Wohngesundheit: Eine umfassende Bau- und Leistungsbeschreibung ist unverzichtbar

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  • Die richtige Planung, die richtigen Baustoffe und Unternehmen, die ihr Handwerk verstehen: Konsequent wohngesund zu bauen, stellt hohe Anforderungen.
    Die richtige Planung, die richtigen Baustoffe und Unternehmen, die ihr Handwerk verstehen: Konsequent wohngesund zu bauen, stellt hohe Anforderungen.
    © djd/Bauherren-Schutzbund
  • (djd). Gesund zu bauen, steht für viele Bauherren weit oben auf ihrer Prioritätenliste. Da Immobilien heute komplexe Systeme sind, gibt es beim wohngesunden Bauen viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen: die Auswahl der Baustoffe, die Heizungs- und Lüftungstechnik, das Elektroklima sowie externe Einflüsse auf Haus und Grundstück. Die Qualifikationen von Planer, Bauleitung und ausführenden Handwerksbetrieben sind mitentscheidend für die erfolgreiche Umsetzung eines wohngesunden Bauvorhabens", erklärt Dipl.-Ing Volker Neuert, Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). 

     

    Zusätzlichen Aufwand als Service einplanen

    Bereits im Vorfeld ist zu berücksichtigen, dass ein zusätzlicher Aufwand etwa für einen Baubiologen, für einen Wohnungskoordinator, einen Feng-Shui-Experten oder einen Messtechniker idealerweise als Serviceangebot der Baufirma aufgeführt ist. In die Bau- und Leistungsbeschreibung gehört eine genaue Spezifizierung aller Baumaterialien, der haustechnischen Anlagen sowie etwa der Elektroinstallation. Hier kann beispielsweise festgelegt werden, dass alle Kabel abgeschirmt und die Leitungen halogenfrei sind, dass es Netzfreischalter für den Schlafbereich gibt oder dass Leitungen sternförmig verlegt werden. 

    Besonderheiten im Bauvertrag definieren

    "Der individuelle Bedarf an Wohngesundheit lässt sich in einer standardisierten Bau- und Leistungsbeschreibung nicht vollständig abbilden", so Volker Neuert. Dazu sei eine Ergänzung in den Sonderwunschvereinbarungen des Bauvertrags notwendig. Eine umfassende Bau- und Leistungsbeschreibung sei daher beim wohngesunden Bauen unverzichtbar. Da auch die Anforderungen an die bauliche Umsetzung hoch sind, empfiehlt sich zudem eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen Sachverständigen. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu Kontaktadressen und einen Ratgeber "Gesund wohnen - Schadstoffe erkennen und vermeiden". Er kann gegen eine Schutzgebühr von drei Euro zuzüglich Versand bestellt werden.

    Pläne und Nachweise zum wohngesunden Bauen einfordern

    (djd). Wer sicher sein will, dass sein neues Haus wohngesund gebaut wurde, sollte wichtige Pläne und Nachweise einfordern. Zum Beispiel:

    • Schadstoffmessungen der Raumluft
    • Nachweise der verbauten emissionsarmen Baustoffe als Volldeklarationen, Produktlisten und Zertifikate unabhängiger Trägerinstitutionen
    • Messprotokolle der baubiologischen Grundstücksuntersuchung
    • Pläne und technische Nachweise zur Elektroinstallation
    • Produktinfos zum Hochfrequenzschutz
    • Nachweis der Wasserqualität aus einer Wasserbehandlungsanlage

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