Wilde Open-Air-Küche: Reh, Hirsch und Co. werden als Grillspezialität immer beliebter

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  • Kross angebratene Fasanenbruststücke, die mit gegrillten Paprikaschoten angerichtet werden, bringen willkommene Abwechslung in die Sommerküche.
    Kross angebratene Fasanenbruststücke, die mit gegrillten Paprikaschoten angerichtet werden, bringen willkommene Abwechslung in die Sommerküche.
    © djd/DJV
  • (djd). Saftige Rehkeule, Fasanenbrust oder Wildschwein-Spareribs vom Rost: Wildbret ist ein gesundes und natürliches Lebensmittel, davon sind laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) mehr als drei Viertel der Deutschen überzeugt.

    Aromatisch und gesund

    Wildbret ist gesund und lässt sich genauso unkompliziert zubereiten wie herkömmliches Fleisch. Dies gilt nicht nur für den Sonntagsbraten, sondern vor allem auch für den besonderen Grillgenuss. Gerade im Frühsommer schmeckt regionales Grillfleisch vom Jäger besonders gut, weil sich die Tiere von dem frischen Grün draußen ernähren. Das spiegelt sich in der Fleischqualität wider.

    Wildfleisch ist zudem besonders cholesterin- und fettarm, dafür reich an Vitamin B. Es enthält Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen, die für den menschlichen Körper wichtig sind. Vor allem aber ist heimisches Wildbret frei von Zusatzstoffen und dazu ökologisch vertretbar. Ob Fasan, Hase, Reh- und Rotwild oder Wildschwein: Wildfleisch kann deutschlandweit regional bezogen werden. Mithilfe der Postleitzahlsuche auf www.wild-auf-wild.de sind Wildbret-Anbieter und Wild-Restaurants ganz einfach zu finden. Auf dieser Informationsplattform im Internet finden sich auch Rezeptideen, Videos und viele Tipps für die Zubereitung von Wildbret.

    Fruchtiger Rezepttipp: Hirschmedaillons mit Birnen-Chutney

    Zutaten für vier Personen:

    eine kleine Zwiebel, 30 g frischer Ingwer, eine halbe Knoblauchzehe, zwei Esslöffel Öl, 100 g Rohrohrzucker, 100 ml Weißweinessig, Saft und Schale von einer Orange, 30 g Rosinen, eine Zimtstange, eine Gewürznelke, ein Lorbeerblatt, Sternanis und Chilischote, 500 g Birnen und etwas Salz, vier Hirschmedaillons à 150 g, vier Scheiben Speck, acht Salbeiblätter und etwas Wildgewürz.

    Zubereitung:

    Die Zwiebel schälen, in Streifen scheiden. Ingwer und Knoblauch schälen, fein würfeln. Dann Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch im heißen Öl andünsten, mit Zucker bestreuen, karamellisieren lassen und mit Essig ablöschen. Orangensaft und -schale, Rosinen, Zimt, Nelke, Lorbeer, Sternanis und Chili zugeben. Geschälte, in Stücke geschnittene Birnen mit etwas Salz hinzufügen. Einkochen, bis die Mischung eine sämige Konsistenz hat. Chutney mit Salz und Zucker abschmecken, abkühlen lassen.

    Jetzt den Grill vorbereiten und anschließend Hirschmedaillons mit jeweils einer Scheibe Speck umwickeln, dabei je zwei Salbeiblätter mit festbinden. Salzen, pfeffern und mit Wildgewürz betreuen. Fleisch von beiden Seiten jeweils zwei Minuten anbraten, dann bei indirekter Hitze zehn Minuten weitergrillen. Vom Grill nehmen und ca. fünf Minuten ruhen lassen.

    Leckeres Allroundtalent

    (djd). Rund 27.000 Tonnen Fleisch von Wildschwein, Reh und Hirsch haben die Deutschen in der Jagdsaison 2015/16 verzehrt - elf Prozent mehr als im Vorjahr. Dies haben Untersuchungen des Deutschen Jagdverbands ergeben. Wildrezepte zum Ausdrucken und viele Hintergrundinformationen gibt es auf www.wild-auf-wild.de. Wildbret eignet sich für die schnelle Küche zwischendurch ebenso wie für den Grill oder den großen Sonntagsbraten. Wildprodukte sind eine leckere Alternative zu herkömmlichen Wurst- und Fleischwaren, die beim Jäger, Feinkosthändler oder beim Fleischer des Vertrauens erworben werden können. Das Siegel "Wild aus der Region" steht für Fleisch von heimischem Wild. Besonders in Supermärkten sollten Verbraucher auf die Herkunft der Ware achten.


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