mit seinen täglich 10.000 Besuchern. Dem Meisterkurs folgte die Weiterbildung zum Betriebswirt, dann eine zweijährige Weiterbildung an der Fachschule zum Fleischtechniker. "Obwohl es anstrengend war, die unterschiedlichen Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen", so Wenisch. Um die Chancen und Möglichkeiten einer fundierten Ausbildung geht es auch in der Kampagne "Ausbildung macht Elternstolz" des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, der Industrie- und Handelskammern in Bayern (BIHK) und der bayerischen Handwerkskammern (HWK). Mit der Kampagne sollen Jugendliche und ihre Eltern von den Vorteilen einer Handwerkslehre oder Ausbildung überzeugt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.elternstolz.de.

Was Stefan Wenisch wirklich wichtig ist

Seine BWL-Kenntnisse kann Stefan Wenisch jetzt ebenfalls gut einbringen: "Unsere Mitarbeiterzahl ist von 50 auf 130 gestiegen. Deshalb müssen wir inzwischen Verantwortung auch an fähiges Management-Personal abgeben." Bei allem Wissen und Know-how: Im Arbeitsalltag geht es Wenisch um die einfachen Freuden und Erfolge. "Ich mache Menschen satt und glücklich mit einer guten Weißwurst oder einem Steak aus eigener Produktion. Das ist das Schönste an meinem Beruf."

Stolze Eltern und ihre Geschichten

(djd). Mit der Kampagne "Ausbildung macht Elternstolz" wollen das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern in Bayern sowie die bayerischen Handwerkskammern Jugendliche, aber auch deren Eltern, von den Vorteilen einer Handwerkslehre oder Ausbildung überzeugen. "Wir setzen ein klares Zeichen: Eine berufliche Ausbildung bietet jungen Menschen hervorragende Karriere- und Entwicklungschancen", sagt Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister. Damit soll dem Mangel an ausgebildeten Fachkräften in der heimischen Wirtschaft entgegengetreten werden. Die Kampagne soll emotional aufzeigen, dass Eltern auf ihre Kinder stolz sein können, wenn diese durch eine Berufsausbildung finanzielle Sicherheit und Beschäftigungsperspektiven erhalten.


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